Über Bruno gibt es wohl nichts mehr zu berichten, also stopft man das Sommerloch mit dem Dornfinger??!!
Genauer geht es um die grüne Dornfingerspinne - die giftigste in Mitteleuropa. Eine Pressemeldung über ihre Existenz bei uns und schon schwappt die Angst-, Schreckens- und Horrorwelle über! Und weil es so gut ankommt, gibt es nun tägliche Meldungen von Sichtungen und Bissopfern.
Schon komisch, dass all die Zeit vorher sich kaum jemand darüber Gedanken gemacht hat, wenn er in Wiesen und Wäldern unterwegs war. So unbeschwert werden solche Spaziergänge wohl nie mehr sein - jetzt, im Bewusstsein um die große Gefahr der kleinen Spinne. Da werden Urängste hell wach! Wobei Spinnen ohnehin großes Pech haben. Die Arachnophobie ist die weit verbreiteste krankhafte Angst. Das hat viele Ursachen, habe ich gelesen….
Fest steht, dass der Dornfinger schon jahrelang bei uns angesiedelt ist. Unbeachtet, außer von denen, die von ihr gebissen wurden. Ja, unangenehm schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich. Das Gift ist mit dem einer Wespe oder vielleicht mit einer Hornisse vergleichbar. Den Arzt sollte man schon aufsuchen, das vergiftete Hautgewebe könnte nachhaltigen Schaden davontragen.
Jeder ist sich selbst der Nächste. Die Gefahr für diese Spinnenart ist nun ebenfalls erwacht - nun wird sie - ihre Bedrohung - bewusst wahrgenommen und hysterisch getötet, gnadenlos. Oder eingefangen und zum nächsten Fachmann zur Begutachtung geschleppt.
Leben und leben lassen wäre das Motto. Vorsicht ist in der Natur immer geboten - auf jeder Seite.
Links zu Wikipedia:
Dornfinger | Arachnophobie