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Beiträge der Kategorie 'Panorama'

Von der Mitwelt der Menschheit

Zum gestrigen Beitrag hat schlagloch
einen aktuellen Veranstaltungshinweis angefügt:

Bischof Erwin Kräutler aus Südamerika spricht am Samstag, 21.10.2006 in Villach “Von der Mitwelt der Menschheit” . Parkhotel Villach, Bambergsaal, 19 Uhr.

Ich denke, das höre ich mir an… und Leute die in der Gegend wohnen sollten darüber nachdenken, ob sie ein wenig Zeit für dieses Thema abzweigen können. Danke für den Hinweis, schlagloch.

Zeitung lese ich natürlich täglich und heute verging mir schon wieder der Apetitt! Ich habe von einem XXL-Restaurant gelesen - eine Portion Bananensplit mit sage und schreibe 2! (zwei) Liter Eis wird hier angeboten! Igitt, das ist ja für mindestens zwei Familien. Genießen wird in diesem Restaurant wohl zur Nebensache. Schade und nichts für mich, wobei es auch nicht gleich um die Ecke angesiedelt ist, sondern irgendwo in den USA. Wunderts?

Wobei mir sonst der Apetitt vergeht - also bei Geschehnissen, die nichts mit Essen und Hunger zu tun haben - spare ich mir heute auf. Das wäre die reinste Tipporgie.

Absurd…

Die letzten Tage waren von guter Laune, schönem Wetter und reichlichem Essen geprägt.
Es gab zwei Geburtstage in der Familie zu feiern und das schöne Wetter lockt hinaus, wobei da wiederum viele Gastgärten mit abwechslungsreichen Speisekarten locken.
Heute verzichte ich freiwillig auf Essen, weil erstens mein Magen streikt, zweitens der Zeiger der Waage ungnädig ist und drittens ich sowas von satt bin, dass mir einfach gar nix mehr schmeckt.

Ich - die meisten oder gar alle von uns, die hier lesen - bin in eine Welt geboren, in der ich nie Hunger leiden musste. Ich kenne das Gefühl überhaupt nicht. Immer war genug da, im Gegenteil ich hatte und habe die Wahl. Viele Mahlzeiten könnte ich getrost weglassen, weil sie unnötig sind.
In unseren Breiten stellt dieser Überfluss ein gesundheitliches Problem dar. Kinder leiden schon an Fettleibigkeit, falsche Lebensmittelzusammenstellung führt zu vielen Beschwerden.
Oftmals werden Lebensmittel in der Industrie zweckentfremdet, sodass sie keine Mägen mehr füllen, sondern anderen Branchen dienen, z.B. der Mobilität.

Schrecklich, wenn man bedenkt, dass im Gegensatz dazu alle fünf Sekunden! ein Kind an Unterernährung stirbt, wie ich heute wieder in der Zeitung lese. Neu ist das Problem ja nicht - Menschen, die sich weder Lebensmittel kaufen können, geschweige denn sonst in der Lage sind, diesen Umstand zu ändern, verhungern nicht im Geheimen. Eine Schande. Eine Umschichtung, ein Ausgleich, politische Korrekturen können doch nicht unmöglich sein.

Es wäre möglich, lese ich weiter,

“… die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Natürlich müssten sich alle Länder anstrengen. Schon aus wirtschaftlichen Gründen, Kinder, die genug zu essen haben, werden produktiv, werden Konsumenten, verringern die Gesundheitskosten und lassen die Staatseinnahmen auf längere Sicht steigen….” (James Morris, UN Welternährungsprogramm, Zitat sinngemäß aus der Kronen Zeitung vom 16.10.2006)

Na wenn schon nicht aus Menschlichkeit, dann wenigstens der Volkswirtschaft zuliebe …

Natascha Kampusch

Ich habe ihr Interview mitverfolgt.
Ihre Kraft und ihr Geist ist wirklich erstaunlich und beeindruckend.

ORF.AT

Die Diskussion um den Medienrummel und die -präsenz hat sie in diesem Fall bestimmt nutzen können und wird es wohl auch weiterhin für ihre Vorhaben tun. Gscheites Mäderl!
Dafür kann man nur alles Gute wünschen.

160 - 130 - 100

Vor nicht langer Zeit gab es die große Diskussion um Tempo 160 auf unseren Autobahnen. Und nun diskutiert man darum, den gesamten Wörtherseebereich (und darüber hinaus) der A 2 auf Tempo 100 zu beschränken. Was für ein Gegensatz - und was für Argumente da aufgefahren werden, ist schon erstaunlich.

