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Beiträge der Kategorie 'Natur/Umwelt'

Klee

Es soll einige Hundert Arten von dieser - eigentlich unscheinbaren - Pflanze geben - in unseren Breiten ist vor allem der Wiesenklee bzw. Rotklee bekannt. Genutzt wird Klee hauptsächlich als Futterpflanze. Obwohl sich hier der Klee vor arge Hungermäuler schützt. Er produziert nämlich Phyto-Östrogene, die bei Säugetieren verhütend wirken. Auch Pflanzen müssen sich schließlich verteitigen.

Interessant wird es, wenn man sich auf die Suche nach dem “Glücksklee” begibt. Vierblättrige Kleeblätter zu finden ist nicht all zu einfach, aber passiert bestimmt jedem mal, wenn er aufmerksam eine Wiese durchstreift.

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Vom Himmel kam geflogen eine Taube,
Sie brachte ein Kleeblatt mit dreifachem Laube.
Sie ließ es fallen; glücklich wer es findet.
Drei Blättchen sind es:
Hoffnung - Liebe - Glaube!

Friedrich Rückert

Das Kraut des Klees enthält Isoflavone, Proteine, Gerbstoffe und einige andere günstige Wirkstoffe. Es hilft in der Heilkunde vor allem bei Wechselbeschwerden, Verstopfung, Leberschwäche und wirkt blutreinigend.

Kräutergarten

Ich habe ein kränkeldens Kind zu versorgen! Nicht, dass ich DAS nicht will, aber nicht bei so einem Wetter! Ich will raus!
Ich hoffe, morgen geht es ihm wieder besser. Ein Magen- Darmvirus hat unsere Familie schon eine Weile fest im Griff. Es trifft jeden von uns … außer mich, weil ich ohnehin schon seit Wochen meinen Magen mit Medikamenten füttere. ;-)

Aus der Natur gibt es ebenfalls Hilfe für solche Beschwerden: Kamille zum Beispiel, aber auch Basilikum, Oregano, Rosmarin, Eibisch und bestimmt noch viele mehr. Wie gut, dass ich mich aus dem Kräutergarten bedienen kann.

071Die Kunde über die Heilkraft der Kräuter lässt sich bis in Urzeiten der Menschheit zurückführen. Jede Hausfrau, die Kräuter über Salate streut, mit Gewürzen und Kräutern exquisiten Speisen erst ihr unnachahmliches Credo verleiht, handelt demnach im Sinne jahrtausende alter Traditionen. Denn diese edlen Zutaten, die uns die Natur kostenlos zur Verfügung stellt, beinhalten weitaus mehr als Geschmacksverfeinerungen. Alle Kräuter sind gleichzeitig auch Heilkräuter. Archäologen fanden auf Pfahlbauten aus der Jungsteinzeit Reste von Mohn und Kümmel.
Mit sicherem Instinkt nutzten Naturvölker die Heilkräfte der Pflanzen. Dass sich um manche Pflanzen so Sagen und Geschichten ranken, verwundert wenig. Knoblauch soll etwa böse Geister abwehren oder die unzähligen Geschichten über Liebeszauber und das Erhalten ewiger Jungend sind nur zwei Beispiele dafür. Heute kann man wissenschaftlich erklären, dass manche Pflanzen eben aufgrund eines Schwefelgehaltes antibakteriell wirken oder gewisse Düfte bestimmte Gemütsstimmungen hervorrufen.

Die ältesten Heilkräuterkundler waren in China beheimatet. Um 3700 v.Chr. beschrieb der chinesische Kaiser Shin-Nong im ersten bekannten Heilpflanzenbuch mehr als 200 Kräuter. *Die Kraft deines Körpers liegt in den Säften der Kräuter* schloss er daraus. Die Assyrer, Chaldäer und Ägypter beschäftigten sich ebenfalls in hohem Maße mit Kräutern. Die große Zeit der Kräuterkundigen brach dann aber in der griechischen und römischen Antike an. Dieses Wissen war nahezu 2000 Jahre lang die Basis der abendländischen Medizin. Der berühmte Arzt Hippokrates (460 - 337 v.Chr. setzte nachweislich gezielt Pflanzen zur Unterstützung seiner Therapien ein. Der *Vater der Botanik* Theophrastus (372 - 287 v.Chr.) verfasste ebenso wie Aristoteles eine umfangreiche Heilpflanzenlehre. Die gesamte europäische Heilpflanzenkunde hat sich aus dieser Literatur entwickelt. Ein bedeutender Kräuterforscher des Altertums war auch der im kleinasiatischen Pergamon geborene Arzt und Philosoph Claudius Galenus, der durch seine Selbsterprobungen Aufsehen erregte. Es würde hier den Rahmen sprengen weitere historische Persönlichkeiten aufzuzählen.
Schließlich wurde vor allem durch Klostergärtner dieses Wissen über die Alpen in unseren Raum getragen.

