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Beiträge mit dem Schlagwort 'Rezept'

Kärntner Eierkren

Ob der Eierkren nur in Kärnten zur Osterjause verzehrt wird oder auch in anderen Regionen bekannt ist, weiß ich nicht. Aber die Suchbegriffe, die derzeit mein Blog anpeilen, sprechen dafür. “Kärntner Eierkren” ist in den letzten Tagen über div. Suchmaschinen sehr gefragt. Gut so - weil er wirklich ein Genuss ist!

Meine Besucher werden auf die Kärntner Osterjause geleitet. Das Rezept für den “Kärntner Reinling” wird wohl gefunden, aber er ist nicht so scharf wie Kren bzw. für die deutschen Leser Meerrettich.

Soviel vorweg, für den Eierkren gibt es kein ausgesprochenes Patentrezept, jede Hausfrau hat hier ihre Vorlieben und Küchengeheimnisse.
Ich auch! ;-) Aber eine Standardvariante kann ich anbieten, allerdings mit keinen genauen Mengenangaben - hier fordere ich den eigenen Geschmack.

Es werden gekochte Eier fein gehackt, mit wenig Öl und einem guten Schuss Essig (Tafelessig, Apfelessig oder Weinessig, ev. mit Wasser verdünnen) vermengt, sodass keine zu feste Masse entsteht. Nun wird der geriebene frische! Kren (nicht zu wenig, aber so dass man den fertigen Eierkren ohne Tränen und das dringende Verlangen nach Taschentücher genießen kann) beigefügt. Den Eierkren lässt man einige Stunden ziehen.
Manche Hausfrauen geben auch fein gewürfelten Zwiebel oder ebenso fein geschnittene Scharlotten dazu, ich persönlich mag das allerdings nicht.

So - und nun ran ans Probieren und Krenreiben! ;-)

Osterlamm

… als Sinnbild für alle Sünden der Welt. Stumm, klein, hilflos, wehrlos. Schon im Alten Testament wird das Lamm als Opfertier genannt und Christus wurde vom Apostel Paulus Osterlamm genannt, was seine Unschuld symbolisieren soll.
Daher ist zu Ostern der Brauch verbreitet ein Osterlamm zu schlachten und zu weihen.

Heutzutage besinnen sich die Menschen aus tierschutzgedanklichen Überlegungen darauf, ein Lamm aus Biskuitteig oder Rührteig zu verzehren.

Osterlamm

Entsprechende Backform besorgen!

8 Eier mit
200 g Staubzucker,
1 Packerl Vanillinzucker,
1 Prise Salz und
abgeriebener Zitronenschale gut schaumig schlagen.

160 g Mehl und 160 g Stärkemehl fein mischen und unter die Schaummasse rühren.

Zuletzt 100 g Öl oder Butterschmalz unterheben.

Im vorgeheizten Backrohr ungefähr 10 Minuten bei 220 Grad backen.

Weizenmischbrot

Wir haben es gut - unsere Brotkultur ist einzigartig. Wo sonst findet man so eine große Auswahl an Brot in den Bäckereien? Da bleiben kaum Wünsche offen - fein gemahlene Mehle oder grobe Körner werden zu Köstlichkeiten verarbeitet.
Vom gesundheitlichen Aspekt gesehen ist Brot sehr wichtig, wobei dunkles besser ist als weißes und volles Korn wertvoller als vermahlenes.

Heutzutage ist es wieder sehr modern, Brot selber zu backen. Ich mache es auch gerne und mit dem Brotbackautomaten ist das auch keine große Sache. Zudem habe ich zu Hause eine noch ausgefeiltere Auswahl als beim Bäcker. Meine Rezeptesammlung ist mittlerweile groß und meine Fantasie in der Zusammenstellung der Zutaten immer weiter.

