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Beiträge der Kategorie 'Natur/Umwelt'

Die Hochrindl

… liegt auf ihrem Ausgangspunkt in etwa 1500 - 1600 m Seehöhe. Von hier aus hat man die Wahl, verschiedene “Kofel”, “Kegel”, “Spitzen”, “Höhen”, “Hüte” und “Steigen” und wie sich die Erhöhungen (Eisenhut über 2400 m) nennen, zu erwandern.
Wie schon im letzten Jahr (der Weg ist das Ziel, dem Backofen entflohen) ist unser Familienschigebiet auch im Sommer eine Erholung wert.

Wetterkreuz
Wetterkreuz am Weg auf den Lattersteig

Sanft geschwungene Hügel als Umrandung - die Nockberge, gute Luft, ruhiges Almambiente, anerkannte Kraftorte und Natur pur sind garantiere Stressabbaukriterien - und natürlich auch die besondere Kulinarik - gemütliche Almhütten halten frische Kuhmilch, Almkäse und -butter, saftigen Schweinsbraten, gut durchwachsenen Speck, Trockenwürstel, würziges Bauernbrot, g´standenes Kärntner Bauernschnitzel, Kärntner Nudel in allen Variantionen u.v.m. bereit - all das hat man sich schließlich reichlich nach den Wanderungen verdient.

Nebelschwaden
Nebelschwaden

Das Wetter war allerdings so durchwachsen wie der gute Almspeck. Dennoch ging sich jeden Tag eine mehr oder weniger ausgedehnte Tour aus, ohne dass wir unsere Regenbekleidung in Einsatz nehmen mussten.
Zudem haben die gelegentlichen Nebelschwaden in den Bergen durchaus ihren Reiz … zumal man es sich in seiner Unterkunft vor dem Kachelofen so richtig gemütlich machen kann.

13 Regentage … Liebesorakel

… haben heute ihr Ende gefunden. Kaum ist die EM in Klagenfurt vorbei lacht wieder die Sonne. Das spricht für sich ;-))

Margerite
Leucanthemum vulgare - Wiesen-Margerite

Margeriten sind in ganz Europa verbreitet und auf Wiesen relativ häufig anzutreffen.
Früher galten sie als Liebesorakel - oder auch heute noch? Ich kenne es als Kinderspiel oder aus Goethes Faust in der Gartenszene, wo sich Gretchen die Liebesfrage durch eine Margerite beantworten lässt.
“Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich von Herzen, mit Schmerzen, ganz viel, ein bißchen, gar nicht” wird durch Abzupfen den Blütenblätter eruiert. Natürlich kann man dem Orakel auch andere Fragen stellen.

ausgewogene Ernährung

Sich ausgewogen zu ernähren wird im Laufe der Zeit immer schwieriger, obwohl das Nahrungsmittelangebot so groß wie noch nie ist.
Es gibt zwar viele verschiedene Produkte, aber immer weniger Vielfalt bei den Zutaten und Nahrungsmittelquellen.

Es stehen zum Beispiel unzählige verschiedene Nudelsorten im Angebot, jedoch sind sie alle so ziemlich gleich in ihrerer Zusammensetzung, im Gegenzug gibt es viele Gemüsesorten, die gar nicht mehr für den breiten Handel angebaut werden. Oder Kekse: schaut man sich auf der Verpackung die Zutaten an, so lässt sich leicht erkennen, dass im meterlangen Supermarktregal kaum wirkliche Vielfalt erreicht werden kann. In diesen Märkten fällt das Obst- und Gemüseregal oft kleiner aus. Zu finden sind dort wenige gängige Sorten - und die locken nicht wirklich apetittlich.
In vielen Fertigprodukten steckt wesentlich mehr Chemie als ursprüngliche Lebensmittelessenzen. Es soll Kinder geben, die natürliche Lebensmittel am Geschmack gar nicht mehr erkennen, viele wissen auch nicht wie Stangensellerie oder eine Schwarzwurzel aussieht.