Nicht nur die Medizin beschäftigte sich mit Kräutern. Von der griechischen Dichterin des klassischen Griechenland ist bekannt, dass sie ihr Haar mit Majoran salbte und die Kniekehlen mit Minze einrieb. Kleopatra soll den Duft von Nelken und Zimt bevorzugt haben. Wellness und Kosmetik standen auch damals schon hoch im Kurs.

Heute besteht die Möglichkeit, Kräuter in Labors chemisch zu analysieren und die Wirkstoffe zu extrahieren. So werden die wirkungsvollen Inhaltsstoffe bestätigt. Ätherische Öle, Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und viele andere Substanzen verbergen sich in nur einer Pflanze.

Baby flieg

Gestern kam mein Mann mit einer Schachtel voll lebender!!! Maden und Fliegenlarven nach Hause. Gschmackig fürs Abendessen ;-))

Gedacht waren diese Leckerbissen allerdings für ein Vogelbaby, das er schon einige Tage beobachtet hatte. Von den Eltern verlassen und hilflos. Wir ziehen es nun auf. Im Internet gibt es ja viele Informationen dazu. Die Nacht hat es gut überstanden, es frisst uns aus der Hand bzw. aus einer “Spritze” und fühlt sich anscheinend schon wohler. Jetzt müssen wir ihm nur noch das Fliegen beibringen *grübel*. Aber es zeigt schon gute Ansätze…

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Apfelblüte

Apfelblüte

Goethe, ein Dahlienfreund

Es ist bekannt, dass Goethe ein großer Pflanzenfreund war. Unzählige Gedichte und Zitate zeugen davon. Auch heute kann man in dieser Wortwahl seine herzliche Nähe zur Natur spüren. Er war nicht nur ihr Freund, sondern vertiefte sich in Naturwissenschaften, Botanik und Gartengestaltung.

Die Pflanze gleicht den eigensinnigen Menschen,
von denen man alles erhalten kann,
wenn man sie nach ihrer Art behandelt.
Ein ruhiger Blick
eine stille Konsequenz,
in jeder Jahreszeit,
in jeder Stunde
das ganz Gehörige tun,
wird vielleicht von niemand mehr
als vom Gärtner erwartet.

Um 1814 sollen er schon eine große Dahliensammlung in seinen Gärten gezogen haben. Veredelt und verbreitet hat diese Blume zu dieser Zeit Goethes Freund Dreyssig. Er soll 42 Arten benannt haben. Damals bezeichnete man Dahlien übrigens als Georginen.

Im Europapark in Klagenfurt gab es kürzlich eine große Dahlienausstellung. Große Beete voller Unterarten dieser vielfältigen Pflanze gab es zu bewundern. Ein Traum. Ich weiß zwar nicht, wie es heute aussieht, aber - ich denke es ist zwei, drei Wochen her - hatte ich ja rein zufällig meine Kamera mit - für das Internet hat z.B. Elke Crocoll eine schöne Auswahl mit Beschreibung bereit gestellt.

Dahlie

Dahlie

Dahlie

Dahlie

Herbst

Dem Sommer weine ich solange nach, bis ich den prachtvollen Herbst für mich entdecke. ;-))Wehren kann man sich eh nicht dagegen und der nächste Sommer kommt bestimmt.

