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Beiträge mit dem Schlagwort 'Aberglaube'

Halloween

.. reizt mich überhaupt nicht - oder doch? Ich mag diesen übergeschwappten Brauch nicht sonderlich, ich finde keinen Weg zum Sinn - obwohl es - das Fest? - angeblich tiefe Wurzeln hat. Ich bemühe mich um Bräuche und Brauchtum, aber ich bin bodenständig. Wie alte Leute eben sind - sagen meine Kinder!

Hätte ich keine Kinder, die halloweeninfiziert sind - ginge der morgige Abend spurlos an Gruseleien und “Bettelei um Süßes” vorüber. Ist aber nicht so. Meine Racker schleppten mich heute in einige Geschäfte, wo sie sich für morgen rüsteten. Grausige Masken, schwarze Umhänge, Luftschlangenspray - alles furchterregendes Zeugs - kurz vor der Kasse hätte ich am liebsten eine (unsinne) vergebliche Diskussion über Sinn und Unsinn von Brauchtum gehalten - aber dann wäre wohl ich das Gruseligste für die Kinder gewesen.
Mit Süßem decke ich mich morgen ein - nicht dass mir noch ein Gruselmonster einen Streich spielt, den ich ja wirklich nicht verdiene!

Nein - ich denke, auch Kinder müssen ihre Feste mit ihren Freunden feiern können. Hätten meine Eltern gewisse Bräuche unterbunden oder nicht ins Bewusstsein gebracht, würde ich mich heute wohl nicht dafür interessieren….

Laurentius

… nicht vergessen! Heute bzw. die nächsten Tage den Blick nach oben richten - es könnte sich die ein oder andere Sternschnuppe oder gar ein beachtlicher Sternschnuppenregen zeigen!
Einen möglichen Hintergrund gibt uns Laurentius.

Über Kärnten soll es - laut einem Zeitungsbericht - in der Nacht auf Sonntag besonders viele “leuchtende Tränen” zu beobachten geben. Die Sternwarte in Klagenfurt bietet ab 21.00 Uhr entsprechende Programme an.

Hexensabbat

Gerede aus ferner Vergangenheit oder auch eine Sitte, die heute noch Bestand hat - wer weiß das schon. Der Volksglaube entstand ja aus Erklärungsversuchen und nicht aus belegbaren Fakten.

In der Nacht vom 31.07. zum 01.08. versammelten sich alle Hexen zu einem opulenten Fest. Es wurde ausgiebig gegessen, ekstatisch getanzt und sich dem sexuellen Vergnügen hingegeben, wobei die Vereinigung mit dem Teufel wohl der Höhepunkt des Festes darstellt.

Angereist wurde auf die absonderlichsten Weisen. Man nahm Hexenbesen oder gar behexte Menschen als Beförderungsmittel und vergaß die Hausgeister nicht. So wurden weite Strecken in Kürze bewältigt. Treffpunkt waren abgelegene Stellen wie Höhlen, Waldlichtungen oder besondere Orte wie natürliche Steinkreise etc.
Der Ort selbst war festlich ausgerichtet und mit Kerzen umsäumt, in der Mitte brannte ein großes Feuer. Nun konnte das Fest beginnen, wobei der Teufel gewöhnlich in Gestalt eines Ziegenbockes den Vorsitz übernahm. Oftmals wurde er von der Göttin Artemis begleitet.
Im Zuge des Festes selbst sollte es möglichst obszön und schaurig zugehen, um den Vorstellungen des Bösen im Angesicht des Teufels gerecht zu werden. Gegessen wurde zumeist Verfaultes oder Ekeliges - sagt man. Besonders gefragt waren demnach Spinnen, Käfer oder Ratten. So wurde wohl die Fantasie weiter gesponnen, dass auch kleine Kinder verspeist wurden.
Junghexen wurde ihr Werkzeug übergeben und sie wurden in geheime Rituale eingeweiht. Nach dem Mahl wurde über Gebühr und wild getanzt, was letztendlich in sexuellen Ausschweifungen und unüberschaubaren Orgien geendet haben soll.

Weitere bevorzugte Termine für einen Hexxensabbat sind:
Thomastag, 21. Dezember (die längste Nacht des Jahres)
Maria Lichtmeß, 2. Februar
Walpurgisnacht, 30. April (Treffpunkt Blocksberg)
Johannistag, 24. Juni (Sommersonnenwende)
Allerheiligen, 1. November

Sonnenwende

Ich hinke zwar schon einen Tag hinterher, aber die schöne Zeit ist nicht die Zeit, die ich vor dem Bildschirm vergeuden will. Der Sommer ist meine Zeit - je heißer, desto lieber.

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Gestern war der Zeitpunkt der Sonnenwende. Die Sonne kehrt also ihre durch die Schiefe der Ekliptik bewirkte Bewegung um und nähert sich wieder dem Himmelsäquator. Im Sommer erreicht sie somit die höchste nördliche Koordinate oder Deklination.
Das ist in den meisten Ländern Europas und der USA gleichzeitig der Sommeranfang. Heuer wurde er, der Sommer, ja gebührend in Empfang genommen. Tropische Temperaturen und leider auch heftige Unwetter. Unsere Gegend blieb Gott sei Dank weitgehend davon verschont. Der Hagel und Sturm hat Klagenfurt nur gestreift.

