Rauchverbot
Nachdem einige Länder ein totales Rauchverbot in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden beschlossen haben, fand ich den österr. Mittelweg gut. Die Gastronomie stellt eigene (abgeschlossene) Raucherzonen zur Verfügung, kleinere Lokale haben die Wahl zwischen Nichtraucher - und Raucherbetrieb.
Ab gestern ist alles anders - zumindest die Diskussionsbasis! Als ob unsere Regierung nicht andere Probleme hätte, lässt sie (bzw. ein Teil davon) mit dem Rauchverbot aufhorchen.
Selbstverständlich bin ich als Gelegenheitsraucher dafür, Nichtraucher und Kinder zu schützen und zwar dort wo es Sinn macht. Ich möchte auch nicht überall vollgequalmt werden, aber ich sehe auch, dass in bestimmten Lokalen die Raucherecken ziemlich einsam aussehen und im Raucherbereich akuter Platzmangel herrscht.
Mit militanten Nichtrauchern zu diskutieren macht jedenfalls wenig Sinn. Sie warten mit überzogenen Statistiken auf, die ihre Argumenten völlig unglaubwürdig dastehen lassen. Die Erkrankungs- und Sterberate liest sich in Horrorzahlen, jedoch muss man sie schon hinterfragen.
Ich bin dagegen, die Rauchergruppe so massiv auszugrenzen. Raucher sind weder Mörder noch Selbstmörder. Zigaretten sind immerhin legal erwerbbar und bringen den Staat noch dazu jede Menge Steuereinnahmen. Warum soll sich ein Raucher nun quasi verstecken oder schämen müssen?
Im Übrigen fühle ich mich in Gaststätten eher durch Betrunkene gestört als durch Zigarettenrauch. Auch diese Aufregung könnte meiner Gesundheit schaden.
Man sollte über ein Alkoholverbot nachdenken und natürlich über den fetten Schweinsbraten in bodenständigen Restaurants. Zwar schadet man dadurch nur der eigenen Gesundheit (Passivessen gibt es NOCH nicht) - aber es gibt Statistiken, dass man in Gesellschaft fettleibiger Personen leicht selbst zu Fehlernährung verleitet wird.









