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Beiträge mit dem Schlagwort 'Rezept'

Dinkelpalatschinken

Schon vor 15.000 Jahren war Dinkel als Pflanze im asiatischen Raum bekannt - der Urweizen sozusagen, jedenfalls ein Vorläufer des Weizen. Im 18. Jahrhundert mauserte sich dieses Getreide zu einem wichtigen Handelgut. Heutzutage greift man wegen der sehr guten Verträglichkeit immer gerne auf die Körner oder das Mehl zurück.

Für Palatschinken nimmt man für eine Hauptmahlzeit für 4 Personen etwa 800 ml Milch, 4 Eier, ein wenig Salz - je nach Fülle (süß oder pikant) ein bis zwei Esslöffel Zucker oder eben keinen - und soviel Dinkelmehl, dass ein recht flüssiger Teig entsteht. Eventuell einen Schuss Mineralwasser zugeben, damit die Palatschinken flaumig werden. Nach und nach in Butter oder Öl ausbacken.

Für die Fülle habe ich heute für eine Palatschinke Ribiselmarmelade genommen und für die andere 200 g Nüsse mit 100 g Honig gemischt und dann in Milch aufgekocht.

Lecker!

Und das alles zu Ehren von Hildegard von Bingen, die Dinkel als das wichtigste Getreide bezeichnet hat. Dinkelmehl kann Weizenmehl durchaus ersetzen - “Nervenkekse” sind wohl bekannt. Am 17. September 1179 ist sie im Kloster Rupertsberg bei Bingen verstorben und hat uns ihre “Hildegard-Medizin” überlassen.

Ok - ich gebe es zu - es war ein Zufall. Gerade eben habe ich einen Artikel über sie und ihr Wirken gelesen und das Sterbedatum passt rein zufällig mit meinen Dinkelpalatschinken zusammen.

Schoko - Nusskuchen

Eigentlich wollte ich das folgende Rezept mit einem Foto präsentieren. Aber der Kuchen war so schnell weg … echt lecker und noch dazu völlig unkompliziert zu backen:

200 g Zucker
250 g weiche Butter
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz (eine kleine Prise)

schaumig mixen

5 Eidotter

nacheinander zugeben, weiter zu einer Schaummasse mixen.

100 g geriebene Haselnüsse
150 g im Wasserbad (oder Mikrowelle) geschmolzene Schokolade

unterrühren.

250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
100 ml Rotwein

vermengen, sieben - unterrühren, den Rotwein (kann auch Milch sein) löffelweise beimengen.

Von den 5 Eiweiß festen Schnee schlagen, mit einem Holzlöffel vorsichtig unterrühren.

Die Masse in eine gebutterte Kastenform füllen und etwa eine Stunde bei 180 Grad backen. Überkühlen lassen und mit Schokoladenglasur überziehen, mit geriebenen Haselnüssen bestreuen.

Kärntner Osterjause

Osterjause

Es ist natürlich erst morgen nach der Osterweihe soweit, aber Vorbereitungen müssen schon heute getroffen werden. Kochen und Backen stimmt eben auch auf das Osterfest ein.

Zu einer Osterjause gehören ein saftiger Beinschinken, Rinds- und Schweinszunge und geselchte Würstel. Dazu gibt es Kärntner Reindling, Osterpinze, Nuss- und Mohnstrudel und (bei uns) mein Osterbrot nach einem Geheimrezept ;-) - außerdem frischer Kren, Eierkren und Apfelkren sowie jedem sein Osterei.

Nach einer Fastenwoche also genau das Rechte! *grinsel* In wie weit ich heuer mitgenießen kann, wird sich wohl am Tisch entscheiden. (mein Magen - ein ungutes Leiden).

Kärntner Reindlingman nehme:
für den Teig:
500 g glattes Mehl, 30 g Germ (frische Hefe), 1/4 l Milch, 3 Eidotter, 80 g Feinkristallzucker, eine Prise Salz, geriebene Zitronenschale, 1 Päckchen Vanillezucker, 60 g Butter
für die Fülle: 70 g Butter, 70 g gehackte Walnüsse, 80 g Rosinen, 50 g Feinkristallzucker, reichlich Zimt

