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Beiträge der Kategorie 'Panorama'

Erdbeben

Das Neue Jahr fängt mit einem Erdbeben an. 4,1 wurden auf der Richterskala gemessen, das ist nicht ohne. Das Epizentrum lag rund 30 km von hier entfernt, es war also deutlich zu spüren wie sich die Erde bewegte.
Zum Glück wurden keine Schäden gemeldet. Im letzten Jahr gab es in Kärnten 12 Erdbeben, das stärkste 3,9 nach Richter. Die meisten davon habe ich gar nicht bemerkt - gut so.

Ansonsten war der Neujahrstag eher träge, die Nacht hinterließ ihre Spuren ;-)

Nikolaus, ein Kinderschreck?

In Wien wurde heuer eine Diskussion ausgelöst. Der Nikolaus hat Hausverbot in Kindergärten.
Angeblich fürchten sich die Kinder zu sehr vor dem bärtigen Kinderbischof.
Also ehrlich - das ist doch mehr als überzogen. Immerhin ist der Nikolaus ein Heiliger, hat seine Wurzeln im Guten und ist wichtig für Tradition und Brauchtum. Schade, dass er hier geradezu horrorisiert wird.

Im Gegensatz dazu hat der Nikolaus einen Begleiter - zumindest in Österreich und Süddeutschland. Der Krampus - der Bestrafende. Hier gibt es allerdings eigene “Krampusschulen”, die den Akteuren pädagogische Hinweise mit auf ihren Weg geben sollen.

Meine Kindheit ist ja nun schon eine Weile zurück. Ich könnte mich nicht erinnern, mich jemals vor dem Nikolaus gefürchet zu haben - wohl aber habe ich heute noch ein Krampustrauma ;-))
Rücksicht auf Kinderseelchen wurde seinerzeit noch keine genommen. Wir Kinder wurden noch hinter den Tischen hervorgezerrt und ordentlich in Krampusmanier in die Zange genommen.
Naja - bis auf den Umstand, dass ich mich generell vor gruselig maskierten Menschen ein wenig fürchte - hat es mir auch nicht geschadet. Und diese Furcht ist im Grunde eine ganz natürliche.

Krampus- und Perchtenumzüge finden in unserer Gegend seit dem letzten Wochenende statt. In Klagenfurt waren an die 1000 Stück davon unterwegs. Schaurige Gesellen - Höllenlärm. Da kann einem schon der Schrecken auf der Schulter sitzen!

… davon später mehr …

Adventkranz

Bald ist es wieder so weit - die Vorweihnachtszeit naht. Verbandelt ist damit ein Adventkranz, der die Zählerei der Wochen bis Weihnachten vereinfachen soll - oder so ähnlich.

Meiner ist ein ganz gewöhnlicher, nix aufregendes, aber dennoch schön.
Im Gegensatz dazu bin ich im Internet (Link unten) auf eine doch außergewöhnlich Ausstellung von Adventkränzen gestoßen. Hier findet man zum Beispiel einen Spinnenkranz, einen Gummibärenkranz, einen aus Zigarettenstummel - naja, ganz witzig anzusehen, aber für den Hausgebrauch doch nicht so wirklich passend?!

Blumen “Grünzeit” in Berlin

Goethe, ein Dahlienfreund

Es ist bekannt, dass Goethe ein großer Pflanzenfreund war. Unzählige Gedichte und Zitate zeugen davon. Auch heute kann man in dieser Wortwahl seine herzliche Nähe zur Natur spüren. Er war nicht nur ihr Freund, sondern vertiefte sich in Naturwissenschaften, Botanik und Gartengestaltung.

Die Pflanze gleicht den eigensinnigen Menschen,
von denen man alles erhalten kann,
wenn man sie nach ihrer Art behandelt.
Ein ruhiger Blick
eine stille Konsequenz,
in jeder Jahreszeit,
in jeder Stunde
das ganz Gehörige tun,
wird vielleicht von niemand mehr
als vom Gärtner erwartet.

Um 1814 sollen er schon eine große Dahliensammlung in seinen Gärten gezogen haben. Veredelt und verbreitet hat diese Blume zu dieser Zeit Goethes Freund Dreyssig. Er soll 42 Arten benannt haben. Damals bezeichnete man Dahlien übrigens als Georginen.

Im Europapark in Klagenfurt gab es kürzlich eine große Dahlienausstellung. Große Beete voller Unterarten dieser vielfältigen Pflanze gab es zu bewundern. Ein Traum. Ich weiß zwar nicht, wie es heute aussieht, aber - ich denke es ist zwei, drei Wochen her - hatte ich ja rein zufällig meine Kamera mit - für das Internet hat z.B. Elke Crocoll eine schöne Auswahl mit Beschreibung bereit gestellt.

Dahlie

Dahlie

Dahlie

Dahlie

Mäuse und anderes Getier

Vor einiger habe ich in der Zeitung gelesen, dass es japanischen Forschern gelungen ist, aus einer 15 Jahre lang in Eis verpackten Maus, neues Leben zu erschaffen. Welch eine Errungenschaft! Und nun soll geplant sein, sibirische Mammuts auf die gleiche Weise fort zu pflanzen. Welch ein Plan!

