Beiträge mit dem Schlagwort 'Hexenkunst'

Heilkunde im Mittelalter

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Thema Mittelalter

Der Mensch im Mittelalter lebte noch im besonderen Maße von den Ressourcen, die die Natur bot. So nutzte er selbstverständlich die Heilkraft und Vorbeugung der allgegenwärtigen, unberührten Pflanzenwelt.

Klöster hatten bei der Bewahrung von antiken Pflanzenwissen eine zentrale Bedeutung. Die Mönche und Ordensbrüder schrieben bereits Bücher und fassten ihr Wissen sehr anschaulich zusammen. Einer der ersten Medizinpraktiker war Benedikt von Nursia, der um 529 in Montecassino wirkte. Sein Klosterleben war im Zeichen der Krankenpflege für Arme und Fremde ausgerichtet.
Bereits im Jahre 560 entstand unter der Leitung vom Benediktiner Cassiodor eine Schule für Ordensbründer, in der Heilwissen vermittelt wurde.

Von Kaiser Karl des Großen wurde per “Capitulare de villis” 812 genau festgelegt, wie das Klosterleben gestaltet sein soll. Die Gartengestaltung war dabei ein fixer Punkt. Rückblickend ergab sich der Begriff “Karlsgarten”. Es war vorgegeben, welche Obst-, Gemüse- und eben vor allem Kräutersorten angebaut werden müssen. Darunter befanden sich viele Heilpflanzen wie Anis, Eibisch, Ringelblume, Minze, Knoblauch oder Kerbel. Die Ordensbrüder sammelten auch Erfahrungen auf ihren zahlreichen ausgedehnten Reisen und brachten so neue Kräuter mit, die von Karl dem Großen in die Liste mit aufgenommen wurden. Die Ordensbrüder waren angehalten, die Pflanzen und deren Wirkung in Bezug auf Heilung, Linderung, Speisenzubereitung aber auch Konservierung zu studieren.
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Zauberpflanzen

Hexe sein ist heute “in” - so erfährt altes Heilwissen einen wahren Boom. Letzteres ist das Gute daran.
Es hat sie immer gegeben - die Hexen mit guten und bösen Absichten, mit hilfreichen, wohltätigen oder mit schädlichen, unheilbringendem Wissen bewandert in weiser oder schwarzer Magie. Ihre Kräfte schöpfen die Hexen aus den Kräften der Natur, in der Hauptsache gibt ihnen die Pflanzenwelt das nötige Rüstzeug zur Ausübung ihrer Zunft.

Seit Anbeginn der Menschheit werden Pflanzen als Nahrungs- und Heilmittel, für Bau- und Brennmaterial oder zum Schutz der Wohnstätten vor allem von Frauen gesammelt und erprobt. Im Lauf der Zeit sammelte sich unschätzbares Wissen - auch über psychoaktive Wirkungen.
In griechischen oder germanischen Mythen, in der Bibel, bei den Gebrüdern Grimm oder Goethe waren Zauberpflanzen selbstverständlicher Bestandteil des Geschehens. Sehr oft waren berühmte historische oder mythische Persönlichkeiten Zauberer oder Heilkundige. Unter dem Einfluss des Christentums wurde im Zuge der Hexenverfolgungen in über 300 Jahren wertvolles Volkswissen auf grausame Art ausgelöscht.
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Feuerlauf ist kein Spiel

Esoterik-Trip, Selbstfindung und -erfahrung, spirituell das Leben “meistern”, moderne Hexerei, selbsternannte Heiler und Seher, ominöse Shouts aus noch ominöseren Sphären, okkulte Brettspielchen online - das alles scheint sehr “in” zu sein.

Lese ich in verschiedenen Zeitschriften oder Homepages so überkommt mich das Gefühl, dass alte Lehren und Wissensschätze mehr als überstrapaziert werden. Es ist faszinierend und hilfreich zugleich, sich mit spirituellen Gedanken, tiefgreifender Seinsbedeutung oder mit bewusstseinserweiternden Vorgängen unseres Universums zu beschäftigen - doch es ist kein Hobby, sondern eine umfassende, ganzheitliche Lebens- und noch viel mehr Glaubenseinstellung. Ein Leben in Harmonie mit all seinen greifbaren und nicht greifbaren Ressourcen ist keine Wochenendbeschäftigung, Energien zu konzentrieren und zu bündeln, um sie gezielt einzusetzen, ist nicht gleich zu setzen mit einer schnellen Partie Tischtennis.

