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Beiträge mit dem Schlagwort 'Gesundheit'

Fango

Tut mir etwas weh, was nicht wirklich nach Krankheit aussieht, dann schiebe ich den Arztbesuch lange vor mir her. Die Halswirbeln und die Nackenmuskulatur sind´s. Eh klar - einseitige Haltung vor dem Bildschirm, Telefonhörer “klemmen”, schweres Handtäschchen ;-) - das alles rächt sich irgendwann. Da hilft auch mehr oder weniger regelmäßiges Joggen wenig.

Nun bekomme ich einige Therapiebehandlungen. Elektro- und Magnetfeld, Streckbank und andere physiotherapeutische Übungen stehen am Programm. Für zu Hause habe ich eine Salbe und - das gefällt mir am besten - eine Fangoanwendung verschrieben bekommen. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas in dieser praktischen Anwendungsform gibt. Nicht dass ich mir (ekeligen) Schlamm auflegen muss - nein, der heilende Stoff wirkt aus einer Wärmepackung. Im Backofen wird der “Fangopolster” erhitzt und dann auf die entsprechenden Körperstellen aufgelegt - sauber, entspannend und wohltuend.

Sollte man sich öfter gönnen, nicht nur wenn es schmerzt.

Kräutergarten

Ich habe ein kränkeldens Kind zu versorgen! Nicht, dass ich DAS nicht will, aber nicht bei so einem Wetter! Ich will raus!
Ich hoffe, morgen geht es ihm wieder besser. Ein Magen- Darmvirus hat unsere Familie schon eine Weile fest im Griff. Es trifft jeden von uns … außer mich, weil ich ohnehin schon seit Wochen meinen Magen mit Medikamenten füttere. ;-)

Aus der Natur gibt es ebenfalls Hilfe für solche Beschwerden: Kamille zum Beispiel, aber auch Basilikum, Oregano, Rosmarin, Eibisch und bestimmt noch viele mehr. Wie gut, dass ich mich aus dem Kräutergarten bedienen kann.

071Die Kunde über die Heilkraft der Kräuter lässt sich bis in Urzeiten der Menschheit zurückführen. Jede Hausfrau, die Kräuter über Salate streut, mit Gewürzen und Kräutern exquisiten Speisen erst ihr unnachahmliches Credo verleiht, handelt demnach im Sinne jahrtausende alter Traditionen. Denn diese edlen Zutaten, die uns die Natur kostenlos zur Verfügung stellt, beinhalten weitaus mehr als Geschmacksverfeinerungen. Alle Kräuter sind gleichzeitig auch Heilkräuter. Archäologen fanden auf Pfahlbauten aus der Jungsteinzeit Reste von Mohn und Kümmel.
Mit sicherem Instinkt nutzten Naturvölker die Heilkräfte der Pflanzen. Dass sich um manche Pflanzen so Sagen und Geschichten ranken, verwundert wenig. Knoblauch soll etwa böse Geister abwehren oder die unzähligen Geschichten über Liebeszauber und das Erhalten ewiger Jungend sind nur zwei Beispiele dafür. Heute kann man wissenschaftlich erklären, dass manche Pflanzen eben aufgrund eines Schwefelgehaltes antibakteriell wirken oder gewisse Düfte bestimmte Gemütsstimmungen hervorrufen.

Die ältesten Heilkräuterkundler waren in China beheimatet. Um 3700 v.Chr. beschrieb der chinesische Kaiser Shin-Nong im ersten bekannten Heilpflanzenbuch mehr als 200 Kräuter. *Die Kraft deines Körpers liegt in den Säften der Kräuter* schloss er daraus. Die Assyrer, Chaldäer und Ägypter beschäftigten sich ebenfalls in hohem Maße mit Kräutern. Die große Zeit der Kräuterkundigen brach dann aber in der griechischen und römischen Antike an. Dieses Wissen war nahezu 2000 Jahre lang die Basis der abendländischen Medizin. Der berühmte Arzt Hippokrates (460 - 337 v.Chr. setzte nachweislich gezielt Pflanzen zur Unterstützung seiner Therapien ein. Der *Vater der Botanik* Theophrastus (372 - 287 v.Chr.) verfasste ebenso wie Aristoteles eine umfangreiche Heilpflanzenlehre. Die gesamte europäische Heilpflanzenkunde hat sich aus dieser Literatur entwickelt. Ein bedeutender Kräuterforscher des Altertums war auch der im kleinasiatischen Pergamon geborene Arzt und Philosoph Claudius Galenus, der durch seine Selbsterprobungen Aufsehen erregte. Es würde hier den Rahmen sprengen weitere historische Persönlichkeiten aufzuzählen.
Schließlich wurde vor allem durch Klostergärtner dieses Wissen über die Alpen in unseren Raum getragen.