Zur Maus will ich gar nix weiter anmerken - Mammuts sind seit rund 25.000 Jahren ausgestorben. Das wollte Mutter Natur aus irgendeinen Grund, damals hatte noch kein Mensch seine allgöttliche Hand im Spiel.
Der Mensch spielt mit der Natur über Gebühr. Das rächt sich jetzt schon und von der Zukunft will ich in diesem Sinne gar nix wissen :-(

Die Beispiele um den Bären Bruno im Frühjahr zeigen doch, dass das mit der Neueinbürgerung nicht klappt. Was für ein Dilemma… Bären wurden im Gegensatz zum Mammut von Menschenhand in unserer Gegend ausgerottet. Nun versucht man sie wieder zwischen den eng gelegenen Ansiedelungen heimisch zu machen. Das klappt nicht. Bei uns leben rund ein Duzend Bären - alle haben sie Namen, wie liebevoll - doch immer wieder gibt es Konflikte zwischen unseren Gewohnheiten und den ihren. Haustiere in Weiden sind ganz leichte Opfer für gelangweilte Bären. Es ist allerdings kein Drama, wenn Schafe oder Kühe gerissen werden - ist ja alles versichert. Tolle Einstellung und zwiespaltige Tierliebe. Aber egal - wir lieben Bären - Schafe und Kühe landen letztendlich sowieso im Kochtopf.

Den Sinn solcher Wiedereinbürgerungen von Bären verstehe ich sowieso nicht. Und auch nicht den der Wölfe und sonstigem räuberischen Getier. Ich möchte keinesfalls bei meinen Wanderungen auf den Almen und über die Bergweiden einem Bären oder einem Rudel Wolf begegnen. Wozu??? Sie finden ihre Lebensräume immer noch - nicht in unseren engen Nationalparks oder unseren längst zivilisierten Almen - die Dimension, den Raum den solche Tiere einnehmen sieht man ja an der Wanderung von Bruno. In einer halben Woche von Südtirol nach Bayern und wieder zurück (oder so ähnlich)!
Keinesfalls will ich aber einer Mammutelefantenkreuzung begegnen…

Von der Mitwelt der Menschheit

Zum gestrigen Beitrag hat schlagloch
einen aktuellen Veranstaltungshinweis angefügt:

Bischof Erwin Kräutler aus Südamerika spricht am Samstag, 21.10.2006 in Villach “Von der Mitwelt der Menschheit” . Parkhotel Villach, Bambergsaal, 19 Uhr.

Ich denke, das höre ich mir an… und Leute die in der Gegend wohnen sollten darüber nachdenken, ob sie ein wenig Zeit für dieses Thema abzweigen können. Danke für den Hinweis, schlagloch.

Zeitung lese ich natürlich täglich und heute verging mir schon wieder der Apetitt! Ich habe von einem XXL-Restaurant gelesen - eine Portion Bananensplit mit sage und schreibe 2! (zwei) Liter Eis wird hier angeboten! Igitt, das ist ja für mindestens zwei Familien. Genießen wird in diesem Restaurant wohl zur Nebensache. Schade und nichts für mich, wobei es auch nicht gleich um die Ecke angesiedelt ist, sondern irgendwo in den USA. Wunderts?

Wobei mir sonst der Apetitt vergeht - also bei Geschehnissen, die nichts mit Essen und Hunger zu tun haben - spare ich mir heute auf. Das wäre die reinste Tipporgie.

Absurd…

Die letzten Tage waren von guter Laune, schönem Wetter und reichlichem Essen geprägt.
Es gab zwei Geburtstage in der Familie zu feiern und das schöne Wetter lockt hinaus, wobei da wiederum viele Gastgärten mit abwechslungsreichen Speisekarten locken.
Heute verzichte ich freiwillig auf Essen, weil erstens mein Magen streikt, zweitens der Zeiger der Waage ungnädig ist und drittens ich sowas von satt bin, dass mir einfach gar nix mehr schmeckt.

Ich - die meisten oder gar alle von uns, die hier lesen - bin in eine Welt geboren, in der ich nie Hunger leiden musste. Ich kenne das Gefühl überhaupt nicht. Immer war genug da, im Gegenteil ich hatte und habe die Wahl. Viele Mahlzeiten könnte ich getrost weglassen, weil sie unnötig sind.
In unseren Breiten stellt dieser Überfluss ein gesundheitliches Problem dar. Kinder leiden schon an Fettleibigkeit, falsche Lebensmittelzusammenstellung führt zu vielen Beschwerden.
Oftmals werden Lebensmittel in der Industrie zweckentfremdet, sodass sie keine Mägen mehr füllen, sondern anderen Branchen dienen, z.B. der Mobilität.

Schrecklich, wenn man bedenkt, dass im Gegensatz dazu alle fünf Sekunden! ein Kind an Unterernährung stirbt, wie ich heute wieder in der Zeitung lese. Neu ist das Problem ja nicht - Menschen, die sich weder Lebensmittel kaufen können, geschweige denn sonst in der Lage sind, diesen Umstand zu ändern, verhungern nicht im Geheimen. Eine Schande. Eine Umschichtung, ein Ausgleich, politische Korrekturen können doch nicht unmöglich sein.

Es wäre möglich, lese ich weiter,

“… die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Natürlich müssten sich alle Länder anstrengen. Schon aus wirtschaftlichen Gründen, Kinder, die genug zu essen haben, werden produktiv, werden Konsumenten, verringern die Gesundheitskosten und lassen die Staatseinnahmen auf längere Sicht steigen….” (James Morris, UN Welternährungsprogramm, Zitat sinngemäß aus der Kronen Zeitung vom 16.10.2006)

Na wenn schon nicht aus Menschlichkeit, dann wenigstens der Volkswirtschaft zuliebe …

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