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Beiträge mit dem Schlagwort 'Fasten'

F.X. Mayr II, Tag 21

So - nun habe ich das Fasten nach F.X. Mayr tatsächlich gebrochen. Nach drei Wochen ohne Patzer! Ich habe mir heute ein Mineralwasser, ein stark prickelndes! gegönnt. Ist ja Sonntag, dachte ich mir. Mineral und ein kleines Bisschen Himbeersaft, damit es nicht gar so fad schmeckt. Nach Mayr natürlich eine Katastrophe ;-). Meinem Magen hat es allerdings fühlbar nicht geschadet.
Ich trinke generell zwar gerne Leitungswasser, aber nicht ausschließlich. Vom “blonden” Kräutertee - also kurz gezogener - halte ich gar nichts.
Dem Grillhuhn und den Bratkartoffeln konnte ich aber locker widerstehen. Für mich gab es gedünsteten Fisch und Karottengemüse. .. noch immer kein Salat.

Heuer sind meine Gelüste auf bestimmte Speisen und Getränke (Kaffee!!!) viel stärker als im letzten Jahr. Es ist zwar keine Quälerei weil ich für meine Konsequenz mit Wohlbefinden der besonderen Art belohnt werde. Fast keine Nackenverspannungen mehr, die Arthrose in der Halswirbelsäule macht mir im Moment keinen Kummer, keine Kopfschmerzen, keine Müdigkeit, keine schlechte Laune.

F.X. Mayr II, Tag 14

Zwei Wochen lebe ich nun schon ohne Kaffe, das ist das schwierigste am Heilfasten. Vor allem wenn mein Mann die Taste am Kaffeeautomaten drückt, die diesen herrlich verführerisch duftenden Kaffee in die Tasse befördert. Was für eine “Crema”! … und die genießt er dann schamlos neben mir.

Ansonsten klappt alles nach Plan. Die drei Tage mit ein wenig Essbarem habe ich hinter mir. Es ist wesentlich leichter nichts zu essen, als ein bisschen. Aber es wird einem wieder so richtig bewusst wie gut zum Beispiel ein weich gekochtes Ei schmeckt. Leider darf es dann aber nur eines sein, obwohl der Gusto, nicht der Hunger, nach mehr da ist. Trotzdem ein Genuss.
Heute gab es zu Mittag schon eine gute Portion Risotto mit Staudensellerie. Das Kauverhalten muss nun streng beibehalten werden, damit die Verdauungsorgane nicht ins Schleudern kommen. Ich bin generell keine schnelle Esserin, aber einen Happen kleiner Reiskörner, noch dazu in sämiger Risottoform so lange zu kauen, ist mehr als anstrengend!. Ich habe aber noch zwei Tage zum Üben, weil die Eintönigkeit in der nächsten Woche ernährungstechnisch eben wichtig ist - also Risotto auch morgen und übermorgen. Ohne Salat :-(.
Danach darf es wieder ein anderes Gericht sein. Einen Ernährungsplan für den Aufbau nach dem strengen Fasten gibt es nicht. Das Essen muss nur sehr einfach mit wenigigen Zutaten gehalten und basisch sein… und da ist die Auswahl ja riesig.

F.X. Mayr II, Tag 8

Mir geht es nach wie vor bestens ;-)
… ich könnte mich allenfalls wiederholen: Fasten macht den Kopf frei und man fühlt sich, als ob man Bäume ausreißen könnte. Kann man allerdings nicht, sollte ich vielleicht noch anmerken. Kraftproben solcher Art oder auch Ausdauersport im oberen Limit kann man während dieser Fasterei vergessen. Obwohl man sich gut fühlt, merkt man nach kurzer Zeit, dass doch ein wenig Energie fehlt. Nordic Walken, gemütliches Radfahren, Schwimmen und Spazieren klappen allerdings ohne Begleiterscheinungen. Mir fällt auf, dass ich durstiger bin als sonst und nehme zu allen “Outdoor” Aktivitäten eine kleine Wasserflasche mit.

