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Beiträge mit dem Schlagwort 'Brauchtum'

Mai

Mai
Maiglöckchen

Der Wonnemonat Mai steht volkskundlich für die Fruchtbarkeit und die Liebe. Oder doch nicht? Bei meinen Recherchen las ich recht widersprüchliches. So durfte bei den alten Römern in diesem Monat nicht geheiratet werden: “Hochzeit im Mai ruft den Tod herbei”. Und dennoch ist es der Monat der frisch erwachten Liebe. Naja, vielleicht doch nicht so widersprüchlich? Jedenfalls fand durch Jahrhunderte in vielen Gegenden Europas ein Ritual für Mädchen statt, bei dem sie einen Schlag mit der Lebensrute erhalten und mit Fruchtbarkeitswasser übergossen wurden.

Am ersten Mai wurde während des Mittelalters in ganz Europa der Frühling begrüßt. Auf diese Zeit geht das Aufstellen eines Maibaumes zurück. Um diesen geschmückten Baum wurde getanzt und gefeiert.

Zu seinem Namen kam der Mai wahrscheinlich durch den altitalischen Gott Maius, der als Beschützer des Wachstums gilt.

Der erste Mai steht im Zeichen des “Tages der Arbeit“.
Heuer - 40 Tage nach Ostern - wird “Christi Himmelfahrt” gedacht.
Außerdem ist in Deutschland Vatertag.

Osterhase

Er - der Osterhase - wird erstmals 1789 in einem Schweizer Kinderlied erwähnt, es gibt auch aus dem Jahre 1682 Hinweise durch den deutschen Protestanten Georg Franck von Franckenau aus Heidelberg auf ihn.
Es ist Brauch, dass der Osterhase den Kindern die bunt bemalten Eier bringt. Der Hase an sich ist (u.a. lt. mythologischen Aspekten) ein Symbol für die Fruchtbarkeit und Lebensfreude. Ein möglicher Zusammenhang besteht auch darin, dass der Hase ein “Mondtier” ist und das Osterfest am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert wird. In der mittelalterlichen Zeit wurden Schulden auch oftmals durch Hasen und/oder Eier abgeglichen, was vielleicht auch eine Verbindung, zumindest zwischen Hase und Eier herstellt.
Berühmtheit und festen Bestand erhielt der Osterhase aber ganz bestimmt durch die Schokoladenindustrie, hier wäre er und seine Häsinnen wohl kaum wegzudenken.
Eines ist jedenfalls sicher, gesehen hat ihn noch niemand.

Karsamstag - Speisenweihe

Der Karsamstag markiert das Ende der Fastenzeit. Es ist aber auch ein Tag, an dem man alle möglichen Reinigungsarbeiten vornehmen soll - Haus und Hof, Haare und Körper, außerdem soll man an diesem Tag dem Aberglaube nach besondere Kraft besitzen, die einem beim Verrichten harter Arbeit entgegenkommt.

Osterkorb
Osterkorb

Doch der Karsamstag, wie ich ihn kenne, hat eigentlich nichts mit Arbeit zu tun. Vielmehr werden an diesem Tag die Osterspeisen geweiht und danach genussvoll - nach der langen Fastenzeit - verzehrt. Hier gibt es regionale Unterschiede: in der kärntner Gegend verpackt man in den Osterkorb gekochten Beinschinken, geselchte Würste, gekochte Zunge, eine große Krenwurzel, eigens gebackenes Osterbrot, Reindling und gefärbte Ostereier. Über diesen Korb wird eine handgestickte Osterweihdecke geworfen, die jede Hausfrau parat hat. In der Kirche oder bei einem Kreuz versammeln sich die Leute, um nach einer Osteransprache bzw. Ostermesse die Speisen durch den Pfarrer weihen und segnen zu lassen. Nachdem der Inhalt dieses Osterkorbes regional verschieden ist, kommt es weniger auf die Zutaten als auf die Symbolik an. Man sagt auch, dass alle Geister in der Hölle an diesem Tag diese Predigten hören können.

Hlg. Joseph

Am 19. März ist der Tag des Heiligen Joseph. Als Ehemann der Mutter Jesu und Nährvater ist er Patron der Eheleute, Keuschheit und Jungfräulichkeit. Als Zimmermann ist er auch Patron der Arbeiter und Handwerker aber auch der Ingenieure und gilt mancherorts als Landespatron. In Österreich für die Bundesländer Kärnten, Steiermark, Tirol und Vorarlberg.
Der Josephitag ist seit dem 10. Jahrhundert als Gedenktag verzeichnet, wohl als Ersatz für die römische Göttin der Handwerker Minerva, und ist seit 1621 im römischen Kalender fix verankert.

Der 19. März ist darüber hinaus ein wichtiger Lostag für das Wetter. Schönes Wetter bringt ein gutes Jahr, Wind bedeutet jedoch Wind das ganze Jahr über. Ist es am Josephitag klar - folgt ein fruchtbares Jahr.

