Die Alraune
Die Alraune ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich um eine Pflanze eine geheimnisvolle Aura bilden kann. Um sie ranken sich fantasievolle, schauerliche und abenteuerliche Geschichten, die im Volks- bzw. Aberglauben noch heute ihre Wirkung zeigen. Liegt eigentlich auf der Hand, dass sich um diese Pflanze Horrorbuch- und auch Filminhalte drehen, die auf diese alte Legende beruhen.
Heute ist die Alraune für viele Menschen ein lästiges Unkraut, unerkannt und unbeachtet, für andere jedoch liegt der Zauber noch immer greifbar. Die Inhaltstoffe der Alraune sind einerseits heilwirkend und andererseits todbringend. In früheren Zeiten, als Pflanzen im täglichen Leben eine große Rolle spielten, war sie unbezahlbar wertvoll und heiß begehrt. Sie war (oder ist?) eine der mächtigsten Zauberpflanzen.
Archäologen fanden in ägyptischen Pyramiden Teile der Alraune als Grabbeigabe. Schon in dieser Kultur war diese Pflanze besonders als Aphrodisiakum sehr geschätzt. Sogar in der Bibel ist sie beschrieben und der griechische Arzt Theophrast erklärte sie im 4. Jahrhundert vor Christus zu einer ganz besonderen Pflanze, die sowohl in Liebesangelegenheiten, als Fruchtbarkeitszauber als auch als Schlafmittel eingesetzt wurde.
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