Weil ich immer wieder auf das Abnehmen mit F.X. Mayr und den Gewichtsverlust angesprochen werde - auch an dieser Stelle:
Die F.X. Mayr - Kur ist ein Heilfasten, keine Diät. Der Gewichtsverlust stellt sich natürlich auch ein, aber nicht in so großem Ausmaß. Je nach Körpergewicht und dementsprechenden ersten Wasserverlust etc. nimmt man mehr oder weniger viel ab. Beispiel an mir: 7 Tage strenges Fasten bringen knappe 2 Kilo weniger auf der Waage. Das Gewicht reduziert sich erst, wenn man wieder zu essen beginnt. (und dann natürlich das Richtige laut F.X. Mayr)
Die Kur ist auf 5 Wochen begrenzt und hält strenge Regeln. Abnehmen hat aber vor allem mit dem Essverhalten etwas zu tun, d.h. dieses muss auf Dauer geändert werden, um erfolgreich abzunehmen und dieses Gewicht auch zu halten.
Außerdem braucht man für das Fasten die richtige Einstellung, sonst wird es doch zum Hungern und somit zur Qual.

F.X. Mayr II, Tag 5

Ich habe nun also schon tatsächlich viereinhalb Fastentage überstanden ;-)
Das “Überstehen” ist auch relativ einfach. Von Tag zu Tag merke ich, wie viel besser es mir geht. Die anfänglichen Entgiftungserscheinungen, der Kopfschmerz, die Gereiztheit sind weg, die begleitenden Maßnahmen zum Fasten - vor allem die! - tun mir überaus gut.

Sogar die Nackenverspannungen lindern sich von Tag zu Tag. Ob das nun wirklich vom Fasten kommt, kann ich nicht beschwören, aber es wird schon seinen Teil dazu beitragen. Es ist klar, dass Verspannungen auch durch Übersäuerung des Körpers entstehen. Die Ernährung - auch gesunde - an sich ist aber eher “sauer”. Seit einigen Wochen schlafe ich mit/auf einem Nackenstützkissen - vielleicht liegt die Entspannung auch (nur) daran.

Überraschend ist immer wieder für mich, dass ich absolut keinen Hunger verspüre. Am ersten oder auch zweiten Tag vielleicht ein Gusto auf “irgendwas - egal was”. Nichts könnte mich dazu verleiten, etwas zu essen - obwohl ich jeden Tag für meine Familie koche. Jetzt wahllos zu essen wäre auch eine Qual. Der Magen, alle Verdauungsorgane kämen damit nicht zurecht und würden recht beleidigt reagieren.
Sogar die Milch-Semmel-Prozedur würde ich lieber streichen. Aber sie ist für die Kauschulung und für die Produktion der Verdauungssäfte wichtig. F.X. Mayr wird sich dabei schon etwas gedacht haben. Den Hunger zu stillen kann nicht sein Ansinnen gewesen sein, weil Hunger gibts beim Fasten nicht.
Die Halbzeit des strengen Fastens ist nun erreicht. Danach beginnt die Milde Ableitungsdiät Stufe 1.

Die “Umwelt” reagiert wie schon im letzten Jahr eher verständnislos. Jeder - in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis gibts keine streng Fastenden - möchte mir etwas Ess- oder Trinkbares aufzwängen oder fragt ganz erstaunt warum ich (so radikal) abnehmen will. Kann sich denn wirklich niemand vorstellen, dass Fasten ein Beitrag zur Gesundheitsvorsorge ist?

F.X. Mayr, die II

Nachdem mir das Fasten nach F.X. Mayr im vorigen Jahr sehr gut getan hat, bin war ich auch in der heurigen Fastenzeit fest entschlossen, mir diese “Kur” wieder zu gönnen.

Einige familiäre Feierlichkeiten haben mich davon abgehalten, sofort nach dem Fasching (=Beginn der Fastenzeit ;-) ) mit dem planmäßigen Ablauf zu beginnen. Grundsätzlich dauert so eine FX.Mayr Fastenkur 6 Wochen. Davon eine Woche Vorbereitungszeit, 14 Tage strenges Semmel-Milch-Fasten und 3 Wochen Ernährungsaufbau.
Das geht sich nun bis Ostern nicht mehr aus. Also wird die Vorbereitungswoche kurzerhand - im Absprache mit meiner Ärztin - gestrichen… ab morgen wird also (nicht 14 sondern) 12 Tage lang Verzicht ziemlich groß geschrieben.

Die Motivation ist heuer nicht so wirklich da, leider. Im vorigen Jahr hoffte ich durch die reinigende Fastenzeit eine Besserung meiner Magenprobleme. Das und viele andere positive Auswirkungen stellten sich ja tatsächlich ein. Auch wenn mir das alles gut in Erinnerung ist, hält sich die Vorfreude diesmal in Grenzen …
Ich hoffe, ich halte trotzdem durch!

