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Beiträge mit dem Schlagwort 'Pflanzen'

Tulpen

sind nun zwar schon alle längst verblüht … aber schön waren sie schon - die Tulpenbeete.

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Die Tulpe

Andre mögen andre loben,
Mir behagt dein reich Gewand,
Durch sein eigen Lied erhoben
Pflückt dich eines Dichters Hand.
In des Regenbogens sieben
Farben wardst du eingeweiht,
Und wir sehen, was wir lieben,
An dir zu derselben Zeit.

Als mit ihrem Zauberstabe
Flora dich entstehen ließ,
Einte sie des Duftes Gabe
Deinem hellen, bunten Vlies.

Doch die Blumen all, die frohen,
Standen nun voll Kummers da,
Als die Erde deinen hohen
Doppelzauber werden sah.

“Göttin! o zerstör uns wieder,
Denn wer blickt uns nur noch an?”
Sprach’s die Rose, sprach’s der Flieder,
Sprach’s der niedre Thymian.
Flora kam, um auszusaugen
Deinen Blättern ihren Duft:
“Du erfreust”, sie sagt’s, “die Augen,
Sie erfreun die trunkne Luft”.

(August Graf von Platen, 1796-1835)

Apfelblüte

Apfelblüte

Jeden Morgen

Jeden Morgen in meinem Garten
öffnen neue Blüten sich dem Tag.
Überall ein heimliches Erwarten,
das nun länger nicht mehr zögern mag
Die Lenzgestalt der Natur ist doch wunderschön,
wenn der Dornbusch blüht und die Erde
mit Gras und Blumen prangert.

Matthias Claudius, 1740-1815

Narzisse

Die schönste Zeit

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingsssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

(Annette von Droste-Hülshoff, 1797-1848)

Tulpe

Goethe, ein Dahlienfreund

Es ist bekannt, dass Goethe ein großer Pflanzenfreund war. Unzählige Gedichte und Zitate zeugen davon. Auch heute kann man in dieser Wortwahl seine herzliche Nähe zur Natur spüren. Er war nicht nur ihr Freund, sondern vertiefte sich in Naturwissenschaften, Botanik und Gartengestaltung.

Die Pflanze gleicht den eigensinnigen Menschen,
von denen man alles erhalten kann,
wenn man sie nach ihrer Art behandelt.
Ein ruhiger Blick
eine stille Konsequenz,
in jeder Jahreszeit,
in jeder Stunde
das ganz Gehörige tun,
wird vielleicht von niemand mehr
als vom Gärtner erwartet.

Um 1814 sollen er schon eine große Dahliensammlung in seinen Gärten gezogen haben. Veredelt und verbreitet hat diese Blume zu dieser Zeit Goethes Freund Dreyssig. Er soll 42 Arten benannt haben. Damals bezeichnete man Dahlien übrigens als Georginen.

Im Europapark in Klagenfurt gab es kürzlich eine große Dahlienausstellung. Große Beete voller Unterarten dieser vielfältigen Pflanze gab es zu bewundern. Ein Traum. Ich weiß zwar nicht, wie es heute aussieht, aber - ich denke es ist zwei, drei Wochen her - hatte ich ja rein zufällig meine Kamera mit - für das Internet hat z.B. Elke Crocoll eine schöne Auswahl mit Beschreibung bereit gestellt.

Dahlie

Dahlie

Dahlie

Dahlie

Herbst

Dem Sommer weine ich solange nach, bis ich den prachtvollen Herbst für mich entdecke. ;-))Wehren kann man sich eh nicht dagegen und der nächste Sommer kommt bestimmt.

Herbstliche Fragen und Antworten stehen an ;-)

Warum färbt der Herbst die Natur so wundervoll?
Die Blätter wandeln Stärke in Zucker um, der dann in den Stamm transportiert werden soll und als Speicherstärke dient. Die kälter werdenden Herbstnächte verhindern dies aber. So wird das Chlorophyll abgebaut und das Grün weicht den gelben, roten und purpurnen Farben. Letztendlich sterben die Blätter ab und bekommen ihre braune Farbe durch wasserlösliche (braune) Farbstoffe…

Herbst-Äquinoktium?
Der Tag und die Nacht sind gleich lang. Sonnenwende also!
Das ist der Zeitpunkt, zu dem die Sonne im Schnittpunkt von Ekliptik und Himmelsäquator steht. Die Südhalbkugel der Erde ist zum Herbstbeginn der Sonne zugewandt….

Aberglaube - Volksglaube?
Eine Zeit voller Aberglaube, obwohl der Herbst erst sehr spät “eingeführt” wurde. Früher kannte man nur zwei Jahreszeiten - den Sommer und den Winter. Auch heute ist er, der Herbst, nicht in allen Kulturkreisen bekannt.
Herbst ist Anfang der Geisterzeit, sagt man. Außerdem sind jede Menge verführerische Irrlichter zu sichten und die “wilde Jagt” tritt verstärkt ein. Der Herbst begünstigt Illusionen und Halluzinationen.
In der Volksmedizin ist der Herbst (genau so wie der Frühling) gefürchtet, weil auch er die Kranken “mitnimmt”. Und - blüht oder treibt ein Obstbaum im Herbst, so bedeutet das den Tod eines Hausgenossen.
Jedoch zum Sammeln von Kräutern und Wurzeln eignet sich der Herbst besonders gut.
Manche Herbstanzeichen verkünden einen kalten oder schneereichen Winter, etwa wenn die Maulwurfshügel besonders hoch sind oder die Hasen einen dicken Pelz haben.
Als Lostage im Herbst gelten Michaelis, Gallus, Simon und Juda, Allerheiligen, Allerseelen und Martin.
Nicht vergessen im Sinne des Aberglaubens: Das Entzünden von Feuern vertreibt Dämonen. Kerze unbedingt anzünden ;-)

Herbstliche Fotografien gibt es natürlich auch:

Herst

Herst

Herst

Herst

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