ausgewogene Ernährung
Sich ausgewogen zu ernähren wird im Laufe der Zeit immer schwieriger, obwohl das Nahrungsmittelangebot so groß wie noch nie ist.
Es gibt zwar viele verschiedene Produkte, aber immer weniger Vielfalt bei den Zutaten und Nahrungsmittelquellen.
Es stehen zum Beispiel unzählige verschiedene Nudelsorten im Angebot, jedoch sind sie alle so ziemlich gleich in ihrerer Zusammensetzung, im Gegenzug gibt es viele Gemüsesorten, die gar nicht mehr für den breiten Handel angebaut werden. Oder Kekse: schaut man sich auf der Verpackung die Zutaten an, so lässt sich leicht erkennen, dass im meterlangen Supermarktregal kaum wirkliche Vielfalt erreicht werden kann. In diesen Märkten fällt das Obst- und Gemüseregal oft kleiner aus. Zu finden sind dort wenige gängige Sorten - und die locken nicht wirklich apetittlich.
In vielen Fertigprodukten steckt wesentlich mehr Chemie als ursprüngliche Lebensmittelessenzen. Es soll Kinder geben, die natürliche Lebensmittel am Geschmack gar nicht mehr erkennen, viele wissen auch nicht wie Stangensellerie oder eine Schwarzwurzel aussieht.
In einer Zeitschrift habe ich neulich gelesen, dass ein Familienhaushalt nicht mehr als zehn Gerichte auf den Tisch bringt, Singlehaushalte noch weniger. Einerseits kommt das davon, dass das Kochen schnell gehen muss und andererseits, dass der Familie nichts anderes schmeckt als sie eben kennt. Würde man nur einmal im Monat eine neues Gericht mit unbekannteren Zutaten zubereiten, wäre das schon ein großer Erfolg - für die Qualität der Ernährung, für den Genuss des Neuen und vor allem für die Gesundheit.
Eine Ernährungumstellung kann nicht von heute auf morgen erfolgen, aber jeder Schritt dorthin ist ein Erfolg.