Ein einfaches, aber gutes Brot, das vor allem zu Salaten und Eintöpfen passt:

Weizenmischbrot

200 g Weizenmehl, 150 g Weizenvollkornmehl, 100 g Roggenvollkornmehl, 1 EL Zucker, 1 TL Trockenhefe, 150 g Joghurt, 170 ml Wasser, 1 EL Balsamicoessig, 1 TL Salz, 1 - 2 EL Brotgewürzmischung;

Alle Zutaten entweder im Brotbackautomaten lt. gg. Anleitung verarbeiten lassen … oder per Hand die Mehle mit dem Gewürz und Salz vermischen - lauwarmes Wasser, Joghurt, Essig, Zucker und Hefe verrühren und mit dem Knethaken zu einem Teig verareiten. (das dauert übrigens seine Zeit, der Hefeteig sollte sich leicht vom Rand lösen und Bläschen schlagen).
Danach den Teig gehen lassen, nochmals mit einem Kochlöffel kurz durchschlagen, Laib formen, wieder gehen lassen und dann im Backrohr bei ca. 180 Grad backen.

Orangentiramisu

So schön orange ;-)

3 Dotter und 3 ganze Eier mit 200 g Zucker und einem Päckchen Vanillezucker sehr gut (d.h. sehr, sehr lange) schaumig aufschlagen, 250 g Mascarino und 250 g Mascapone unterheben, 3 - 4 Orangen filetieren, in kleine Stücke schneiden und dazufügen.

Zum Tränken: frisch gepressten Orangensaft, einen Schuss Orangenlikör oder Rum (schmeckt auch ohne Alkohol!)

Eine große Schüssel oder Form mit getränkten Biskotten (Löffelbiskuits) auslegen, darüber eine Schicht von der Creme, Biskotten, Creme….. zum Schluss eine dicke Schicht (Haselnuss-)Krokant drüberstreuen.

Einfach aber köstlich!

Faschingskrapfen

xxx
lecker ;-)

DAS Schmankerl zum Fasching sind die Krapfen, vorzugsweise mit Marillenmarmelade gefüllt und mit viel, sehr viel Staubzucker oben drauf. Das halbflüssige Innenleben und der feine Zucker machen das Essen sowieso zur Kunst und zu einem besonderen Faschingsvergnügen ;-)
Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland zum Beispiel. Von Berliner Ballen ist hier die Rede, wie ich bei Luckilucki erfahren konnte. Ihre Geschichte hat er ausführlich beschrieben, ebenso Links zu Rezepten gesetzt.
In Österreich schreibt man die Krapfen der Wiener Kuchenbäckerin Cäcilia Krapf zu, die im 17. Jahrhundert in ihrer Backstube wirkte. Angeblich bereitete sie ein Hefegebäck zu als sie ein Lehrling über Gebühr ärgerte. Sie warf ein Stück Teig nach ihm, das allerdings im heißen Schmalztopf landete - der Krapfen war “geboren”.
Am Wiener Kongresses im Jahr 1815 sollen über zehn Millionen Krapfen verspeist worden sein. Zu dieser Zeit war es auch Brauch, dass junge Mädchen den Krapfen auseinander brachen und ihren Kavalieren eine Hälfte davon reichten. Nahmen sie an galt die Verlogung als besiegelt.
Soweit reicht die Bedeutung heute nicht mehr, aber schmecken lassen wir sie uns gerne.

Zürcher Geschnetzeltes

.. oder wie die Zürich-Schweizer sagen Züri-Gschnätzlets gilt als eines der Schweizer Nationalgerichte. Es ist leicht zuzubereiten und schmeckt.

für 4 Personen:

600 g Kalbschnitzelfleisch
200 g Eierschwammerl (Pfifferlinge) oder Champignons
1 große Zwiebel
1 kleines Glas Weißwein
250 ml Sahne
Salz, Pfeffer, Erdnussöl, ein wenig Mehl zum Binden

Die Zwiebel fein hacken und im Erdnussöl anschwitzen, das klein geschnittene Fleisch kurz mitbraten lassen und zuletzt die Pilze zufügen. Ist das Wasser verkocht mit Weißwein ablöschen, wenn erforderlich mit Wasser ergänzen. Salz und Pfeffer sparsam verwenden und köcheln lassen. Wenn das Fleisch gar ist die Sahne mit Mehl vermengen, dazugießen, nochmal aufkochen und eindicken lassen. - Fertig.
Traditionellerweise gibts es Rösti dazu.