Soweit sind jedenfalls alle Vorbereitungen getroffen. Ich habe die Semmeln und die Milch parat! Außerdem Bittersalz, Basenpulver, verschiedene Essenzen und Mineralstoffe und auch das Gemüse für die Basenbrühe vorrätig. Gerüstet bin ich also - wird schon werden.

Fastenzeit

Zeit der Einkehr und Besinnung. Das Fasten ist in fast allen Kulturkreisen bekannt und wird auch weitreichend praktiziert. Meist befristet sich dieser tiefsinnige Brauch auf eine bestimmte Zeit. Im Christentum sind dies vor allem die Freitage, bestimmte Tage vor hohen kirchlichen Festen und vor allem die Karwoche vor den Osterfeierlichkeiten. Streng genommen auch die 40 Tage von Aschermittwoch bis Ostersonntag. Falls wer nachrechnet: 40 Tage, weil die Sonntage nicht als Fastentage zählen.

Streng genommen müsste heute also der zweite Fastentag überwunden sein. Ohne mich! Ich verschiebe meine Fastenzeit ein wenig und fange erst ma 18. Februar damit an - aber dann richtig. Ich ziehe wieder mein F.X. Mayr Fasten durch … weniger aus spirituellen Gründen als aus Wohlfühl- und Gesundheitsgründen. Es stimmt, Fasten reinigt Körper und Geist, das gönne ich mir einmal im Jahr!

Neuerdings gibt es auch Schlagworte wie Autofasten, Computerfasten usw. Ja - auch eine Möglichkeit, die Körper und Geist gut tut.

Gründonnerstag

Zu Gründonnerstag fällt Dir spontan Spinat ein? Mir auch, doch die Bedeutung grün kommt weder von der grünen Farbe des Spinates noch von der nun grün werdenden Natur. Vielmehr leitet sich der Begriff vom mittelhochdeutschen “grinen” ab, was soviel wie weinen bedeutet. Den christlichen Geschehnissen nach, wurden an diesem Tag die engsten Vertrauten Jesus zum Abendmahl gebeten. (Passahmahl)

Dennoch gilt dieser Tag heute als Fastentag, wobei eben vor allem grünes Gemüse erlaubt ist. Es verleiht Frische und Kraft. So bleibt es nicht aus, dass sich um Speisen auch Aberglaube rankt. Werden neun verschiedene Kräutersorten verspeist, beugt man Fieberanfällen vor. Honig, Linsen oder Hirse versprechen Geld, ein Apfel (mit Stiel und Gehäuse) verspricht Gesundheit. Ein Gründonnerstagsei soll gefährliche Tiere und Ungeziefer abwehren und stellen aufgehängt an Dachbalken einen Schutz vor Lawinen und Hochwasser dar. Pflanzen und Bäume wachsen an diesem Tag besonders gut an und auch Fensterblumen, die angesetzt werden, blühen besonders reich.
Mancherorts haben sich Bräuche mit lautem Krach erhalten, die Abwehrcharakter besitzen und auf den Frühlingsbeginn hinweisen. Die Dämonen des Winters werden endgültig vertrieben.

Aber zurück zum katholischen Glauben. In den Messen wird das Abendmahl mit Jesus gefeiert. Erinnert wird auch an das Waschen der Füße seiner Jünger. Füße waschen war Sklavenarbeit und symbolisiert somit Dienstbarkeit. Dieses Symbol hat sich bis heute erhalten. Schon 694 sind liturgische Fußwaschungen aus Spanien überliefert. Am Gründonnerstag wird das “Allerheiligste” aus den Kirchen getragen. Die Tabernakel bleiben leer und offen, die Altäre schmucklos.
Die Glocken bis zur Osternacht nicht mehr. Man glaubt, sie fliegen nach Rom… deshalb ist es vielerorts üblich, Gläubige mit Ratschen (Holzklappern) zur Messe zu rufen. Meist übernehmen das die Kinder der Gemeinden.

Der Fastentag kommt mir sowieso gelegen. Seit Montag schlage ich mich mit einer argen Magen-Darmverstimmung herum. Essen behalte ich kaum bei mir. Auch kein grünes Gemüse.

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