Schlemmereien
Feiertage, Festtage bedeuten oft genug, dass ich es mir ZU gut gehen lasse und feststellen muss, dass es eigentlich das Gegenteil bewirkt - kein gutes Gefühl am Tag danach.
Solche Tage bedeuten nämlich auch “gut gehen lassen” im Sinne von Schlemmen - vor allem im Kreise unserer Verwandtschaft.
Es wird zum Essen eingeladen, reichlich aufgetischt, Kuchen und Torten konkurrieren aufs Verführerischste miteinander. … ich fände es unhöflich (so bin ich erzogen worden), nein zu sagen, oder ausgerechnet an solchen Tagen, Kalorien zu zählen - ich fände es ebenso unverständlich, wenn ich stundenlang in der Küche Köstlichkeiten zubereite aber ein Gast es vorzieht, an Salatblättern zu knabbern. Treffen wir uns in einem Restaurant, so werden natürlich auch gerne Schmankerln gewählt, nicht die Fastenspeisen.
Nachdem wir gerne lange Zeit miteinander verbringen, kommt es vor, dass so ein Festtag - absichtlich weniger elegant ausgedrückt - zu einem echten “Fresstag” verkommt.
Um das Gewissen zu beruhigen gibt es vielleicht - vielleicht - ein “Spaziergangerl”. Die Uromas können ja nicht mehr so gut .. wie praktisch für alle.
Hinterher kommt vor allem innerhalb der weiblichen Verwandtschaft das große Jammern. Die Röcke zwicken, die Blusen spannen - immerhin hatten wir drei Festtage hintereinander zu begehen!
Ich frage mich immer wieder - und heute besonders, wie man so unkontrolliert sein kann und sich nicht gegenseitig etwas wirklich Gutes tut, indem man sich weniger in der Küche bemüht.
Abgesehen davon waren die heurigen Pfingstfeiertage und der Muttertag wunderschön.










