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Beiträge der Kategorie 'Panorama'

Sommerzeit

Dieses Wochenende ist es wieder so weit! Uns wird doch glatt eine Nachtstunde unterschlagen - wie jeden letzten Sonntag im März beginnt die Sommerzeit. Zum Glück bekommt man die Stunde aber am letzten Sonntag im Oktober wieder zurück.
Dennoch könnten die Hormone verrückt spielen …

Die Sommerzeit wurde in den 80er Jahren in unseren Ländern wieder eingeführt. Energiesparmöglichkeiten wurden gesucht, um der Ölkrise entgegen zu wirken und in ihr wieder gefunden. Der Einfall der Sommerzeit wird einem gar nicht so ernst zu nehmenden Aufsatz von Benjamin Franklin aus dem Jahre 1784 zugeschrieben und wurde bis zu Zeiten des ersten Weltkrieges in einigen europäischen Ländern und in den USA praktiziert. Der Einwand der Bauern, dass sich die Nutztiere auf diese Zeitkorrektur bzw. -verschiebung nicht einstellen werden können, hat sich als haltlos erwiesen.

Was wären wir ohne Uhr? Kaum vorstellbar dieses Richtmaß nicht zu haben - Chaos pur. Wie machten das nur unsere Ahnen?
Früher war die Sonnenuhr, die schon mehr als Tausend Jahre bekannt ist, das einzige Mittel zur Zeitangabe. Sie war an Rathäusern oder Kirchtürmen angebracht, sodass sie von den Einwohnern gut wahrgenommen werden konnte. Zeit spielte damals jedoch noch eine untergeordnete Rolle im Tagesablauf. Man orientierte sich eher am Tageslicht im allgemeinen. Der Brauch des täglichen “Ave-Läutens” der Kirchenglocken um Punkt Zwölf Uhr mittags begründet sich wohl im 15. Jahrhundert daraus, dass auch die am Feld arbeitenden Menschen diesen markanten Zeitpunkt des Tages aufmerksam gemacht wurden. Auch heute läuten die Glocken zu dieser Tageszeit und läuten andererseits auch andere Ereignisse ein, wie Messen, Begräbnisse, Taufen, Katastrophen o.ä.

In Zeiten mobilen Verkehrs - etwa seit der Erfindung der Eisenbahn - kamen die Menschen jedoch dahinter, dass die Sonne nicht als einheitliches Messgerät der Uhrzeit zur Verfügung steht, da sie in nur wenige hundert Kilometer Entfernung schon um einige Minuten differiert. Die Länder der Welt einigten sich so vor mehr als hundert Jahren auf eine Zeitzoneneinteilung und wies unseren Breiten die “Mitteleuropäische Zeit” zu.

Und damit begann dann wohl der Stress - mit den Terminen, dem Zuspätkommen, dem Tagesablauf nach dem Minutenzeiger…

Spinat

spinacia oleracea

… gehört zu den Gänsefußgewächsen und wird nach den Aussaatterminen in Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterspinat unterteilt. Der Frühlingsspinat hat sehr zarte Blätter und kann daher auch als roher Salat verspeist werden. Die anderen Sorten eignen sich eher zum Blanchieren. Essbar sind Wurzel und Blätter. Im Handel wird er frisch oder als Tiefkühlware passiert (mit Rahm) oder als Blattspinat angeboten. Geerntet wird vor der Blüte.
Wertvoll als Nahrung ist er durch den hohen Mineral- und Vitamingehalt (Phosphor, Kalium, Magnesium, Vitamin A, B und C..) Der Eisengehalt ist jedoch nicht so hoch, wie es oftmals angenommen wird. Leider enthält er auch viele Nitrate und Oxalsäure, die jedoch durch das Kochen wesentlich vermindert werden. Wärmen sollte man Spinat jedoch nicht, weil sich die Nitrate in Nitrite umwandeln können, die giftig sind.
Milder und süßer im Geschmack ist die japanische Sorte Horenso.
Der Spinat stammt vermutlich aus Persien und kam etwa im 14. Jhdt. (oder auch früher, in den Kochbüchern gibt es verschiedenste Angaben) nach Spanien, von wo er sich in Europa ausbreitete.
Besonders beliebt ist er in Italien, vor allem in der Gegend rund um Florenz. Man sagt, es war das Lieblingsgemüse der Katharina von Medici. Gewöhnlich bezeichnet man Spinatgerichte in Italien als “Florentiner Art”.

Aber egal ob Florentiner Art oder wie auch immer - am heutigen Gründonnerstag wird Spinat traditionell gerne verspeist, z.B. mit Kartoffel und Spiegelei oder als …

Spinatstrudel

Blätterteig, Blattspinat (kurz blanchiert oder TK), Schafskäse, Pfeffer, Oregano, eine Hand voll Pinienkerne - Salz nur wenn der Käse mild ist.

