Ich erwähnte es hier schon öfter: Montag ist NICHT mein Tag:
Über den Morgen und den stressigen Vormittag im Büro will ich gar nicht erzählen.
Zu Mittag sollte ich noch einige Zutaten für das Essen kaufen - und zwar im Eilmarsch, weil meine Kinder hungrig zu Hause warten. Die paar Lebensmittel waren schnell im Wagerl, an der Kasse gings auch recht flott - und dann stand ich da - vor meinem Auto ohne Autoschlüssel. Ich habe jede Tasche durchkramt - nix, keine Spur von meinem Schlüssel. Ich sage euch, da steht man ziemlich dumm am Parkplatz mit seinen Tüten! Das Geschäft habe ich nochmals “durchsucht”, alle Angestellten befragt - nix.
Zum Glück war mein Mann in der Nähe. Er brachte mir einen Ersatzschlüssl - und dann fängt es an: das große Grübeln! Wo habe ich den nur verschlampt? Zwischen Obst und Salat oder doch an der Fleischtheke? Oder hat ihn mir jemand geklaut? …
Am Abend rief ich im Geschäft an. Ich dachte nach dem Putzen könnte er vielleicht aufgetaucht sein - nicht die Spur! In diesem Fall bin ich froh, dass ich gerne rede - ich schilderte der Verkäuferin noch einmal ganz genau welche Regale ich aufgesucht habe, welche Waren in gekauft habe. Sie hatte wohl ein Schnurlostelefon und ging mit mir per Telefonanweisung das Geschäft ab - und, jaaaaa zwischen den Salathäuptel war er! Mir fiel ein, dass dort das Handy geklingelt hat, ich es mit einer Hand ohne Hinzusehen aus der Tasche zog, mit der anderen Hand ein Sackerl für den Salat abriss und den Blick auf die Radieschen gerichtet hatte.
Der Tag war dann durch den Zeitverlust völlig aus der Balance - und ich auch. Den Schlüssel hole ich morgen ab und zeige mir bei der netten Verkäufern erkenntlich. Ihr Einsatz ist ja auch nicht selbstverständlich.
Eigentlich ist diese Geschichte ja mehr als peinlich ;-). Ich erzähle sie aber trotzdem, weil es bedenklich ist, wie automatisiert, gedankenlos und undbewusst man Alltagsdinge erledigt. Ich musste nämlich wirklich eine Weile grübeln, wo ich den Schlüssel hintat - nämlich immer in die Tasche, oder diesmal doch nicht? - ich musste im Kopferl gründlich recherchieren, welchen Weg ich im Geschäft genommen habe. Das ist gar nicht einfach.
Ich werde mich bemühen, auch Alltagsangeleigenheiten bewusster anzugehen. Abgesehen, dass solche Geschichten kaum ein zweites Mal passieren, kann es nicht schaden - vorbeugend sozusagen.