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Beiträge mit dem Schlagwort 'Randgedanken'

Das Thema Mittelalter

… übernehme ich nun doch nicht von meiner “alten” Homepage in dieses Blog. Ein Herr Stephan O. hat schon recht, wenn er in einem Kommentar (zu einem nunmehr gelöschten Beitrag) schreibt, dass das Thema (in dieser Form) nicht besonders gut recherchiert ist.
Damals haben die Inhalte im Kontext und in Abfolge natürlich wesentlich besser zusammengepasst und die Aussagen haben sich vor allem logischer zusammengefügt als hier im Blog als Einzeltitel … falls ich mich dem Mittelalter aktuell wieder widmen möchte, macht es wohl mehr Sinn, neue (Kurz-)Beiträge zu verfassen, als “alte” in Kurzform “bloggerecht” zu übernehmen …

Gutes Gefühl hatte ich dabei ohnehin keines, Themenhomepages und Blogs sind eben nicht zu vergleichen.

Funkloch

Ich fahre nicht oft mit öffentlichen Verkehrsmittel, aber spannend ist so eine viertelstündige Fahrt schon ;-)
Es sind nicht viele Leute im Bus, der Lärmpegel hält sich also in Grenzen. So hört man gezwungenerweise die Telefongespräche der Sitznachbarn mit. Beim Arzt war die Brünette mit der Hochsteckfrisur also. Sieht nicht gut aus, meint sie. Mehr will ICH eigentlich nicht wissen. Weiß ich nun aber. Der junge Schüler neben mir hat eine sehr gute Deutsch-Schularbeit geschrieben, seine Mutter freut sich offenbar am anderen Funkgerät. Ich mich auch!
Mein Handy läutet nun ebenfalls, ich drücke diskret ab und rufe zurück, wenn ich aussteige. Im Trubel der Stadt, der Fussgängerzone ist niemand an meinen Gesprächen interessiert.

Auf den Rückruf habe ich leider vergessen. Meine Gedanken waren bei der Grazer Debatte um ein Telefonierverbot in öffentlichen Verkehrsmittel. So ganz von der Hand zu weisen ist die Idee zwar nicht. Allerdings stoßen gesetzliche Regelungen in diesem Bereich mehr als bitter auf. Vielleicht regt sie aber Viel- und Überalltelefonierer zum Nachdenken an. Es wäre nicht schlecht, wenn man generell mehr um seine EIGENE Privatsphäre bemüht ist. Egal ob man nun in der Öffentlichkeit telefoniert oder sich mit einem Menschen direkt unterhält - muss ja nicht jeder mithören können.

So gesehen wünscht man sich kein Verbot, aber ab und an ein Funkloch für die, die immer und überall ihr Schnäbelchen offen haben.

kurze Arbeitswoche - Mittwoch

Ein Lichtblick ist es ja schon, wenn die Arbeitswoche am Mittwoch beginnt. Nur noch drei Tage und ab ins Wochenende.

Gott hat den Mittwoch geschaffen, um uns daran zu erinnern, dass wir Dienstag in Verwirrung waren.
Eduard Douwes Dekker, 1820 - 1887
niederländischer Kolonialbeamter und Schriftsteller

In Verwirrung war ich gestern keineswegs! Im Gegenteil, der Urlaubstag nach den Osterfeiertagen war notwendig und wurde dementsprechend genutzt.

Im 10. Jhdt. ist in deutschen Gebieten der Begriff mittewoche entstanden. Im heidnischen Volksglauben ist der Mittwoch ein Glückstag. Allerdings wurde er vom christlichen Gedankengut her zu einem Unglückstag. Judas hat Christus bekanntlich an einem Mittwoch verraten. Der allgemeine Volksglaube hielt daran fest und so entstanden einige Unanehmlichenkeiten zu diesem Tag: Angeblich bekomme man Kopfschmerzen, wenn man sich an diesem Tag den Kopf wäscht … geborene Kinder haben wenig Glück im Leben und sterben bald … Kinder soll man nicht das erste Mal in die Schule schicken, weil sie in weiterer Folge nichts lernen … keine Taufen oder Hochzeiten an diesem Wochentag, weil … !

Ich halte mich in diesem Fall eindeutig an das Heidentum! ;-)

Besucher vs. Feedleser

In diesem Moment habe ich lt. Statistik die gleiche Anzahl an aktiven Besuchern auf diesem Blog wie Feedleser. 108 Besucher - 108 Feedleser. Sind das dieselben?! ;-)

Zitate Alltag?

Weil ich im vorherigen Gedankenfussel gerade beim Alltag war, stöberte ich z.B. auf aphorismen.de nach Zitaten zu diesem Begriff.
Mir ist aufgefallen, dass alle dort gesammelten Zitate relativ “jung” sind. (also urheberrechtlich problematisch). Vor (mindestens) 70 Jahren war der Alltag wohl nicht so im Gespräch, oder wie?

Kinderbeichte

Mein 9jähriger kam heute von der Schule nach Hause und erzählte, dass am Montag der Ostergottesdienst stattfindet und alle Kinder zur Beichte müssen. “Was soll ich denn beichten?” fragte er.

Ja - was könnten Kinder Sündhaftes vorweisen?
“Hast gelogen?” - “Eigentlich nicht, nur manchmal geschwindelt. Aber bald darauf habe ich die Wahrheit gesagt.”
“Manchmal warst du frech!” - “Mama, jetzt bist unfair. *grinsel*”
“Hast andere Kinder geschlagen oder ungerecht behandelt?” - “Nur, wenn sie angefangen haben. Ich kann mir ja nicht alles gefallen lassen.”

Viel mehr fiel mir nicht ein. Mein Kleiner ist erziehnungstechnisch und menschlich unkompliziert, fleißig in der Schule und überhaupt ganz ein Lieber! ;-)
Soll ich ihn nun mögliche Sündenfälle aufzählen - also ihn zum Lügen bei der Beichte anstiften?

Das Instrument Beichte der Kirche mag ja seinen Sinn haben. Aber doch nicht einmal jährlich für Kinder. Ich finde es unmöglich, sie in diesem Sinne unter Druck zu setzen. Hier gäbe es wohl wirkungsvollere Präventionsarbeit und -maßnahmen für Schüler, damit aus den Kindern keine “sündigen” Jugendlichen werden.

Tapetennostalgie

Heute bin ich durch Zufall auf einer Homepage gelandet, die Tapeten im Stil der 50er bis 70er Jahre vertreibt. johnny-tapete.de
Nicht der Kauf einer solchen Tapete würde mich reizen, aber die Muster erinnern mich an diesen “Wohnkult”. Liebhaber werden wohl eine Freude daran haben.

Wir - also in meinem Elternhaus - hatten im Wohnzimmer eine schicke beige Tapete mit braunen Baummotiven - als ob es immer Herbst wäre.
Farbenfroher war der Vorraum. Auf dunkelbraunen Untergrund rießige gelb-orange Blumen!
In der Küche gab es eine Wand in Ziegelmuster und die anderen mit Küchenmotiven - grausig fand ich das allerdings damals schon.
Das Gästezimmer einladend in Grün gehalten - überdimensionales Motive, aber zumindest in einem Farbton.
Eine Wohltat war das elterliche Schlafzimmer - hellblau, dezente Streifen auf weißem Grund und mittelblaue Karos.
Naja… und mein Kinderzimmer, eigentlich ein Traum jeder kleinen Prinzessin. Rosa mit Herzchen und Mäuschen! Der Haken war nur, dass ich nie eine Prinzessin sein wollte ;-))

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