Mittelalter Quiz
Weil es grad so schon zum Thema der letzten und nächsten Tage passt:
Ich habe mehr oder weniger erraten: 21 Fragen.
Das ist ziemlich ordentlich ![]()
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In der Vorstellung der mittelalterlichen Denkweise war nichts dem Zufall überlassen und kein Ablauf der Natur ließ sich - zumindest mit bekannten Mitteln - manipulieren. Der göttliche Plan stand im Vordergrund.
Das menschliche Dasein reihte sich zwischen Himmel und Erde. Der Mensch als Ebenbild Gottes - verdammt durch Erbsünden und Laster. Ziel war es, die Gnade Gottes wieder zu erlangen. Das Leben des Menschen war also durch rituelle Vorkehrungen bestimmt, um letztendlich das Seelenheil zu erlangen. So lebte man in ständiger Angst, Fehler zu begehen oder fehlerhaften Ritualen zu verfallen. Gemeint ist hier z.B. Taufe, Teufelaustreibung, die Abwehr böser Geister, die richtigen Priester zu wählen, die Kommunion im richtigen Moment zu erhalten o.ä. - die Lebensführung war durch solche Ängste ständig in Gefahr.
Nach dem Werk von Papst Innozenz III (1198 - 1216) “Über das Elend des menschlichen Daseins” wurde bereits die Geburt eines Menschen als höchst beklagenswert empfunden. Dieses Werk war viele Jahrhunderte sehr bedeutend und drückt im Wesentlichen die Hoffnungslosigkeit und Trostlosigkeit des menschlichen Lebens bis hin zum Tode aus. Glanz und Elend, krasse Standesunterschiede, aber vor allem Naturkatastrophen trugen die Menschen.
Diese seelische Plage begleitete alle Menschen aller Stände durch das ganze Leben. Doch der mittelalterliche Mensch nahm jede Pein auf sich und ertrug die schlimmsten Leiden, ein Freitod war der verwerflichste Abgang aus dem Leben …
Der Mensch im Mittelalter lebte noch im besonderen Maße von den Ressourcen, die die Natur bot. So nutzte er selbstverständlich die Heilkraft und Vorbeugung der allgegenwärtigen, unberührten Pflanzenwelt.
Klöster hatten bei der Bewahrung von antiken Pflanzenwissen eine zentrale Bedeutung. Die Mönche und Ordensbrüder schrieben bereits Bücher und fassten ihr Wissen sehr anschaulich zusammen. Einer der ersten Medizinpraktiker war Benedikt von Nursia, der um 529 in Montecassino wirkte. Sein Klosterleben war im Zeichen der Krankenpflege für Arme und Fremde ausgerichtet.
Bereits im Jahre 560 entstand unter der Leitung vom Benediktiner Cassiodor eine Schule für Ordensbründer, in der Heilwissen vermittelt wurde.
Von Kaiser Karl des Großen wurde per “Capitulare de villis” 812 genau festgelegt, wie das Klosterleben gestaltet sein soll. Die Gartengestaltung war dabei ein fixer Punkt. Rückblickend ergab sich der Begriff “Karlsgarten”. Es war vorgegeben, welche Obst-, Gemüse- und eben vor allem Kräutersorten angebaut werden müssen. Darunter befanden sich viele Heilpflanzen wie Anis, Eibisch, Ringelblume, Minze, Knoblauch oder Kerbel. Die Ordensbrüder sammelten auch Erfahrungen auf ihren zahlreichen ausgedehnten Reisen und brachten so neue Kräuter mit, die von Karl dem Großen in die Liste mit aufgenommen wurden. Die Ordensbrüder waren angehalten, die Pflanzen und deren Wirkung in Bezug auf Heilung, Linderung, Speisenzubereitung aber auch Konservierung zu studieren.
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Hexe sein ist heute “in” - so erfährt altes Heilwissen einen wahren Boom. Letzteres ist das Gute daran.
Es hat sie immer gegeben - die Hexen mit guten und bösen Absichten, mit hilfreichen, wohltätigen oder mit schädlichen, unheilbringendem Wissen bewandert in weiser oder schwarzer Magie. Ihre Kräfte schöpfen die Hexen aus den Kräften der Natur, in der Hauptsache gibt ihnen die Pflanzenwelt das nötige Rüstzeug zur Ausübung ihrer Zunft.
Seit Anbeginn der Menschheit werden Pflanzen als Nahrungs- und Heilmittel, für Bau- und Brennmaterial oder zum Schutz der Wohnstätten vor allem von Frauen gesammelt und erprobt. Im Lauf der Zeit sammelte sich unschätzbares Wissen - auch über psychoaktive Wirkungen.
In griechischen oder germanischen Mythen, in der Bibel, bei den Gebrüdern Grimm oder Goethe waren Zauberpflanzen selbstverständlicher Bestandteil des Geschehens. Sehr oft waren berühmte historische oder mythische Persönlichkeiten Zauberer oder Heilkundige. Unter dem Einfluss des Christentums wurde im Zuge der Hexenverfolgungen in über 300 Jahren wertvolles Volkswissen auf grausame Art ausgelöscht.
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Unser Wohnzimmer ist seit gestern sowas ähnliches wie ein Lazarett. Beide Kinder sind krank, mir geht es auch nicht prickeld. Ein grippaler Infekt hat uns alle erwischt.
Im eigenen Bett bleiben will dennoch keiner so recht. Also haben wir auf dem großen Sofa unser Krankenlager aufgeschlagen.
“Erfinderin” eines Lazaretts - eines Militärkrankenhaus - ist übrigens Florence Nightigale, die Mitte des 19. Jhdts. im Krimkrieg Kranke verpflegte.
Das Wort selbst geht offenbar auf den Schutzheiligen der Kranken Lazarus zurück. Auf der Insel Santa Maria di Nazaretto wurde seinerzeit ein “Pestkrankenhaus” eingerichtet. Gerade um die Gegend von Venedig wurde Lazarus sehr verehrt. Im Volksmund wurde dieses Krankenhaus “Lazaretto” genannt.
… ich hoffe, Ihr hattet einen schönen!
Im germanischen Sprachstamm leitet sich der Sonntag vom lateinischen “dies solis” ab, was soviel wie Tag der Sonne oder des Sonnengottes bedeutet. Die romanischen Sprachen dagegen gehen mit “domenica, dimanche, domingo” (italienisch, französisch, spanisch) auf das christlich lateinische “dies dominicus) = Tag des Herrn zurück.
Im althochdeutschen war es der “sunnun tag”.
Seit dem 1.1.1976 ist der Sonntag nach “deutscher” Zählung der siebente Wochentag, nach christlich jüdischer Zählung der erste.
Dass das auch mal hier festgehalten wird ![]()
Zum Sonntag gäbe es wohl noch mehr zu recherchieren, aber das überlasse ich jetzt schlichtweg den Interessierten.


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