In einer Zeitschrift habe ich neulich gelesen, dass ein Familienhaushalt nicht mehr als zehn Gerichte auf den Tisch bringt, Singlehaushalte noch weniger. Einerseits kommt das davon, dass das Kochen schnell gehen muss und andererseits, dass der Familie nichts anderes schmeckt als sie eben kennt. Würde man nur einmal im Monat eine neues Gericht mit unbekannteren Zutaten zubereiten, wäre das schon ein großer Erfolg - für die Qualität der Ernährung, für den Genuss des Neuen und vor allem für die Gesundheit.

Eine Ernährungumstellung kann nicht von heute auf morgen erfolgen, aber jeder Schritt dorthin ist ein Erfolg.

Bärlauch - Allium Ursinum

Um die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben sind Bewegung und Vitamine vonnöten. Mit der Bewegung sieht es heute nicht gut aus, es regnet in Strömen.
Für einen Vitaminvorrat habe ich gestern gesorgt. Frisch gepflückter Bärlauch wurde heute zu einer Sauce verarbeitet, aus dem Rest wurde ein Pesto und ein Topfenaufstrich.

Der Bärlauch hat seinen Namen, weil er eines der ersten Nahrungsmittel für Bären nach dem Winterschlaf ist (sagt man). Verwandt ist diese Pflanze mit dem Schnittlauch und dem Knoblauch - der Geschmack sammelt sich etwa in der Mitte an. Bärlauch sieht dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich, deren Blätter allerdings hochgiftig sind!

“Waldknoblauch” - wie man ihn volkskundlich nennt, ist eine alte Heilpflanze, die bis in die Jungsteinzeit bekannt ist. Germanen, Kelten oder Römer kannten bereits seine Wirkung und setzten ihn bei Magen-Darmproblemen oder um den Blutdruck auszugleichen ein.

Gnocchi mit Bärlauch

Wenn es schnell gehen soll - wie bei mir heute - dann kauft man am besten fertige Gnocchi. Natürlich kann man sie aus Kartoffeln, Mehl und Grieß auch selbst zubereiten ;-)

Für die Sauce dünstet man eine Zwiebel in Rapsöl (z.B.), nimmt den Topf von der Herdplatte und verrührt zwei EL Mehl mit dem Zwiebel. Mit einem halben Liter Milch und etwas Gemüsebrühe mit Salz wird nun aufgegossen und auf mittlerer Flamme unter mehrmaligen Rühren eingedickt. Verfeinert wird diese Sauce mit Sahne oder Creme fresh. Zum Schluss gibt man kleingeschnittenen Bärlauch dazu. Der Bärlauch selbst sollte nicht mehr erhitzt werden.

Sauce über die Gnocchi verteilen. Gut passt ein grüner Salat dazu.

Zauberpflanzen

Hexe sein ist heute “in” - so erfährt altes Heilwissen einen wahren Boom. Letzteres ist das Gute daran.
Es hat sie immer gegeben - die Hexen mit guten und bösen Absichten, mit hilfreichen, wohltätigen oder mit schädlichen, unheilbringendem Wissen bewandert in weiser oder schwarzer Magie. Ihre Kräfte schöpfen die Hexen aus den Kräften der Natur, in der Hauptsache gibt ihnen die Pflanzenwelt das nötige Rüstzeug zur Ausübung ihrer Zunft.