130 km/h ist den einen zu langsam und den anderen zu schnell. Also muss die Wahrheit wohl dazwischen liegen - nämlich genau da wo wir sind!

Ich bin heute rund 40 km auf der Autobahn gefahren - mit 100. Ehrlich gesagt, damit habe ich es nicht leicht bei dem geringen Verkehrsaufkommen am Nachmittag. Wahrscheinlich eine Gewöhnungssache. Jedenfalls muss ich ständig den Tacho kontrollieren, um nicht schneller zu werden. Das alleine lenkt ab. Ich überhole einen LKW (der schneller als 60 fuhr) in eben diesem Tempo - das dauert! - hinter mir kommt ein Mittelklassewagen, ich denke, der will in meinem Kofferraum parken. Lichthupe! Ich bleibe hart und schnappe mir noch einen LKW. In den Rückspiegel blicke ich nun lieber nicht mehr. Rechts rein - links, im Wagen neben mir, wird wild mit den Händen gefuchtelt. Das regt mich nicht auf - manche Menschen aber schon, sie fühlen sich gedrängelt und gedrängt, ja genötigt aufs Gas zu treten…. Noch in dem Gedanken kann ich erkennen, dass es ein ausländisches Kennzeichen war. Wie gut der es doch hat, mit einer Anzeige muss er nicht rechnen - der Ausländer.

Viel Geld wurde für Lärmschutzwände, Flüsterbelag und Maßnahmen der Umwelt zuliebe ausgegeben - anscheinend umsonst?! Viel Geld könnte uns im Endeffekt auch die neue Tempoidee kosten. Demnach dürfen LKW gerade noch mit 60 km/h dahinschleichen. Der Zeitverlust könnte sich gut auf die Endverbraucherpreise auswirken. Abgesehen davon würde ich wohl “irre” werden, wenn ich auf der Autobahn nur mehr 60 fahren dürfte - und das 6 Tage in der Woche, mehr oder weniger rund um die Uhr. Aber ich bin kein LKW-Fahrer. Sondern nur gelegentlicher Autobahnnutzer, der annimmt, die Autobahn ist ein Weg um besonders unkompliziert und halbwegs zeitgerecht (=schnell) von A nach B zu kommen.

Ich kenne mich zwar nicht wirklich aus - aber ist der Lärm bei 100 wirklich so viel weniger als bei 130 km/h? Kann ich mir fast nicht vorstellen. Müssen bei Steigungen - die gibt es ja öfter auf diesem Autobahnabschnitt - manche Autos / LKW gar einen Gang zurück schalten? Kommt mir eher nach zusätzlichem Lärm vor …

Viele Neubauten sieht man entlang der Autobahn. Das sind die Anrainer, die am lautesten nach der Tempoeinschränkung rufen. Was denkt man sich, wenn man Gründe neben einer solchen Straße kauft? Man weiß doch, dass das ein wenig lärmeln könnte, oder?

Naja - könnte auch sein, dass Politiker hier etwas von einer bekannten Werbung abgeschaut haben - alles 1 Euro, lautet hier alles 100! 100 km/h und 100 Euro für die Vignette. Und vielleicht demnächst 100 Euro ein bisserl Benzin?
Weitere 100 Mio. Euro für Lärm- und Umweltschutzmaßnahmen? Oder gar 100 Mio. Euro in die Autoindustrie bzw. -forschung - abgas- und lärmarme Autos ??

Die Geschäfte neben den Bundesstraßen, auf die man ohne Vignette demnächst wieder ausweichen wird wollen, werden sich freuen. Wieder Leben im Ort - könnte aber auch sein, dass jeder Bürgermeister 100 Euro Durchfahrgebühr berappen möchte - wir Autofahrer sind ja verständnisvoll - der Lärm, die Abgase …

Dornfinger

Über Bruno gibt es wohl nichts mehr zu berichten, also stopft man das Sommerloch mit dem Dornfinger??!!

Genauer geht es um die grüne Dornfingerspinne - die giftigste in Mitteleuropa. Eine Pressemeldung über ihre Existenz bei uns und schon schwappt die Angst-, Schreckens- und Horrorwelle über! Und weil es so gut ankommt, gibt es nun tägliche Meldungen von Sichtungen und Bissopfern.

