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Beiträge mit dem Schlagwort 'Poesie'

Bienchen

050807
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Die Biene

Als Amor in den goldnen Zeiten
Verliebt in Schläferlustbarkeiten
auf bunten Blumenfeldern lief,
Da stach den kleinsten von den Göttern
Ein Bienchen, das in Rosenblättern,
wo es sonst Honig holte, schlief.

Durch diesen Stich ward Armor klüger,
der unerschöpfliche Betrüger
Sann einer neuen Kriegslist nach:
Er lauscht in Rosen und Violen;
Und kam ein Mädchen sie zu holen,
Flog er als Bien heraus und stach.

G.E. Lessing

Sommerpoesie

Wenn im Sommer der rote Mohn
wieder glüht im gelben Korn,
wenn des Finken süßer Ton
wieder lockt im Hagedorn,
wenn es wieder weit und breit
feierklar und fruchtstill ist,
dann erfüllt sich uns die Zeit,
die mit vollen Maßen misst.

Dann verebbt, was uns bedroht,
dann verweht, was uns bedrückt,
über dem Schlangenkopf der Not
ist das Sonnenschwert gezückt.
Glaube nur, es wird geschehn!
Wende nicht den Blick zurück!
Wenn die Sommerwinde wehn,
werden wir in Rosen gehn,
und die Sonne lacht uns Glück!

Otto Bierbaum

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Sommerwiese

Klee

Es soll einige Hundert Arten von dieser - eigentlich unscheinbaren - Pflanze geben - in unseren Breiten ist vor allem der Wiesenklee bzw. Rotklee bekannt. Genutzt wird Klee hauptsächlich als Futterpflanze. Obwohl sich hier der Klee vor arge Hungermäuler schützt. Er produziert nämlich Phyto-Östrogene, die bei Säugetieren verhütend wirken. Auch Pflanzen müssen sich schließlich verteitigen.

Interessant wird es, wenn man sich auf die Suche nach dem “Glücksklee” begibt. Vierblättrige Kleeblätter zu finden ist nicht all zu einfach, aber passiert bestimmt jedem mal, wenn er aufmerksam eine Wiese durchstreift.

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Vom Himmel kam geflogen eine Taube,
Sie brachte ein Kleeblatt mit dreifachem Laube.
Sie ließ es fallen; glücklich wer es findet.
Drei Blättchen sind es:
Hoffnung - Liebe - Glaube!

Friedrich Rückert

Das Kraut des Klees enthält Isoflavone, Proteine, Gerbstoffe und einige andere günstige Wirkstoffe. Es hilft in der Heilkunde vor allem bei Wechselbeschwerden, Verstopfung, Leberschwäche und wirkt blutreinigend.

Die Abergläubische

o

Sie litt an starkem Aberglauben.
Man mühte sich, ihn ihr zu rauben,
und mehr als eine riet der Schönen,
sie möge sich ihn abgewöhnen.

Allein sie sprach: “Das geht nicht gut.
Es steckt mir so in Fleisch und Blut,
daß ich zum Beispiel meinen Mann
am Freitag nicht betrügen kann.”

(Arthur Pserhofer, 1873 - 1907)

Die Rose

Die Rose ist etwas so Schönes,
dass auch der wahnsinnigste Züchter sie nicht verderben kann.
(Konrad Adenauer)

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Der Rose süßer Duft genügt,
Man braucht sie nicht zu brechen -
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
Den wird ihr Dorn nicht stechen.
(Friedrich von Bodenstedt)

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Ode an die Rose

Rose, Wunder aller Blumen, die blühen,
jedes Blatt ein Zeuge der Liebe im Frühling.
Selbst die himmlischen Mächte erfreuen sich ihrer.
Sie ist die junge Leidenschaft der Aphrodite,
sie ist der Liebling der Cythere,
die Schläfe mit Blumenblättern umkränzt
und mit ihrem süßen Parfüm
macht sie ihre Herren trunken.
(Anakreon)

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Tulpen

sind nun zwar schon alle längst verblüht … aber schön waren sie schon - die Tulpenbeete.

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Die Tulpe

Andre mögen andre loben,
Mir behagt dein reich Gewand,
Durch sein eigen Lied erhoben
Pflückt dich eines Dichters Hand.
In des Regenbogens sieben
Farben wardst du eingeweiht,
Und wir sehen, was wir lieben,
An dir zu derselben Zeit.

Als mit ihrem Zauberstabe
Flora dich entstehen ließ,
Einte sie des Duftes Gabe
Deinem hellen, bunten Vlies.

Doch die Blumen all, die frohen,
Standen nun voll Kummers da,
Als die Erde deinen hohen
Doppelzauber werden sah.

“Göttin! o zerstör uns wieder,
Denn wer blickt uns nur noch an?”
Sprach’s die Rose, sprach’s der Flieder,
Sprach’s der niedre Thymian.
Flora kam, um auszusaugen
Deinen Blättern ihren Duft:
“Du erfreust”, sie sagt’s, “die Augen,
Sie erfreun die trunkne Luft”.

(August Graf von Platen, 1796-1835)

Jeden Morgen

Jeden Morgen in meinem Garten
öffnen neue Blüten sich dem Tag.
Überall ein heimliches Erwarten,
das nun länger nicht mehr zögern mag
Die Lenzgestalt der Natur ist doch wunderschön,
wenn der Dornbusch blüht und die Erde
mit Gras und Blumen prangert.

Matthias Claudius, 1740-1815

Narzisse

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08
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