Seit Anbeginn der Menschheit werden Pflanzen als Nahrungs- und Heilmittel, für Bau- und Brennmaterial oder zum Schutz der Wohnstätten vor allem von Frauen gesammelt und erprobt. Im Lauf der Zeit sammelte sich unschätzbares Wissen - auch über psychoaktive Wirkungen.
In griechischen oder germanischen Mythen, in der Bibel, bei den Gebrüdern Grimm oder Goethe waren Zauberpflanzen selbstverständlicher Bestandteil des Geschehens. Sehr oft waren berühmte historische oder mythische Persönlichkeiten Zauberer oder Heilkundige. Unter dem Einfluss des Christentums wurde im Zuge der Hexenverfolgungen in über 300 Jahren wertvolles Volkswissen auf grausame Art ausgelöscht.
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Intelligenz

.. ist eine menschliche Fähigkeit.
Der Begriff wird reichlich überstrapaziert und ist im Gegenzug dazu sogar messbar. Die Faktoren, die die Intelligenz bewerten, sind trotzdem nicht unbedingt einheitlich.
Im Gegenteil, es ist ein recht individueller Faktor. Oft genug reicht es schon, seine Umwelt auf eine besondere Art zu akzeptieren, aus ihr zu lernen, MIT ihr zu handeln und zu leben … um hochintelligent zu sein.
Was sich daraus ergeben kann, ist für manche Menschen nicht zu erahnen - möglicherweise weil ein gewissen Quäntchen Intelligenz dazu fehlt …

Sommerzeit

Dieses Wochenende ist es wieder so weit! Uns wird doch glatt eine Nachtstunde unterschlagen - wie jeden letzten Sonntag im März beginnt die Sommerzeit. Zum Glück bekommt man die Stunde aber am letzten Sonntag im Oktober wieder zurück.
Dennoch könnten die Hormone verrückt spielen …

Die Sommerzeit wurde in den 80er Jahren in unseren Ländern wieder eingeführt. Energiesparmöglichkeiten wurden gesucht, um der Ölkrise entgegen zu wirken und in ihr wieder gefunden. Der Einfall der Sommerzeit wird einem gar nicht so ernst zu nehmenden Aufsatz von Benjamin Franklin aus dem Jahre 1784 zugeschrieben und wurde bis zu Zeiten des ersten Weltkrieges in einigen europäischen Ländern und in den USA praktiziert. Der Einwand der Bauern, dass sich die Nutztiere auf diese Zeitkorrektur bzw. -verschiebung nicht einstellen werden können, hat sich als haltlos erwiesen.

Was wären wir ohne Uhr? Kaum vorstellbar dieses Richtmaß nicht zu haben - Chaos pur. Wie machten das nur unsere Ahnen?
Früher war die Sonnenuhr, die schon mehr als Tausend Jahre bekannt ist, das einzige Mittel zur Zeitangabe. Sie war an Rathäusern oder Kirchtürmen angebracht, sodass sie von den Einwohnern gut wahrgenommen werden konnte. Zeit spielte damals jedoch noch eine untergeordnete Rolle im Tagesablauf. Man orientierte sich eher am Tageslicht im allgemeinen. Der Brauch des täglichen “Ave-Läutens” der Kirchenglocken um Punkt Zwölf Uhr mittags begründet sich wohl im 15. Jahrhundert daraus, dass auch die am Feld arbeitenden Menschen diesen markanten Zeitpunkt des Tages aufmerksam gemacht wurden. Auch heute läuten die Glocken zu dieser Tageszeit und läuten andererseits auch andere Ereignisse ein, wie Messen, Begräbnisse, Taufen, Katastrophen o.ä.

In Zeiten mobilen Verkehrs - etwa seit der Erfindung der Eisenbahn - kamen die Menschen jedoch dahinter, dass die Sonne nicht als einheitliches Messgerät der Uhrzeit zur Verfügung steht, da sie in nur wenige hundert Kilometer Entfernung schon um einige Minuten differiert. Die Länder der Welt einigten sich so vor mehr als hundert Jahren auf eine Zeitzoneneinteilung und wies unseren Breiten die “Mitteleuropäische Zeit” zu.

Und damit begann dann wohl der Stress - mit den Terminen, dem Zuspätkommen, dem Tagesablauf nach dem Minutenzeiger…

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