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Beiträge mit dem Schlagwort 'miteinander'

Hätte es auffallen müssen?

Der Fall “Horrorhaus” ist in den Medien nach wie vor präsent. Den unmittelbar Betroffenen wünschte ich mehr Rücksichtnahme durch die Presse. Sie sollten unbehelligt zu einem “normalen” Leben zurück finden können.
Andererseits bin ich sehr wohl daran interessiert, was mit dem Täter passiert, wie der Prozess verläuft, wie die Politik reagiert. Man hofft dann doch auf eine gewisse Gerichtigkeit - sofern sie sich in diesem Fall finden lässt und auf weitere präventive Maßnahmen, um solche Fälle zu vermeiden.

Nur wie vermeidet man solche Verbrechen? Kann ein hohes Strafausmaß dagegen wirken? Ich kann es mir nicht vorstellen - 1. rechnen die Täter nicht damit, dass ihre Tat entdeckt wird und 2. wägen sie bestimmt nicht zwischen etw. Bestrafung und Tat ab. Oder doch? Ich kann mich schwer in solche Geister eindenken … Die Medien schaffen dieser Tage jedoch auch ein Bewusstwerden des Themas Missbrauch und Gewalt. Die Sinne werden wieder verstärkt sensibilisiert …

In einer Fernsehsendung werden Menschen befragt, wie gut sie denn ihre Nachbarn kennen, ob sie glauben, dass ihnen “etwas aufgefallen” wäre.
Die meisten kennen ihre Nachbarn gut, sehr gut sogar. Und die meisten behaupten, dass sie auch die Gewohnheiten ihrer Nachbarn kennen und ihnen z.B. auffallen würde, wenn sie viele Lebensmittel ins Haus schaffen oder sich auffällig verhalten würden.
Im Ernst? Ich kenne die meisten meiner Nachbarn auch. Nicht alle sehr gut, manche nur vom sehen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, was ich als “auffällig” einstufen würde. Ich achte keineswegs bewusst darauf, wieviel und was meine Nachbarn aus ihrem Kofferraum packen oder wie oft sie einkaufen, ihre Keller aufsuchen oder sonstige Details in diesem Sinne. Und auch wenn mir auffallen würde, dass eine Familie täglich mehrere Einkaufstüten nach Hause schleppt, käme ich nicht im Entferntesten auf die Idee, dass dahinter eine völlig perverse Absicht steckt.

So viel Fantasie mag ich nicht haben.

Funkloch

Ich fahre nicht oft mit öffentlichen Verkehrsmittel, aber spannend ist so eine viertelstündige Fahrt schon ;-)
Es sind nicht viele Leute im Bus, der Lärmpegel hält sich also in Grenzen. So hört man gezwungenerweise die Telefongespräche der Sitznachbarn mit. Beim Arzt war die Brünette mit der Hochsteckfrisur also. Sieht nicht gut aus, meint sie. Mehr will ICH eigentlich nicht wissen. Weiß ich nun aber. Der junge Schüler neben mir hat eine sehr gute Deutsch-Schularbeit geschrieben, seine Mutter freut sich offenbar am anderen Funkgerät. Ich mich auch!
Mein Handy läutet nun ebenfalls, ich drücke diskret ab und rufe zurück, wenn ich aussteige. Im Trubel der Stadt, der Fussgängerzone ist niemand an meinen Gesprächen interessiert.

Auf den Rückruf habe ich leider vergessen. Meine Gedanken waren bei der Grazer Debatte um ein Telefonierverbot in öffentlichen Verkehrsmittel. So ganz von der Hand zu weisen ist die Idee zwar nicht. Allerdings stoßen gesetzliche Regelungen in diesem Bereich mehr als bitter auf. Vielleicht regt sie aber Viel- und Überalltelefonierer zum Nachdenken an. Es wäre nicht schlecht, wenn man generell mehr um seine EIGENE Privatsphäre bemüht ist. Egal ob man nun in der Öffentlichkeit telefoniert oder sich mit einem Menschen direkt unterhält - muss ja nicht jeder mithören können.

So gesehen wünscht man sich kein Verbot, aber ab und an ein Funkloch für die, die immer und überall ihr Schnäbelchen offen haben.

Blogparade - Familie

Blogparade Familie

Antje von FamLog.de hat eine Blogparade gestartet. Die Familie ist ihr Thema, an dem sich schon einige Blogger beteiligt haben. Bis 15. April hat man noch die Möglichkeit mitzumachen.

Familie ist unser aller Thema. Es gibt wenige Menschen, die keine (mehr) haben. Wie man mit der Familie umgeht, ist allerdings nicht so einheitlich geregelt …
Ich selbst bin schon eher der Familienmensch, obwohl ich auch nicht jeden aus unserer Familie (ich denke hier an Verwandtschaft) innig liebe. Muss ich nicht. Familienmitglieder, die ich sehr mag, dürfen allerdings bedingungslos auf mich zählen.