“Motivationstraining - Feuerlauf” als Betriebsausflug kann nicht gut gehen. “Wenn du das geschafft hast, kannst du alles” war das Motto. Einge davon zogen sich solche Brandwunden zu, dass sie im Krankenhaus ärztlich versorgt werden müssen.

Glaube versetzt Berge, nicht Mutproben aus Jux.

Hexensabbat

Gerede aus ferner Vergangenheit oder auch eine Sitte, die heute noch Bestand hat - wer weiß das schon. Der Volksglaube entstand ja aus Erklärungsversuchen und nicht aus belegbaren Fakten.

In der Nacht vom 31.07. zum 01.08. versammelten sich alle Hexen zu einem opulenten Fest. Es wurde ausgiebig gegessen, ekstatisch getanzt und sich dem sexuellen Vergnügen hingegeben, wobei die Vereinigung mit dem Teufel wohl der Höhepunkt des Festes darstellt.

Angereist wurde auf die absonderlichsten Weisen. Man nahm Hexenbesen oder gar behexte Menschen als Beförderungsmittel und vergaß die Hausgeister nicht. So wurden weite Strecken in Kürze bewältigt. Treffpunkt waren abgelegene Stellen wie Höhlen, Waldlichtungen oder besondere Orte wie natürliche Steinkreise etc.
Der Ort selbst war festlich ausgerichtet und mit Kerzen umsäumt, in der Mitte brannte ein großes Feuer. Nun konnte das Fest beginnen, wobei der Teufel gewöhnlich in Gestalt eines Ziegenbockes den Vorsitz übernahm. Oftmals wurde er von der Göttin Artemis begleitet.
Im Zuge des Festes selbst sollte es möglichst obszön und schaurig zugehen, um den Vorstellungen des Bösen im Angesicht des Teufels gerecht zu werden. Gegessen wurde zumeist Verfaultes oder Ekeliges - sagt man. Besonders gefragt waren demnach Spinnen, Käfer oder Ratten. So wurde wohl die Fantasie weiter gesponnen, dass auch kleine Kinder verspeist wurden.
Junghexen wurde ihr Werkzeug übergeben und sie wurden in geheime Rituale eingeweiht. Nach dem Mahl wurde über Gebühr und wild getanzt, was letztendlich in sexuellen Ausschweifungen und unüberschaubaren Orgien geendet haben soll.

Weitere bevorzugte Termine für einen Hexxensabbat sind:
Thomastag, 21. Dezember (die längste Nacht des Jahres)
Maria Lichtmeß, 2. Februar
Walpurgisnacht, 30. April (Treffpunkt Blocksberg)
Johannistag, 24. Juni (Sommersonnenwende)
Allerheiligen, 1. November

Walpurgisnacht

Die Nacht gut überstanden? ;-)

In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai wird einem besonderen Ritus gedacht - einem hexischen.

In der heutigen Zeit darf man sich dieser mystischen Nacht ohne Schande auf die eine oder andere Art hingeben, noch vor einiger Zeit5 wäre man dafür ohne Gnade am Scheiterhaufen gelandet.
Hexe sein ist heute wieder “in” - in all seinen guten wie bösen Facetten, wobei die modernen Hexen sich doch eher auf die Natur mit all ihren Kräften entsinnen, als dass sie ihren Zauber - so er denn funktioniert - in schlechter Absicht einsetzen.
Diese Nacht ist jene, in der die Hexen in Richtung “Blocksberg” im Harz unterwegs sind. Reitend auf ihren Besen - versteht sich. Dort treffen sich die bösen Mächte der Hexerei, um sich auszutoben. Da sie unterwegs alles verhexen sind allerlei Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dem Vieh gibt man in dieser Nacht am besten neun verschiedene ausgewählte Kräuter, um es zu schützen. Vor die Türen wurden Besen oder Mistgabel über Kreuz gelegt, um den Hexen den Zugang zu verwehren. Trägt man neun verschiedene Holzarten bei sich, so kann man die Hexen gut erkennen und ist vor deren Zauber gut geschützt.
Die mutigen Männer bleiben draußen und versuchen durch Peitschenknallerei oder Schießerei, die Hexen fernzuhalten. Je größer der Lärm, desto größer die Wirkung.

Heutzutage gibt es mancherorts, aber eher selten, ein großes Feuer, in dem eine Strohhexe verbrannt wird. In diesem Zusammenhang fällt auch das Maifeuer, das am Vorabend zum 1. Mai die Funktion hatte, Menschen, Vieh und Felder durch das Vertreiben der Dämonen gesund zu erhalten.

Und was machen die modernen Hexen von heute wirklich in dieser Nacht? Tja - diese Frage lasse ich hier einfach mal offen stehen ….

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