man mache damit folgendes:
Germ und ein Drittel der lauwarmen Milch verrühren. Dann ein wenig Mehl einmengen, sodass ein dickflüssiger Teig entsteht = Dampfl. Das Dampfl mit Mehl bestauben und zugedeckt ca. 15 Minuten rasten lassen. Restliche Teigzutaten mit zerlassener Butter vermischen, unter das Dampfl mengen, gut verkneten und zugedeckt bis zur Hälfte aufgehen lassen (an einem warmen, zugfreien Ort). Danach den Teig ausrollen und mit flüssiger Butter bestreichen. Walnüsse und Rosinen gleichmäßig auf den Teig verteilen, mit Zucker und Zimt bestreuen, zu einer Rolle formen und in eine ausgebutterte Gugelhupfform legen. Teig nochmals bis zur Hälfte aufgehen lassen und im vorgeheizten Backrohr auf mittlerer Schiene bei 160 °C etwas mehr als eine halbe Stunde backen. Augekühlt mit Streuzucker bestreuen.

Den Namen hat der Reindling (auch Reinling) deshalb, weil er ursprünglich nicht in einer Gugelhupfform, sondern in einem feuerfesten Topf (= kärntnerisch Reindl, Reinl) gebacken wurde.

Frohe Ostern!

Fettsteuer

Bei dieser Überschrift dachte ich ja schon an eine besonders gscheite politische Idee. Nämlich Übergewichtige mit einer Steuer zu belegen. Sie sind immerhin im Gesundheitswesen nicht kostengünstig. Aber wohin sollte denn das führen???

ABER - es liest sich anders. Diesem ORF-Artikel nach, sollten lt. einem Medizinerwunsch fettreiche Lebensmittel durch einen Steueraufschlag teurer werden und im Gegenzug dazu gesundes Obst und Gemüse billiger. Das lasse ich mir gefallen.

Gerade Gemüse ist wirklich nicht günstig. Ich kann mir gut vorstellen, dass das mit ein Grund ist, warum es nicht häufig und in aller Vielfalt auf die Teller gelangt. Dabei lässt sich Leckeres damit zubereiten.

Zum Beispiel dieser Gemüseauflauf:

500 g Kartoffel
250 g Mozarella
in etwa je die gleiche Menge Tomaten, Zucchini, Auberginen (vorher salzen und eine Weile ziehen lassen, abtrocknen), Paprika, (usw.)
Olivenöl, Salz, Pfeffer
gehackter Kräutermix (italienische Kräutermischung, od. Oregano alleine)
Semmelbrösel

Die Kartoffel und das Gemüse in Scheiben schneiden und abwechselnd mit dem Mozarelle in eine gut mit Olivenöl geölte Auflaufform schichten. Jede Schicht mit Kräuter und wenig Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss mit Semmelbrösel (ev auch mit Kräuter gemischt) bestreuen und ein paar Spritzer Olivenöl verteilen.

Ab damit ins Rohr. Bei 200 Grad wird der Auflauf in einer Stunde gar und schmeckt auch als Hauptgericht gut. Ansonsten passt ein Hühnerfilet recht gut dazu.

Orangenmilchreis

… weils so schön orangig ist und weils in die Winterzeit passt.

Für vier Personen nehme man:

200 - 300 g Rundkornreis
ca. die doppelte Menge Milch
den Saft einer Orange
die Schale einer Orange
zusätzlich eine Orange
ein guter Esslöffel Butter
drei bis vier Esslöffel Zucker
eventuell ein halbes Stamperl Cointreau
Zimt, Salz

Den Reis mit der Milch, der Orangenschale und einer Prise Salz so lange köcheln, bis er die gewünschte Konsistenz hat. Dauert bei mir etwas weniger als eine halbe Stunde für bissfesten Milchreis.

Die Butter erhitzen und mit Orangensaft, Cointreau und dem Zucker zu einer cremigen Sauce reduzieren lassen. Nicht zu heiß, sonst karamelisiert der Zucker!

Wenn der Reis fertig ist, von der Haut befreite Orangestücke unter den Reis heben, kurz ziehen lassen. Zum Schluss auch die Sauce vorsichtig darunter ziehen und mit Zimt bestreuen.

Für die schnellere Variante kann man die Butter, den O-Saft und den Zucker auch gleich mit dem Reis kochen. Aber ein bisserl mehr Zeit darf man sich in der Adventszeit auch fürs Kochen nehmen - so wirds dann doch feiner ;-)

Schmeckt als Hauptmahlzeit, als Nachtisch und auch kalt sehr gut.

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