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Beiträge der Kategorie 'Volksglaube'

Osterlamm

… als Sinnbild für alle Sünden der Welt. Stumm, klein, hilflos, wehrlos. Schon im Alten Testament wird das Lamm als Opfertier genannt und Christus wurde vom Apostel Paulus Osterlamm genannt, was seine Unschuld symbolisieren soll.
Daher ist zu Ostern der Brauch verbreitet ein Osterlamm zu schlachten und zu weihen.

Heutzutage besinnen sich die Menschen aus tierschutzgedanklichen Überlegungen darauf, ein Lamm aus Biskuitteig oder Rührteig zu verzehren.

Osterlamm

Entsprechende Backform besorgen!

8 Eier mit
200 g Staubzucker,
1 Packerl Vanillinzucker,
1 Prise Salz und
abgeriebener Zitronenschale gut schaumig schlagen.

160 g Mehl und 160 g Stärkemehl fein mischen und unter die Schaummasse rühren.

Zuletzt 100 g Öl oder Butterschmalz unterheben.

Im vorgeheizten Backrohr ungefähr 10 Minuten bei 220 Grad backen.

Palmsonntag

Nicht die Geburt Jesu Christi (Weihnachten) sondern die Auferstehung bildet den eigentlichen Kern der christlichen Religion. Deshalb ist Ostern das Hauptfest und zugleich auch das älteste Fest der christlichen Kirchen. Viele regionale religiöse Bräuche haben sich bis heute erhalten.
Auch im übertragenen Sinne lässt sich die Botschaft dieses Festes erkennen: die Auferstehung (das Erwachen) der im Winter scheinbar abgestorbenen Natur. Im Volksglauben fehlen zu dieser Zeit auch Liebes- und Wetterorakel nicht. Zudem gibt man sich nach der langen Fastenzeit wieder gerne der Völlerei hin.

Ostern
Palmstrauß

Am Palmsonntag wird ein Palmstrauß, meist grüne Zweige, Palmkätzchen, Haselzweige, Weidenruten oder je nach Region und Brauch ähnliches gebunden und mit Schleifen, bunten Ostereiern und Brezeln geschmückt, zur Erinnerung an Christi Einzug in Jerusalem geweiht. Den Strauß hält man in der Hand oder - je nach Region - bindet ihn an einen oft mehrere Meter langen Stab.
Mancherorts ist es üblich einen Esel zu schmücken und mit einer darauf sitzenden Christusstatue durch das Dorf zu führen. Wer den Esel ein Stückchen zieht, dem werden alle Sünden genommen. In der Kirche selbst werden Leidensgeschichten erzählt und die Heilige Messe zum Palmsonntag gelesen.
Nach der Messe geht man mit dem Palmstrauß drei Mal um das Haus, um Unglück abzuwenden.
Der Palmzweig wird das ganze Jahr über aufbewahrt. Er schützt vor Blitzschlag und Hexen. Ein paar Palmkätzchen werden auch gerne unter das Saatgut gemischt oder man schluckt sie als vorbeugende Maßnahme gegen Fieber und Halsschmerzen. Sie sollen auch ein Mittel gegen Warzen sein und orakeln Tod oder Krankheit.

März

Der Monatsname März leitet sich vom römischen Kriegsgott Mars ab und war im Julianischen Kalender der erste Monat des Jahres. So finden sich in diesem Frühlingsmonat viele Neujahrsbräuche wieder. Der alte Jahresgott wurde durch Peitschenknallen und Schläge vertrieben und der Frühlingsbote begrüßt. Heute werden diese Riten durch Faschingsbräuche, die in den vorgehenden Monaten beginnen, ersetzt. Der Kampf zwischen Winter und Sommer oder die Dämonenbekämpfung erinnert jedenfalls daran. Erhalten haben sich vielerorts das Märzfeuer und das Ausrufen der Lenzpaare.