Teig leicht ausrollen, Blattspinat, Käse und Pinienkerne verteilen, würzen - zusammenrollen, mit Eiermilch bestreichen und im Rohr goldbraun backen.

geht schnell und schmeckt lecker - auch mit Schnittlauch- oder Radieschensauce und Salat.

Dornfinger - aktuell

Vor einiger Zeit schrieb ich über die Dornfinger-Spinne. Das Thema ist nach wie vor aktuell, gerade jetzt im Frühling, wenn Spaziergänge wieder auf Wiesen und in Wälder locken.

Ich bin noch immer der Ansicht, dass Tier- und Artenschutz sehr wichtig ist. Auch relativ gefährliche Tiere haben Anspruch auf ihren Lebensraum. Allerdings kann man nicht oft genug darauf hinweisen, dass eben “Unfälle” in der Natur auch Nachwirkungen haben können.
Horst schildert in einem Kommentar seine Begegnung mit einer Dornfingerspinne.

Tulpen

045.jpgDie Tulpe stammt ursprünglich aus Mittelasien und wurde im 16. Jhdt. in Europa kultiviert. Im Mittelalter war es eine sehr wertvolle Pflanze, vergleichbar mit Edelsteinen. Sie kommt in einigen Sagen vor.
Ihren Reiz hat die Tulpe bis heute ja nicht verloren.
Über 150 Arten soll es von dieser Lilienart geben. Die meisten Zuchttulpen stammen aus Holland, wild wachsende habe ich noch nie gesehen oder nicht bemerkt.

Tulpen

ihr werdet gescholten
von sentimentalischen Kennern.
Aber ein lustiger Sinn wünscht
auch ein lustiges Blatt.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist nur möglich, wenn die Frau sich unterordnet.
Marcus Valerius Martialis oder kurz Martial,
römischer Satiriker und Epigrammdichter

Martial lebte etwa zwischen 40 und 100 n. Chr. Seine zitierten Gedanken liegen also fast 2000 Jahre zurück. Sie könnten ebenso aus der heutigen Zeit stammen.
Noch immer hat der Weltfrauentag seine Berechtigung und seine Bedeutung. Auch in Ländern, wo Frauen an der Spitze sind, der Schein der Gleichstellung gewahrt wird. Der Alltag der Frauen sieht keine Gleichberechtigung vor, in der Arbeitswelt gibt es deutliche Einkommensunterschiede bei gleicher Qualifikation.
In vielen Staaten der Welt sieht die Situation noch trister aus.

Ein Bekannter, den ich heute zufällig im Supermarkt traf, gratulierte mir zum Frauentag. “Lass es dir heute besonders gut gehen!”.
Wozu soll mir gratuliert werden? Nur weil ich in ein Umfeld geboren wurde, in dem es mir als Frau gut geht. Ich sehe für mich persönlich absolut keine Benachteiligung. Aber ist das mein Verdienst? Soll ich es mir heute besonders gut gehen lassen in dem Wissen, dass es so vielen anderen Frauen in dieser Welt nicht gut geht?
Nicht dass ich heute einen Heultag einlege, nein - ich mache gar nichts besonderes. Obwohl jeder von uns - nicht nur am Weltfrauentag - sondern das ganze Jahr über, sich für diese Angelegenheit einsetzen könnte.

Noch 100 Tage

.. bis zur Fußball-EM. In Klagenfurt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Heute gab es in der Stadt einen Umtrunk mit einigen EM-Aktionen. Es ist immer wieder interessant die versch. Meinungen der Klagenfurter zu hören. Die einen gehen in vollster Euphorie auf, die anderen buchen schon jetzt ihren Urlaub in dieser Zeit, damit sie der Euro 2008 entfliehen … ich befinde mich irgendwo in der Mitte ;-)

Eine neue Idee, die zu reifen scheint ist eine Seilbahn vom Stadion zum Wörthersee. Das sind rund 1,7 km, die vielleicht Sinn machen ;-) Einerseits ist es ein bequemer Weg und andererseits entlastet sie den Verkehr …

Frühling

Primel
Frühlingsbote Primel

Zwar dauert es laut Kalender noch ein wenig bis der Frühling beginnt, aber gefühlsmäßig ist er eindeutig schon da. Die Sonne wärmt schon kräftig, die ersten Frühlingsboten der Fauna und Flora haben sich schon längst gezeigt. Aufgrund der vermehrten Lichtintensität fühlt man sich allgemein frischer und unternehmungslustiger.

Nichts kann solche Frühlingsgefühle besser umschreiben als die Poesie:

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

Annette von Droste-Hülshoff, 1797-1848

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