Dem Volksglauben nach begeht man zur Sonnenwende Reinigungs- und Fruchtbarkeitsriten, die sich vornehmlich an die Zunkunft richten. Dazu gehört das Abbrennen von Holzstößen und das Überbringen des Feuers. In nördlicheren Ländern hat die Sommersonnenwende größere Bedeutung als weiter südlich. Hier spricht man von den “Weißen Nächten” und man feiert den Mittsommer.

Das Wort “Sommer”an sich gehört zu Sanskrit (sama), was soviel wie Jahreshälfte bedeutet. Früher gab es ja lediglich eine Zweiteilung des Jahres -Frühling und Herbst sind spätmittelalterliche bzw. neuzeitliche Erscheinungen.
In vielen alten Frühlingsbräuchen findet sich jedoch bereits eine immer wieder anzutreffende Personifizierung des Sommers. Mit einigen abergläubischen Überlieferungen steht der Sommer doch auch für sich alleine eindeutig in Verbindung.

Wie dem auch sei, ich hoffe, der Sommer bleibt ein Sommer. Ein erträglicher für alle Hitzeempfindlichen und ein schöner für alle Sonnenanbeter.

Juni

Ein paar Worte im Sinne des Volksglaubens zum Juni:

Der Monat Juni ist nach der römischen Göttin Juno benannt und wird im allgemeinen als Brachmonat bezeichnet - jetzt werden die sogenannten Brachfelder bewirtschaftet. Durch das Wetter im Juni lässt sich dem Volksglauben nach gut das Wetter im Dezember nachsagen. Ist der Juni heiß - wird der Dezember kalt…. ob das heutzutage in Zeiten des Klimawandels noch Gültigkeit hat?

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Walpurgisnacht

Die Nacht gut überstanden? ;-)

In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai wird einem besonderen Ritus gedacht - einem hexischen.

In der heutigen Zeit darf man sich dieser mystischen Nacht ohne Schande auf die eine oder andere Art hingeben, noch vor einiger Zeit5 wäre man dafür ohne Gnade am Scheiterhaufen gelandet.
Hexe sein ist heute wieder “in” - in all seinen guten wie bösen Facetten, wobei die modernen Hexen sich doch eher auf die Natur mit all ihren Kräften entsinnen, als dass sie ihren Zauber - so er denn funktioniert - in schlechter Absicht einsetzen.
Diese Nacht ist jene, in der die Hexen in Richtung “Blocksberg” im Harz unterwegs sind. Reitend auf ihren Besen - versteht sich. Dort treffen sich die bösen Mächte der Hexerei, um sich auszutoben. Da sie unterwegs alles verhexen sind allerlei Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dem Vieh gibt man in dieser Nacht am besten neun verschiedene ausgewählte Kräuter, um es zu schützen. Vor die Türen wurden Besen oder Mistgabel über Kreuz gelegt, um den Hexen den Zugang zu verwehren. Trägt man neun verschiedene Holzarten bei sich, so kann man die Hexen gut erkennen und ist vor deren Zauber gut geschützt.
Die mutigen Männer bleiben draußen und versuchen durch Peitschenknallerei oder Schießerei, die Hexen fernzuhalten. Je größer der Lärm, desto größer die Wirkung.

Heutzutage gibt es mancherorts, aber eher selten, ein großes Feuer, in dem eine Strohhexe verbrannt wird. In diesem Zusammenhang fällt auch das Maifeuer, das am Vorabend zum 1. Mai die Funktion hatte, Menschen, Vieh und Felder durch das Vertreiben der Dämonen gesund zu erhalten.

Und was machen die modernen Hexen von heute wirklich in dieser Nacht? Tja - diese Frage lasse ich hier einfach mal offen stehen ….

Montag …

Neue Woche, neues Glück,
der Montag bringt den Schwung zurück.
sagt ein deutsches Sprichwort

Ich merke nix davon. Der Montag ist eindeutig nicht meins. Da nützt auch ein tolles Wochenende nix. Blau machen ist aber auch nicht drin.

Der Montag ist der Tag des Mondes.
Im Mittelalter wurden Sonntagsfeiern gerne bis zum Montag ausgedehnt, woraus dann eben der “blaue Montag” entstand - ursprünglich nach den blauen Altarumhängen in den Kirchen am Montag vor Aschermittwoch benannt. Weil aber nicht nur an einem Montag im Jahr “blau” gemacht werden kann, bleiben wir lieber bei den Sonntags- bis Montagsgelagen.

Der Aberglaube sagt außerdem: Montag ist - wie die meisten ungeraden Tage - ein Unglückstag, Montagskinder sind Pechkinder, Montagsarbeit gedeiht keinesfalls. Montags wird auch nicht geheiratet und von Taufen ist abzuraten.

Alles in allem - Montag eben.

Schöne Woche!

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