Bis zu Beginn der Neuzeit gab es noch keine vier Jahreszeiten, sondern lediglich Sommer und Winter. Älter als der Begriff Frühling ist das Wort Lenz. In den Frühlingsfeiern werden die bekannten Frühlingsboten begrüßt. Seien es die Blumen und Blüten, das Maiengrün, die erste Schwalbe oder etwa der Kuckuck. Neben vielen Frühlingsliedern und Frühlingsfeiern ist der Sonntag Lätare (der dritte Sonntag vor Ostern), das Osterfest selbst und der erste Mai zu den alten Bräuchen zu zählen. Von diesen Festen wird jedoch in nächsten Monaten mehr zu berichten sein, da sie kalendermäßig auch dort hin zuzuordnen sind.

Der März ist ein Monat voller Aberglaube. So wird erzählt, dass der Märzschnee und das Märzwasser unrein ist uns somit bestenfalls als Waschwasser oder zum Auswaschen von eitrigen Wunden! verwendbar sei. Wirksam sind auch Bäder im Märzwasser gegen Wurmbefall, also alles “unreine, ekelige” soll damit vom Leib gehalten werden. So schließt sich daraus, dass es ein Schönheitsmittelchen ist, bekämpft es Sommersprossen - die auch Märzflecken genannt werden -, verhilft zu reinster und hellster Haut und lässt Flechten und Schuppen verschwinden. Heilkraft wurde diesem Wasser auch bei Augenleiden nachgesagt.
Die Märzsonne sollte man hingegen meiden, da sie dem Volksglauben nach weder gut für die Augen noch für die Gesundheit im allgemeinen sein soll.

Botanisch gesehen ist die Frühlingsknotenblume der erste Bote. Sie wird auch Märzglöckchen genannt. Die Zwiebeln dieser Blume oder des Schneeglöckchens werden bzw. wurden ausgegraben und den Kühen zum Futter gemischt, damit ihnen nicht durch Zauber die Milch genommen werden könne.

Schalttag

Dass ein Schaltjahr dem Volksglauben nach nicht Gutes bedeuten kann ist ja klar. Alles was von der Norm und dem Geregelten abweicht ist suspekt und bringt Unheil. Wichtige Vorhaben gelingen nicht, die Saat geht nicht auf usw. usf. … na lassen wir uns überraschen ;-)

Der Februar hat in einem Schaltjahr also 29 Tage. Interessant ist dass eigentlich nicht der 29. der Schalttag ist, sondern dass der 24. doppelt gezählt wird. Diese Vorgangsweise bezeugt jedenfalls der Julianische Kalender. Notwendig ist dieser Schalttag, damit unser Kalender, der auf ganze Zahlen aufgebaut ist, sich den unrunden astronomischen Größen angleicht. Sonst passt irgendwann gar nichts mehr zusammen.
Unser gregorianischer Kalender wurde im 16. Jhdt. entwickelt und im Laufe der Zeit von den meisten Staaten übernommen (in China z.B. erst 1946), davor war der Julianische Kalender in Gebrauch, der schon Schalttage kannte. Immerhin wurde er etwa 50 v.Chr. berechnet. J. Cäsar beauftragte einen ägyptischen Astronomen damit, wobei die Ägypter schon lange vorher ihre Mond- und Sonnenkalender hatten.
Schon enorm, was die Menschen damals ohne großes technisches Hilfsmittel zu deuten wussten.

Viel Grund zum Feiern haben heute wohl die Geburtstagskinder. Für die Jahre dazwischen empfehlen sich die Trostgründe für die Unglücklichen, die am 29sten Februar geboren sind.

Aromatherapie

aroma
Duftlampe

Wir sind ständig von faszinierenden Düften umgeben. Unsere Sinne reagieren klarerweise ganz besonders auf Wohlgerüche.
Aromen der Pflanzen (z.B.) können weit mehr als nur unserem Geruchsinn zu schmeicheln: Sie können mithelfen Krankheiten zu lindern, fördern die allgemeine Entspannung und beugen vielen Erkrankungen wirksam und ohne großen Aufwand vor. Wichtig ist, dass die Düfte bewusst aufgenommen werden und für Entspannung sorgen.

