Tja viele Blogs könnten ein Lied davon singen und viele “Soll ich soll ich nicht kommentieren”-Leser ebenso. An die Unentschlossenen: dafür ist diese Funktion da - zum Mitreden, Dementieren, Kommentieren, Senfen - wie auch immer. Jede Meinung zählt schließlich.
Ich stieß kürzlich auf ein älteres Posting im successful-blog. 10 Gründe werden dort genannt, warum viele Blogs bzw. deren Beiträge kaum Kommentare erhalten bzw. warum man nicht kommentieren möchte.
Das liest sich dann in etwa so:
1. Der Beitrag ist so ausführlich und gut geschrieben. Was soll ich da noch dazuschreiben?
2. Der Inhalt des Betrages ist neu, aber eh interessant für mich, ich muss erst nachdenken. Außerdem steht noch kein Kommentar da, ich möchte nicht der erste sein, um nicht ins Fettnäpfchen zu treten.
3. Ich würde ja gerne etwas schreiben. Aber hier tummeln sich nur Freunde, ich will mich nicht einmischen. Die wollen bestimmt unter sich bleiben.
4. Die Leute, die hier kommentieren sind auf Streit aus. Da mache ich nicht mit.
5. Kommentare werden nie beantwortet. Wozu soll ich hier meine Worte hinterlassen?
6. Nur Insider zum Thema hier. Da falle ich mit meiner Unprofessionalität nur auf, lieber nichts schreiben, damit ich mich nicht blamiere.
7. Schöner Blog, guter Beitrag. Nur jetzt bin ich gerade zu müde, zu beschäftigt - ich schau morgen wieder vorbei - ganz sicher.
8. Am Ende des Beitrages wird man aufgefordert, seine Meinung zu hinterlassen. Das ist sehr bedeutungsvoll und überfordert mich. Auch hier: ich will mich nicht bloß stellen.
9. Es ist ziemlich kompliziert, ein Kommentar zu hinterlassen. Registrierung, Spamschutzprozedere halten mich davon ab.
10. Dieses Thema finde ich überall, ich kann ja nicht immer dasselbe Kommentar hinterlassen.
Wenn ich mich als Kommentator sehe, erkenne ich mich wohl in der Hälfte der angeführen Punkte. Wenn ich mich als Schreiber betrachte, dann nicht wirklich.