1.) Habt ihr schon selbst eine Familie oder wollt ihr noch eine? Vielleicht wollt ihr ja auch gar keine?
Damit ist wohl gemeint, ob man in ehelichen Verhältnissen mit Kindern lebt? Ja - ich bin seit 10 Jahren mit meinem Mann verbandelt, wir haben zwei Buben.
Für mich war eigentlich immer klar, dass ich “Familie und Kinder” haben möchte. Mir gefällt dieser Verbund. Sich zu arrangieren ist nicht immer einfach, aber es ist eine schöne Lebensaufgabe, die viel Sinn und Freude bringt.
Trotzdem und das ist sehr gut so bin ich relativ spät ein “Familienmensch” geworden - geheiratet habe ich mit 30.

2.) Wie groß ist eure Familie? Wer gehört alles zu eurer Familie?
Ich kann mich gut erinnern, wie groß die Familie (Verwandtschaft) war als ich ein Kind war. Wir hatten zu vielen Verwandten regen Kontakt. Die früheren Generationen hielten wohl eher zusammen oder nahmen sich für Familienpflege viel mehr Zeit.
Heute zähle ich Eltern, Schwiegereltern, Großeltern beiderseits und einen Schwager zur engeren Familie.
Zu den anderen nahen Verwandten habe ich kaum noch Kontakt.

3.) Wie versteht ihr euch mit eurer Familie? Ist der Kontakt eng oder eher locker?
Mann und Kinder sehe ich ja täglich ;-) - wir kommen recht gut miteinander aus.
Der Kontakt zur “engeren” Familie ist sehr gut. Wir treffen uns öfter, feiern bestimmte Anlässe zusammen und telefonieren oft. Streitigkeiten gibt es kaum bis nie, weil wir es verstehen, für den anderen da zu sein ohne uns groß einzumischen.

4.) Wie viel bedeutet euch eure Familie? Braucht ihr “Familie” oder könntet ihr auch gut ohne?
Wieviel Familie braucht man? Es könnte gut sein, dass ich auch ohne auskomme. Dann nehmen wohl Freunde diesen Platz von engen Bezugspersonen ein. Ich möchte das aber nicht!
Mein Mann und meine Kinder sind mir sehr wichtig. Ich hoffe, mir bleiben alle drei noch sehr lange erhalten.

Intelligenz

.. ist eine menschliche Fähigkeit.
Der Begriff wird reichlich überstrapaziert und ist im Gegenzug dazu sogar messbar. Die Faktoren, die die Intelligenz bewerten, sind trotzdem nicht unbedingt einheitlich.
Im Gegenteil, es ist ein recht individueller Faktor. Oft genug reicht es schon, seine Umwelt auf eine besondere Art zu akzeptieren, aus ihr zu lernen, MIT ihr zu handeln und zu leben … um hochintelligent zu sein.
Was sich daraus ergeben kann, ist für manche Menschen nicht zu erahnen - möglicherweise weil ein gewissen Quäntchen Intelligenz dazu fehlt …

Schönheit

… ist wichtig! Sie erleichtert das Leben ungemein - davon bin ich überzeugt. Das fängt schon im Babyalter an. Niedliche, herzige Kinder (anderer Eltern, die eigenen Kinder sind immer die liebsten) hält man im allgemeinen für braver, für lieblicher - reizend eben. Sie haben es im Kindergarten einfacher und in der Schule auch …. spätestens beim ersten Vorstellungsgespräch fällt die Wahl ganz sicher auf “Schönheit” bei gleicher Qualifikation. Das heißt natürlich nicht, das weniger niedlichere oder schöne chancenlos sind, aber sie müssen sich eher beweisen und ihre Fähigkeiten ins rechte Licht rücken. Das ist ungerecht, aber das ändert nichts an der Tatsache.

Was “Schönheit” ist, ist eine reine Definitionsfrage und zum Glück nicht ganz einheitlich interpretiert. Wenige Glückliche haben so etwas wie “den goldenen Schnitt”, andere besondere Merkmale, die anziehen wieder andere bestechen durch Charme…
“Schönheit” kann man fördern, darauf sollte man nicht vergessen. Durch ein gepflegtes Äußeres, durch entprechende Kleidung etwa - die nicht teuer sein muss aber passend sein soll.

In einer Zeitschrift habe ich heute über Schönheitsoperationen gelesen. Nicht der “Schönheit” willen, ist der O-Ton, sondern wegen der Psyche. Für “sich schön sein” fördert das Selbstbewusstsein. Ja eh, das beweist doch eindeutig, dass “Schönheit” wichtig ist - die ganz individuelle, aber im Endeffekt doch für die Mitmenschen, die einen beurteilen.

Rauchverbot

Nachdem einige Länder ein totales Rauchverbot in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden beschlossen haben, fand ich den österr. Mittelweg gut. Die Gastronomie stellt eigene (abgeschlossene) Raucherzonen zur Verfügung, kleinere Lokale haben die Wahl zwischen Nichtraucher - und Raucherbetrieb.
Ab gestern ist alles anders - zumindest die Diskussionsbasis! Als ob unsere Regierung nicht andere Probleme hätte, lässt sie (bzw. ein Teil davon) mit dem Rauchverbot aufhorchen.