In den bäuerlichen Gegenden und weit verstreuten Gehöften ist es üblich zum Josephitag in größeren Dörfern und Städten einen Markt abzuhalten. So konnte die abgelegene Bevölkerung erstmals nach den Wintermonaten ins Dorf wandern und ihren Vorrat an Bekleidung, Hausrat und Nahrungsbedarf beschaffen. Dieses gesellschaftliche Ereignis hat sich bis heute erhalten, wenn auch nicht mehr der ursprüngliche Sinn bedeutsam ist, so werden vielerorts große oder kleinere Josephimärkte abgehalten. Das Angebot ist im Wesentlichen das Gleiche wie seinerzeit. Neben Alltagsbedarf und Haushaltsgegenständen wird für das leibliche Wohl gesorgt und Unterhaltung durch Vergnügungsparks geboten.

Osterfeuer

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Das Feuer ist den Menschen seit der Entdeckung heilig. Feuerbräuche gibt es sehr viele. Das Osterfeuer lässt sich von einem heidnischen Brauch ableiten, wonach die Frühlingssonne beim ersten Frühlingsvollmond mit einem Feuer begrüßt wurde. Das Feuer sollte die Sonne zur Erde herabziehen und ihre energetischen Kräfte auffangen bzw. empfangen.
Im christlichen Sinne entstand das Osterfeuer etwa um 700 in Frankreich. Die Symbolik des Feuers wird auf Gott, die Auferstehung und die Erscheinung Christus übertragen. Am Osterfeuer wird auch üblicherweise die Osterkerze angezündet und mit ins Haus genommen.
Vielerorts ist es auch heute noch Brauch, einen großen Reisighaufen anzuzünden. Die Menschen aus dem ganzen Ort treffen sich dort um zu beten, zu gedenken und letztendlich auch einige Rituale, die aus dem Feuer-Sonnenkult zu bewahren. Letzteres wahrscheinlich eher unbewusst. So springen mutige Burschen über das Feuer, tanzen Menschen um das Feuer herum oder lassen Ratschen lärmen.

Osterlamm

… als Sinnbild für alle Sünden der Welt. Stumm, klein, hilflos, wehrlos. Schon im Alten Testament wird das Lamm als Opfertier genannt und Christus wurde vom Apostel Paulus Osterlamm genannt, was seine Unschuld symbolisieren soll.
Daher ist zu Ostern der Brauch verbreitet ein Osterlamm zu schlachten und zu weihen.

Heutzutage besinnen sich die Menschen aus tierschutzgedanklichen Überlegungen darauf, ein Lamm aus Biskuitteig oder Rührteig zu verzehren.

Osterlamm

Entsprechende Backform besorgen!

8 Eier mit
200 g Staubzucker,
1 Packerl Vanillinzucker,
1 Prise Salz und
abgeriebener Zitronenschale gut schaumig schlagen.

160 g Mehl und 160 g Stärkemehl fein mischen und unter die Schaummasse rühren.

Zuletzt 100 g Öl oder Butterschmalz unterheben.

Im vorgeheizten Backrohr ungefähr 10 Minuten bei 220 Grad backen.

Palmsonntag

Nicht die Geburt Jesu Christi (Weihnachten) sondern die Auferstehung bildet den eigentlichen Kern der christlichen Religion. Deshalb ist Ostern das Hauptfest und zugleich auch das älteste Fest der christlichen Kirchen. Viele regionale religiöse Bräuche haben sich bis heute erhalten.
Auch im übertragenen Sinne lässt sich die Botschaft dieses Festes erkennen: die Auferstehung (das Erwachen) der im Winter scheinbar abgestorbenen Natur. Im Volksglauben fehlen zu dieser Zeit auch Liebes- und Wetterorakel nicht. Zudem gibt man sich nach der langen Fastenzeit wieder gerne der Völlerei hin.

Ostern
Palmstrauß

Am Palmsonntag wird ein Palmstrauß, meist grüne Zweige, Palmkätzchen, Haselzweige, Weidenruten oder je nach Region und Brauch ähnliches gebunden und mit Schleifen, bunten Ostereiern und Brezeln geschmückt, zur Erinnerung an Christi Einzug in Jerusalem geweiht. Den Strauß hält man in der Hand oder - je nach Region - bindet ihn an einen oft mehrere Meter langen Stab.
Mancherorts ist es üblich einen Esel zu schmücken und mit einer darauf sitzenden Christusstatue durch das Dorf zu führen. Wer den Esel ein Stückchen zieht, dem werden alle Sünden genommen. In der Kirche selbst werden Leidensgeschichten erzählt und die Heilige Messe zum Palmsonntag gelesen.
Nach der Messe geht man mit dem Palmstrauß drei Mal um das Haus, um Unglück abzuwenden.
Der Palmzweig wird das ganze Jahr über aufbewahrt. Er schützt vor Blitzschlag und Hexen. Ein paar Palmkätzchen werden auch gerne unter das Saatgut gemischt oder man schluckt sie als vorbeugende Maßnahme gegen Fieber und Halsschmerzen. Sie sollen auch ein Mittel gegen Warzen sein und orakeln Tod oder Krankheit.

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Der Mensch überwindet Hindernisse, um endlich Ruhe zu haben und findet dann nichts so unerträglich
wie Ruhe.
H. Adams
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