Die Aromatherapie ist eine ganzheitliche Heilmethode, die mit Hilfe ätherischer Öle pflanzlichen Ursprungs Einfluss auf körperliche, seelische und geistige Vorgänge nehmen kann. Stoffe tierischen Ursprungs werden grundsätzlich abgelehnt, da sie oft das Leid der Tiere durch ihren Tod zur Herstellung von Ölen mit sich bringen.
Nach einer ersten groben Einteilung sind Blumen, Bäume, Kräuter und Büsche die vier Pflanzengruppen, die für die Gewinnung der aromatischen Heilsubstanzen in Frage kommen. Zur Herstellung finden wiederum nur bestimmte Pflanzenteile Verwendung, wie zarte Blütenblätter, das Holz oder die Blätter von ausgewählten Bäumen und Sträucher oder Schalen von Zitrusfrüchten.
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Mondfinsternis

Soll ja romantisch gewesen sein, heute in den Morgenstunden. Aber wer tut sich das an? ;-)
Die extremen Frühaufsteher und die extremen Spätzubettgeher.
Ich nicht. Das sehe ich sowieso im Fernsehen - abgespult in ein paar Minuten, wenn überhaupt so lange.
Wie unromantisch ich doch bin. Der Mond, mit roter Seide umsponnen, was für ein Anblick, was für Emotionen - über Stunden. Herrliche Momente im Morgengrauen - und es nennt sich doch nur schlicht “Mondfinsternis”.

In sehr viel früheren Zeiten galt eine Verfinsterung von Mond oder Sonne als Unheil, als Gefahr. Dem Volksglauben nach nahm man an, dass Gift vom Himmel fällt und möglicherweise gar die Welt bedroht würde. Verursacher waren - neben dem Gestirne kraftraubende Hexen, Zauberer oder Dämonen - Sonne und Mond selber, als streitendes Paar. Astrologen des Spätmittelalters zogen Rückschlüsse auf die Witterung oder Krankheiten… als Abwehrzauber half wie so oft: Lärm.

Die nächste Mondfinsternis gibt es in sieben Jahren.

Feuerlauf ist kein Spiel

Esoterik-Trip, Selbstfindung und -erfahrung, spirituell das Leben “meistern”, moderne Hexerei, selbsternannte Heiler und Seher, ominöse Shouts aus noch ominöseren Sphären, okkulte Brettspielchen online - das alles scheint sehr “in” zu sein.

Lese ich in verschiedenen Zeitschriften oder Homepages so überkommt mich das Gefühl, dass alte Lehren und Wissensschätze mehr als überstrapaziert werden. Es ist faszinierend und hilfreich zugleich, sich mit spirituellen Gedanken, tiefgreifender Seinsbedeutung oder mit bewusstseinserweiternden Vorgängen unseres Universums zu beschäftigen - doch es ist kein Hobby, sondern eine umfassende, ganzheitliche Lebens- und noch viel mehr Glaubenseinstellung. Ein Leben in Harmonie mit all seinen greifbaren und nicht greifbaren Ressourcen ist keine Wochenendbeschäftigung, Energien zu konzentrieren und zu bündeln, um sie gezielt einzusetzen, ist nicht gleich zu setzen mit einer schnellen Partie Tischtennis.

“Motivationstraining - Feuerlauf” als Betriebsausflug kann nicht gut gehen. “Wenn du das geschafft hast, kannst du alles” war das Motto. Einge davon zogen sich solche Brandwunden zu, dass sie im Krankenhaus ärztlich versorgt werden müssen.

Glaube versetzt Berge, nicht Mutproben aus Jux.

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