Herbstliche Fragen und Antworten stehen an ;-)

Warum färbt der Herbst die Natur so wundervoll?
Die Blätter wandeln Stärke in Zucker um, der dann in den Stamm transportiert werden soll und als Speicherstärke dient. Die kälter werdenden Herbstnächte verhindern dies aber. So wird das Chlorophyll abgebaut und das Grün weicht den gelben, roten und purpurnen Farben. Letztendlich sterben die Blätter ab und bekommen ihre braune Farbe durch wasserlösliche (braune) Farbstoffe…

Herbst-Äquinoktium?
Der Tag und die Nacht sind gleich lang. Sonnenwende also!
Das ist der Zeitpunkt, zu dem die Sonne im Schnittpunkt von Ekliptik und Himmelsäquator steht. Die Südhalbkugel der Erde ist zum Herbstbeginn der Sonne zugewandt….

Aberglaube - Volksglaube?
Eine Zeit voller Aberglaube, obwohl der Herbst erst sehr spät “eingeführt” wurde. Früher kannte man nur zwei Jahreszeiten - den Sommer und den Winter. Auch heute ist er, der Herbst, nicht in allen Kulturkreisen bekannt.
Herbst ist Anfang der Geisterzeit, sagt man. Außerdem sind jede Menge verführerische Irrlichter zu sichten und die “wilde Jagt” tritt verstärkt ein. Der Herbst begünstigt Illusionen und Halluzinationen.
In der Volksmedizin ist der Herbst (genau so wie der Frühling) gefürchtet, weil auch er die Kranken “mitnimmt”. Und - blüht oder treibt ein Obstbaum im Herbst, so bedeutet das den Tod eines Hausgenossen.
Jedoch zum Sammeln von Kräutern und Wurzeln eignet sich der Herbst besonders gut.
Manche Herbstanzeichen verkünden einen kalten oder schneereichen Winter, etwa wenn die Maulwurfshügel besonders hoch sind oder die Hasen einen dicken Pelz haben.
Als Lostage im Herbst gelten Michaelis, Gallus, Simon und Juda, Allerheiligen, Allerseelen und Martin.
Nicht vergessen im Sinne des Aberglaubens: Das Entzünden von Feuern vertreibt Dämonen. Kerze unbedingt anzünden ;-)

Herbstliche Fotografien gibt es natürlich auch:

Herst

Herst

Herst

Herst

Dornfinger

Über Bruno gibt es wohl nichts mehr zu berichten, also stopft man das Sommerloch mit dem Dornfinger??!!

Genauer geht es um die grüne Dornfingerspinne - die giftigste in Mitteleuropa. Eine Pressemeldung über ihre Existenz bei uns und schon schwappt die Angst-, Schreckens- und Horrorwelle über! Und weil es so gut ankommt, gibt es nun tägliche Meldungen von Sichtungen und Bissopfern.

Schon komisch, dass all die Zeit vorher sich kaum jemand darüber Gedanken gemacht hat, wenn er in Wiesen und Wäldern unterwegs war. So unbeschwert werden solche Spaziergänge wohl nie mehr sein - jetzt, im Bewusstsein um die große Gefahr der kleinen Spinne. Da werden Urängste hell wach! Wobei Spinnen ohnehin großes Pech haben. Die Arachnophobie ist die weit verbreiteste krankhafte Angst. Das hat viele Ursachen, habe ich gelesen….

Fest steht, dass der Dornfinger schon jahrelang bei uns angesiedelt ist. Unbeachtet, außer von denen, die von ihr gebissen wurden. Ja, unangenehm schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich. Das Gift ist mit dem einer Wespe oder vielleicht mit einer Hornisse vergleichbar. Den Arzt sollte man schon aufsuchen, das vergiftete Hautgewebe könnte nachhaltigen Schaden davontragen.

Jeder ist sich selbst der Nächste. Die Gefahr für diese Spinnenart ist nun ebenfalls erwacht - nun wird sie - ihre Bedrohung - bewusst wahrgenommen und hysterisch getötet, gnadenlos. Oder eingefangen und zum nächsten Fachmann zur Begutachtung geschleppt.

Leben und leben lassen wäre das Motto. Vorsicht ist in der Natur immer geboten - auf jeder Seite.

Links zu Wikipedia:
Dornfinger | Arachnophobie

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