Nicht nur die Medizin beschäftigte sich mit Kräutern. Von der griechischen Dichterin des klassischen Griechenland ist bekannt, dass sie ihr Haar mit Majoran salbte und die Kniekehlen mit Minze einrieb. Kleopatra soll den Duft von Nelken und Zimt bevorzugt haben. Wellness und Kosmetik standen auch damals schon hoch im Kurs.

Heute besteht die Möglichkeit, Kräuter in Labors chemisch zu analysieren und die Wirkstoffe zu extrahieren. So werden die wirkungsvollen Inhaltsstoffe bestätigt. Ätherische Öle, Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und viele andere Substanzen verbergen sich in nur einer Pflanze.

Gesundheit

… ist eigentlich alles was wir haben. Alles was bleibt, alles was man sich erhalten muss.

Ich kann nur jedem, der diese Zeilen liest raten, auf sie zu achten. Wenn der Körper Signale übermittelt, dann muss man sie ernst nehmen. Probleme und Problemchen zu verdrängen und auf die lange Bank zu schieben löschen sie nicht aus - im Gegenteil sie potenzieren sich.
Es nützt auch nix, seine Beschwerden durch Besuche bei einem Arzt, der die Materie nur oberflächlich behandeln kann = Allgemeinmediziner, zu transferieren und sich dadurch zu beruhigen. Er rät zumeist ja ohnehin, einen Facharzt aufzusuchen und verschreibt zwischenzeitige Medikamente, die die Signale, den Schmerz, aber nicht die Ursache beheben.
Ich weiß, dass es auch nix nützt, diesen Rat zu verdrängen und auf die gleiche lange Bank zu schieben.

Irgendwann tut man es dann - nämlich doch - und das Ergebnis ist, dass man sich nicht erklären kann, ES nicht früher getan zu haben. So werden aus Problemen und Problemchen ernsthafte Erkrankungen …

Einfach nur drüber nachdenken, mehr braucht es nicht.

Thema Ernährung

Diese Woche steht beim ORF unter den Themenschwerpunkt Ernährung. Gesund oder nicht gesund, fettleibig oder magersüchtig, konsumorientiert oder magenschonend; Tierschutz, regionale oder globale Zusammenhänge zwischen Ernährung und Wirtschaft, Politik oder Geschäftsmäßigkeit - all diese Schlagworte werden diskutiert und unter die Lupe genommen. Zwischendurch gibts auch Spielfilme zum Thema, um die schwere Kost leichter zu verdauen.

Mir passen diese Themen grad in meinen Denkprozess. Gestern habe ich zwar schon einiges versäumt, aber nicht alles ;-)
Auch zu diesem Thema scheiden sich die Geister, wie gestern in “offen gesagt” mitverfolgt werden konnte. Die letzte Weisheit hat wohl auch hier niemand mit dem Löffel gegessen.

Empfehlenswerte Sendungen dennoch - über das Essen spricht man ohnehin viel zu wenig, obwohl wir täglich damit umgehen müssen. Wen interessieren hier globale Zusammenhänge und Missstände oder tiefer liegende gesundheitliche Aspekte? Ein bisserl Aufklärung schadet nicht und lässt uns vielleicht das nächste Schnitzerl besser schmecken oder lässt uns gerne darauf verzichten.

F.X. Mayr - 21 von 42

Kaum zu glauben, drei Wochen sind nun schon vergangen, seit dem ich mancherlei Lebensmitteln abgeschworen habe. Zumindest für eine Zeitlang. In dieser Zeit tut sich allerhand.