Selbstverständlich bin ich als Gelegenheitsraucher dafür, Nichtraucher und Kinder zu schützen und zwar dort wo es Sinn macht. Ich möchte auch nicht überall vollgequalmt werden, aber ich sehe auch, dass in bestimmten Lokalen die Raucherecken ziemlich einsam aussehen und im Raucherbereich akuter Platzmangel herrscht.
Mit militanten Nichtrauchern zu diskutieren macht jedenfalls wenig Sinn. Sie warten mit überzogenen Statistiken auf, die ihre Argumenten völlig unglaubwürdig dastehen lassen. Die Erkrankungs- und Sterberate liest sich in Horrorzahlen, jedoch muss man sie schon hinterfragen.

Ich bin dagegen, die Rauchergruppe so massiv auszugrenzen. Raucher sind weder Mörder noch Selbstmörder. Zigaretten sind immerhin legal erwerbbar und bringen den Staat noch dazu jede Menge Steuereinnahmen. Warum soll sich ein Raucher nun quasi verstecken oder schämen müssen?

Im Übrigen fühle ich mich in Gaststätten eher durch Betrunkene gestört als durch Zigarettenrauch. Auch diese Aufregung könnte meiner Gesundheit schaden.
Man sollte über ein Alkoholverbot nachdenken und natürlich über den fetten Schweinsbraten in bodenständigen Restaurants. Zwar schadet man dadurch nur der eigenen Gesundheit (Passivessen gibt es NOCH nicht) - aber es gibt Statistiken, dass man in Gesellschaft fettleibiger Personen leicht selbst zu Fehlernährung verleitet wird.

Drei Mädels

Wahre Freundschaft findet man selten. Ich habe zwar sehr viele Bekannte, die ich durch die Kinder, durch den Beruf und meine vielfältigen Aktivitäten kennen lerne, aber Freunde kann ich an einer Hand abzählen. Das kommt wohl daher, dass ich mir selten wirklich Zeit nehme, eine Bekanntschaft zu intensivieren. Die meisten Begegnungen überlasse ich dem Zufall und ich bin wohl selber als Freund meist unzuverlässig. Damit haben Bekannte sicher ein Problem, das ich verstehen, aber nicht ändern kann/will. Damit kann ich allerdings gut leben. Mein bester Freund ist ohnehin mein Mann ;-). Erzählen wollte ich allerdings von einer anderen Art von Freundschaft und von meinen zwei “Mädels”:

Mit zwei lieben Menschen, die ich schon von der Grundschule her kenne - und das sind immerhin fast 35 Jahre - verbindet mich eine besondere Beziehung, die Bestand und Wichtigkeit hat.
Wir sind grundverschieden, ich möchte fast sagen, uns trennen Welten.
Die beiden sind ungebunden und kinderlos, ich habe Familie. Die Eine ist ständig “on Tour”, geistert in der (VIP)-Welt genauso wie in Beziehungs(kisten) rum, sie ist leitende Angestellte in der Reisebranche. Die Andere ist sozial und politisch engagiert, hetzt von der einen zur anderen Veranstaltung, die sie oft genug selber organisiert, im Gesundheitswesen leitend tätig und nimmt sich keine Zeit für dauerhafte Beziehungen. Karriere- und Gesellschaftsmenschen, jedoch im positiven Sinne und auf verschiedenen Terrains. Ja - und ich habe Familie, wie gesagt….. meinen Vormittagsjob und meine Firma … und natürlich auch ein Leben, doch ruhiger - anders eben.

Seit rund 20 Jahren treffen wir uns genau drei Mal im Jahr. Aber das mit Konsequenz und Freude. Hat jemand von uns Geburtstag - wir sind alle im gleichen Jahr geboren - so gibt es ein gemeinsames Treffen bzw. Essen in einem Restaurant, das jeweils die zwei anderen spendieren. Das Lokal wird im Geheimen abgesprochen und ist für das Geburtstagskind jedes Mal eine “Überraschung”.
Was wir uns alles zu erzählen haben! Nicht nur Tratsch und Oberflächliches, nein wir haben Vertrauen und Verständnis für einander. Wir tolerieren uns ganz selbstverständlich, wie wir sind, mit all unseren Unterschieden und kontroversen Lebenseinstellungen. Wir hören einander zu und sprechen MITeinander. Ich finde diese Treffen äußerst interessant und spaßig. Sie zählen fast zu den Highlights des Jahres *gg*. Aus diesen Gesprächen nehme ich jedes Mal so viel mit, eben weil wir so verschieden sind und ich weiß, dass es den beiden “Mädels” auch so geht.

Jedes Mal nehmen wir uns dringend vor, uns so schnell wie möglich wieder zu treffen. Wir wissen jedoch nur zu gut, dass das nicht klappt. Nur die drei Mal, die sind uns “heilig”, auf die werden wir nie verzichten, komme was wolle… auch das ist Freundschaft - auch wenn wir uns so selten treffen und voneinander hören!

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