Schon komisch, dass all die Zeit vorher sich kaum jemand darüber Gedanken gemacht hat, wenn er in Wiesen und Wäldern unterwegs war. So unbeschwert werden solche Spaziergänge wohl nie mehr sein - jetzt, im Bewusstsein um die große Gefahr der kleinen Spinne. Da werden Urängste hell wach! Wobei Spinnen ohnehin großes Pech haben. Die Arachnophobie ist die weit verbreiteste krankhafte Angst. Das hat viele Ursachen, habe ich gelesen….

Fest steht, dass der Dornfinger schon jahrelang bei uns angesiedelt ist. Unbeachtet, außer von denen, die von ihr gebissen wurden. Ja, unangenehm schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich. Das Gift ist mit dem einer Wespe oder vielleicht mit einer Hornisse vergleichbar. Den Arzt sollte man schon aufsuchen, das vergiftete Hautgewebe könnte nachhaltigen Schaden davontragen.

Jeder ist sich selbst der Nächste. Die Gefahr für diese Spinnenart ist nun ebenfalls erwacht - nun wird sie - ihre Bedrohung - bewusst wahrgenommen und hysterisch getötet, gnadenlos. Oder eingefangen und zum nächsten Fachmann zur Begutachtung geschleppt.

Leben und leben lassen wäre das Motto. Vorsicht ist in der Natur immer geboten - auf jeder Seite.

Links zu Wikipedia:
Dornfinger | Arachnophobie

2 Stunden ohne Strom

Nachdem gestern durch einen Schaden, den ein Bagger verursacht hatte, viele Klagenfurter Stadtteile ohne Strom waren, hat es heute die restlichen Stadtteile getroffen. Ursache war ein defektes Kabel.

Vom 11.55 bis 14.10 waren Tausende Haushalte betroffen. Eigentlich sind rund 2 Stunden ohne Strom durchaus kein Drama,WENN

  • nicht gerade das halbfertige Mittagessen am Herd stünde
  • wenigstens die Kaffeemaschine ohne Strom laufen würde
  • der Himmel nicht gerade so wolkenverhangen wäre, dass Lesen zur reinen Augenprobe wird
  • wenn zumindest das Telefon ginge
  • oder wenigstens das warme Wasser nicht elektrisch beheizt würde (meinen kleinen Boiler in der Küche hatte ich knapp vorher entleert)

etwas weniger egoistisch gesehen, WENN

  • Gewerbe- und Industriebetriebe nicht still stehen würden
  • EDV-Anlagen nicht ausfallen würden
  • die Kassen in den Geschäften nicht stillstehen würden
  • die Kühlanlagen nicht ausfallen würden, sofern kein Ersatzgenerator vorhanden ist
  • Warn- und Arlamsysteme nicht betroffen wären
  • die Beleuchtung und Belüftung in Tunnels nicht ausfallen würden

… ließe sich schier endlos fortsetzen.

Ohne Strom sind wir nicht. Diese Abhängigkeit kann schon nachdenklich machen, obwohl sie so selbstverständlich ist.

Rechtschreibung

Immer wieder erstaunlich, was einem gar nicht auffällt. Zum Beispiel habe ich die Überschriften zu den Einträgen so formatiert, dass sie mit Kleinbuchstaben ausgegeben werden - egal wie ich sie schreibe. Ein CSS-Gag sozusagen, den ich allerdings wieder aus meinem Gedächtnis verdrängt habe - und jetzt, nach ein paar Tagen sticht er mir wieder ins Auge.

Anfreunden kann ich mich damit aber nicht wirklich. Die Formatierung werde ich wohl wieder ändern. Soll alles so halbwegs seine Richtigkeit haben. Heutzutage ist es schon so, dass man auch geschäftliche E-Mails mit kleinbuchstabigen Texten und eher lockerer Sprache erhält. Das gefällt mir nicht. Durch die Schreibweise vermittelt man auch ein gewissen Respekt vor dem Empfänger und Leser - dieser Stil empfiehlt sich eher unter Freunden.

Und dies heute - irgendwo ganz hinten in meiner Tageszeitung habe ich gelesen, dass nun endgültig die Reform der Reform der Reformrechtschreibung in Kraft tritt. Wen interessiert das eigentlich noch? Wird vielleicht im Herbst wieder aktuell, aber auch nur für Schüler und Lehrer…

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