Gans, Rotkraut, Semmelknödel

In weiten Teilen Österreich schneit es heftig. Hier im Süden zeigte sich der Sonntag noch von seiner sonnigen Seite. Ein herrlicher Herbsttag. Jetzt - am Abend - fängt es an zu regnen, möglicherweise schneit es auch in der Nacht. Wird sich ja spätestens morgen zeigen. ;-)

Der 11.11. ist mit viel Brauchtum bestückt. Martiniumzüge zu Ehren des Heiligen Martin, Ganslessen in ebendiesem Gedanken und Faschingsbeginn. Letzterem wird vor allem in der “Faschingsmetropole” des Bundeslandes in Villach Beachtung geschenkt. Die närrische Zeit soll schon standesgemäß eingeläutet werden. Das Prinzenpaar sieht wieder schmuck aus, dem närrischen Treiben steht nichts mehr im Wege. “Lei Lei”

Ich stand den größten Teil des Sonntags in der Küche. So eine Gans brät sich nicht von alleine. Gschmackig war sie, samt Rotkraut mit Maroni und Bratäpfel und Semmelknödel. Ein echter Sonntagsschmaus, den man sich allerdings nur an diesem Hlg. Martin - Tag gönnt. Wir zumindest. Falls jemand auch außerhalb des traditionellen Ganslschmauses ein Rezpet benötigt - ist eigentlich ganz unaufwändig.

1 bratfertige Gans - frisch und vom Bauern des Vertrauens!
Salz, Pfeffer, Majoran, 2 bis 3 Äpfel, Thymianzweige

Die Gans gut waschen, trocknen und mit Salz, Pfeffer und Majoran gut einreiben. Eine Viertelstunde ziehen lassen. Eine Pfanne einige cm mit Wasser füllen, Thymianzweige dazugeben die Gans einsetzen und langsam braten bzw. anfänglich eher das Wasser verdunsten lassen - falls das zu schnell geht, nachgießen. Wichtig: öfters mit dem Eigensaft übergießen, eventuell Fett abschöpfen. Falls sie zu schnell Farbe annimmt, mit Alufolie abdecken. Je Kilo eine Stunde, dann müsste sie gar und zart sein. Für die letzten 10 Minuten die Gans mit Salzwasser übergießen und den Herd heißer drehen - so wird die Haut superknusprig.

Für das Rotkraut - diesmal Tiefkühlware - hatte ich noch Bratäpfel von gestern klein geschnitten, einige gekochte Maroni beigefügt und mit Zimt abgeschmeckt. Diese Kombination gibt es übrigens auch fertig im Handel - von der bekannten TK-Firma - deshalb kam ich auch auf diese Idee. Rotkraut kenne ich sonst eher nur mit frischen Äpfeln.

500 g Semmelwürfel, 3 Eier, 3 Achtel Liter Milch, 100 g Mehl, etwa 50 g Butter, 1 Zwiebel, ein Bund klein gehackte Petersilie, Salz benötigt man für die Knödel.

Zwiebelwürfel in wenig Butter bräunen, restliche Butter zerlassen, Eier mit der Milch verquirlen und mit den anderen Gewürzen mit den Semmelwürfeln vermischen - rasten lassen - noch einmal gut durchkneten. Wasser aufkochen, Knödel formen - am besten mit feuchten Händen - ins Wasser einlegen und 20 Minuten leicht köcheln….

Vor- und Nachspeise gab es diesmal bei uns keine. Wir hatten keine Gäste zu verwöhnen und für uns Vier ist eine Gans genug. Da bleibt wenig Platz in den Bäuchen. ;-)

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