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Beiträge mit dem Schlagwort 'Randgedanken'

Kinderbeichte

Mein 9jähriger kam heute von der Schule nach Hause und erzählte, dass am Montag der Ostergottesdienst stattfindet und alle Kinder zur Beichte müssen. “Was soll ich denn beichten?” fragte er.

Ja - was könnten Kinder Sündhaftes vorweisen?
“Hast gelogen?” - “Eigentlich nicht, nur manchmal geschwindelt. Aber bald darauf habe ich die Wahrheit gesagt.”
“Manchmal warst du frech!” - “Mama, jetzt bist unfair. *grinsel*”
“Hast andere Kinder geschlagen oder ungerecht behandelt?” - “Nur, wenn sie angefangen haben. Ich kann mir ja nicht alles gefallen lassen.”

Viel mehr fiel mir nicht ein. Mein Kleiner ist erziehnungstechnisch und menschlich unkompliziert, fleißig in der Schule und überhaupt ganz ein Lieber! ;-)
Soll ich ihn nun mögliche Sündenfälle aufzählen - also ihn zum Lügen bei der Beichte anstiften?

Das Instrument Beichte der Kirche mag ja seinen Sinn haben. Aber doch nicht einmal jährlich für Kinder. Ich finde es unmöglich, sie in diesem Sinne unter Druck zu setzen. Hier gäbe es wohl wirkungsvollere Präventionsarbeit und -maßnahmen für Schüler, damit aus den Kindern keine “sündigen” Jugendlichen werden.

Tapetennostalgie

Heute bin ich durch Zufall auf einer Homepage gelandet, die Tapeten im Stil der 50er bis 70er Jahre vertreibt. johnny-tapete.de
Nicht der Kauf einer solchen Tapete würde mich reizen, aber die Muster erinnern mich an diesen “Wohnkult”. Liebhaber werden wohl eine Freude daran haben.

Wir - also in meinem Elternhaus - hatten im Wohnzimmer eine schicke beige Tapete mit braunen Baummotiven - als ob es immer Herbst wäre.
Farbenfroher war der Vorraum. Auf dunkelbraunen Untergrund rießige gelb-orange Blumen!
In der Küche gab es eine Wand in Ziegelmuster und die anderen mit Küchenmotiven - grausig fand ich das allerdings damals schon.
Das Gästezimmer einladend in Grün gehalten - überdimensionales Motive, aber zumindest in einem Farbton.
Eine Wohltat war das elterliche Schlafzimmer - hellblau, dezente Streifen auf weißem Grund und mittelblaue Karos.
Naja… und mein Kinderzimmer, eigentlich ein Traum jeder kleinen Prinzessin. Rosa mit Herzchen und Mäuschen! Der Haken war nur, dass ich nie eine Prinzessin sein wollte ;-))

Vergiftete Pralinen

Heute morgen lag eine Pralinenschachtel auf meinem Schreibtisch im Büro. Im beigelegten Kärtchen stand “Liebe Grüße zum Valentinstag. M.”

Hmmm - ich dachte an den Bürgermeister von Spitz, der nun bereits sieben Tage im Tiefschlaf liegt, weil er Pralinen naschte, die er auf seinem Auto vorfand. Sie waren mit Rattengift versehen … eine schreckliche Geschichte.

Ich glaube zwar nicht, dass mir jemand böses will - schon gar nicht sooo Böses. Die Pralinen schmecken mir nun aber trotzdem nicht… und wer ist M.???

Hier wäre …

kein Titel… ich jetzt gerne. Das Wetter ist mehr als triste - so wie meine Stimmung. Rundherum nur Unannehmlichkeiten, vor denen ich mich nicht drücken kann ;-)
Vielleicht finde ich am Abend noch genügend Zeit, um Urlaubskataloge durchzublättern. Wird eh höchste Zeit, wenn ich für den Sommer den Frühbucherbonus kassieren möchte …

Weihnachtsspeck

In so vielen Blogs habe ich nun davon gelesen, wie man sich bemüht, die figürlichen Nachwirkungen der Feiertage loszuwerden. Kaum Männer schreiben darüber, aber Frauen entwickeln ihre Strategien. Bei “Gedankensprudler” lese ich dazu die Überschrift: "Warum machen wir Frauen uns so nen Kopp ..."
Einerseits wohl, weil Frauen offenbar generell auf ihre Figur eher achten und andererseits weil viele Frauen gesundheitsbewußter sind, in diesem Sinne vorbeugend denken. Männer reagieren doch erst, wenns es irgendwo schmerzt - pauschalisiere ich mal freiweg.

Kürzlich habe ich im Fernsehen - weiß nimmer wo und wann - einen Bericht über “Dicke-Clubs” gesehen. Ja die nennen sich so, oder ähnlich. Übergewichte, meist schwer übergewichtige Menschen, die sich zusammentun, um gemeinsam Spaß zu haben, gemeinsam zu Essen und gemeinsam zu philosophieren, dass Übergewicht gar nicht uncool ist und dass man sich sauwohl fühlt. Übrigens schien mir der Frauen-Männeranteil hier ausgewogen ;-)

Ja klar! Ich glaube keinem übergewichtigen Menschen, dass er keine Probleme hat - sei es gesundheitliche, seelische oder in Bezug auf alltägliche, körperliche Anforderungen. Ich glaube auch keinem spindeldürren, dass er keine Probleme hat. Essstörungen sind nicht vorgesehen in unserer Entwicklung - aber dagegen soll man jedenfalls etwas unternehmen.