Abgesehen davon, dass sich der gesundheitliche Allgemeinzustand durch die Fasterei ungemein verbessert hat, meine Kopfschmerzen wie weggezaubert sind, sich keine Magenschmerzen einfinden, die Verspannungen sich in Luft aufgelöst haben wird auch der Geist frei. Ich fühle mich so locker, frisch und offen wie schon lange nicht mehr und meine Konzentration ist um einiges erhöht.
Außerdem genießt man wieder mit allen Sinnen. Ich rieche plötzliche wieder Dinge, die ich schon gar nimmer wahr genommen habe. Und ich schmecke! Seit fünf Tagen esse ich wieder Kleinigkeiten, langes Kauen ist immer noch sehr wichtig. Der Geschmack eines weich gekochten Eies ist herrlich! - geht sonst im Sonntagsfrühstück eher unter. Ein Stück geräuchertes Forellenfilet - intensiv und doch fein. Reis mit Stangensellerie gedünstet, einige Streifen Parmesan - ein Gedicht!
Die genaue Essphilosophie, die hier dahintersteckt, möchte ich nun nicht dokumentieren. Das ist zu langwierig. Im Großen und Ganzen bleibt die Ernährung eine Weile noch ziemlich monoton. Magen, Leber und Darm müssen sich erst wieder vom “Urlaub” während der Fastentage ans Arbeitsleben gewöhnen.
Meine Befürchtungen, dass ich ohne Kaffee niemals leben kann, waren unbegründet. Das ist für mich eine echte Errungenschaft und ein richtiges Aha-Erlebnis. Ich habe nicht mit Kaffee gelebt, sondern der Kaffee mit mir - er hat es aber mengenmäßig ziemlich übertrieben.
Die F.X. Mayr Kur ist zum Abnehmen zwar nicht wirklich geeignet, aber natürlich verliert man an Gewicht. In drei Wochen sind es nun immerhin sechs Kilo! Ein zusätzlicher Bonus, über den ich mich nicht beschweren kann.

In dieser Zeit denkt man viel über seine Lebensgewohnheiten und auch über seine Essmuster nach. Plötzlich fällt es wesentlich leichter, korrigierend einzugreifen. Ich bin überzeugt davon, dass ich nach den nächsten drei Wochen, dem Kurende, bestimmt nicht rückfällig werde. Heißt nicht, dass ich mir nichts mehr gönne und die Lust am Genuss verlieren werde - sondern nur, dass sich das Bewusstsein für das Gute, das man sich täglich schenken kann, ein wenig gestärkt ist.

F.X. Mayr - 15 von 42

Heute ist der 10 Tag ohne feste Nahrung - ich fühle mich so gut wie noch nie! Unfassbar eigentlich! Um diesen Zustand zu halten, würde ich doch glatt für immer auf Nahrung verzichten ;-))
Morgen wird noch streng gemayrert, am Mittwoch bis Freitag beginnt der Eiweisaufbau, danach gehts an feste Speisen. Ich bin schon neugierig, wie meine Organe darauf reagieren werden.
Meine Ärztin steht mir jedenfalls bei, ohne sie könnte ich das auch gar nicht durchziehen.

Wer fastet hungert nicht, wer hungert fastet nicht!

Von wem dieser Ausspruch ist weiß ich jetzt nicht, aber er hat was.

Diese Therapie ist das beste Geschenk, das ich meiner Gesundheit - also mir - machen konnte.

F.X.Mayr - 9 von 42

Der vierte Tag ohne feste Nahrung schafft mich ein wenig. Ist doch so wie es meine Ärztin vorausgesagt hat - oder ist es gerade deshalb weil sie es vorausgesagt hat. Wie dem auch sei, es ist der Tag, an dem man sich fragt, warum man nichts isst, obwohl der Kühlschrank voll ist und überall Verlockungen rufen, laut und eindringlich. Da muss ich durch - erstaunlich jedenfalls, wie wenig Nahrung der Mensch in Wirklichkeit braucht. Sehr, sehr wenig offenbar.

Ich lese viel über das Fasten. Die Reinigung von Körper und Seele, seine Heilwirkung im Zusammenspiel. Hochinteressant, wie uns Lebensmittel beherrschen - meist leider die falschen.

Eine chinesische Weisheit dazu gefällt mir besonders gut:

Eine Krankheit hat viele Väter, die Mutter ist jedoch immer die Ernährung.

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