Tja - ich selber - mal mehr mal weniger Speck. Den optimalen Weg habe ich auch nicht gefunden. Mich mögen Kalorien ganz besonders und ich die Dinge, in denen sie enthalten sind.
Ich bin nach den Feiertagen auch nicht unbelastet! ;-) - ein paar Entschlackungstage muss ich schon einlegen. Gestern gabs Reis mit Gemüse als Hauptmahlzeit und sonst Äpfel, wann und wie viel ich wollte. Ich wollte gar nicht viel…

Was für ein Tag

Ich erwähnte es hier schon öfter: Montag ist NICHT mein Tag:

Über den Morgen und den stressigen Vormittag im Büro will ich gar nicht erzählen.
Zu Mittag sollte ich noch einige Zutaten für das Essen kaufen - und zwar im Eilmarsch, weil meine Kinder hungrig zu Hause warten. Die paar Lebensmittel waren schnell im Wagerl, an der Kasse gings auch recht flott - und dann stand ich da - vor meinem Auto ohne Autoschlüssel. Ich habe jede Tasche durchkramt - nix, keine Spur von meinem Schlüssel. Ich sage euch, da steht man ziemlich dumm am Parkplatz mit seinen Tüten! Das Geschäft habe ich nochmals “durchsucht”, alle Angestellten befragt - nix.
Zum Glück war mein Mann in der Nähe. Er brachte mir einen Ersatzschlüssl - und dann fängt es an: das große Grübeln! Wo habe ich den nur verschlampt? Zwischen Obst und Salat oder doch an der Fleischtheke? Oder hat ihn mir jemand geklaut? …
Am Abend rief ich im Geschäft an. Ich dachte nach dem Putzen könnte er vielleicht aufgetaucht sein - nicht die Spur! In diesem Fall bin ich froh, dass ich gerne rede - ich schilderte der Verkäuferin noch einmal ganz genau welche Regale ich aufgesucht habe, welche Waren in gekauft habe. Sie hatte wohl ein Schnurlostelefon und ging mit mir per Telefonanweisung das Geschäft ab - und, jaaaaa zwischen den Salathäuptel war er! Mir fiel ein, dass dort das Handy geklingelt hat, ich es mit einer Hand ohne Hinzusehen aus der Tasche zog, mit der anderen Hand ein Sackerl für den Salat abriss und den Blick auf die Radieschen gerichtet hatte.

Der Tag war dann durch den Zeitverlust völlig aus der Balance - und ich auch. Den Schlüssel hole ich morgen ab und zeige mir bei der netten Verkäufern erkenntlich. Ihr Einsatz ist ja auch nicht selbstverständlich.

Eigentlich ist diese Geschichte ja mehr als peinlich ;-). Ich erzähle sie aber trotzdem, weil es bedenklich ist, wie automatisiert, gedankenlos und undbewusst man Alltagsdinge erledigt. Ich musste nämlich wirklich eine Weile grübeln, wo ich den Schlüssel hintat - nämlich immer in die Tasche, oder diesmal doch nicht? - ich musste im Kopferl gründlich recherchieren, welchen Weg ich im Geschäft genommen habe. Das ist gar nicht einfach.

Ich werde mich bemühen, auch Alltagsangeleigenheiten bewusster anzugehen. Abgesehen, dass solche Geschichten kaum ein zweites Mal passieren, kann es nicht schaden - vorbeugend sozusagen.

Schwarz/Weiß

Drei Kerzen sind nun im Headerbild angezündet. ;-)

Vom vorweihnachtlichen Stress könnte ich jetzt wieder einiges berichten, mag ich aber nicht *gg*. Für andere Worte fehlt mir an Schreiblust, obwohl sie im Kopferl wären. Ich bin müde und ausgelaugt.

Eines möchte ich vielleicht noch los werden: Gestern habe ich die ersten Weihnachtsgeschenke gekauft. Einerseits mit Freude, weil sie bestimmt Freude manchen werden und andererseits mit Wehmut. Was ist nur aus dem Weihnachtsgedanken geworden?
Das Angebot an Waren - nicht an solchen, die man verschenkt, sondern solche die man für das Fest scheinbar unbedingt braucht meine ich - ist so groß wie noch nie. Jedes Jahr ein neuer Trend, jedes Jahr fühlen sich viele gedrängt oder gar genötigt, ihre Wohnung, ihren Christbaum oder ihre Weihnachtstafel supermodern zu schmücken.
Schwarz/Silber liegt heuer ganz vorne. Also reißt man sich um schwarze Stoffservietten, die das Silberbesteck erstrahlen lassen. Glitzernde Serviettenringe tun ihr übriges. Geschirr und Tischdecken in selbiger Farbkombination muss man selbstverständlich unbedingt haben, um Gäste überhaupt einladen zu können. Die übrige Weihnachtsdekoration im Trend ist schon ziemlich vergriffen, was für ein Drama für manche (Haus)Frauen. Na ich hoffe, sie können das Fest der Stille und der Liebe doch noch genießen.

Dem Zwang schließe ich mich - Gott sei Dank - nicht an. Weihnachten hat schließlich Tradition und somit bleibe ich auch bei Altbewährtem. Solche Feste fordern leider in der heutigen Zeit alle (Haus)frauen und auch die (Haus)männer, die bodenständigen haben es wohl zumindest in diesem Sinne ein bisserl leichter.

Ganz stimmt es nicht: ich habe mit den Kindern Papiersterne gebastelt: ja - mit schwarzem Tonpapier und Alufolie. Aber nur, weil ich kein anderes Material zu Hause hatte! *ehrlich nicht*

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