Oktober
Im altrömischen Kalender (Jahresbeginn März) war dies der achte Monat im Jahr. Folglich lässt sich der Name darauf ableiten. Der Oktober wird auch Weinmonat, Schlachtmonat, Sämonat oder Herbstmonat genannt.
Feste im Oktober gibt es viele, jedoch eines ist bis weit über die Grenzen bekannt. Das Oktoberfest in München. Es findet seit der Heirat König Ludwigs I. von Bayern mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen auf der Theresienwiese statt. Und zwar seit dem 12. Oktober 1810! Ausgelassene Stimmung, Unmengen an Bier und Brezeln, Jahrmarktstimmung bezeichnet dieses Fest bis heute.
Doch auch in anderen Städten und Dörfer haben Oktoberfeste lange Tradition. Verbunden sind sie auch mit Wiesenmärkten, wo Bekleidung, Schuhwerk, Geschirr und andere Vorräte für den kommenden Winter angeboten wurden/werden.
Ursprüngliche Erntedankfeste werden in Gottesdiensten und Segnungen abgehalten. Vielfach finden sich auch heilige Messen auf Feldern. In die Kirchen werden Körbe mit Gemüse und Früchten gebracht. Beliebt ist dieser Brauch auch bei Kindern, die gerne ihr eigenes Körbchen mit in die Kirche nehmen …
In der dritten Oktoberwoche werden vielerorts Kirchweihfeste abgehalten. Ursprünglich ein rein kirchliches Fest mit Prozessionen und Gottesdiensten. Eingeweiht wurden dem Namen nach zu schließen zu dieser Jahreszeit auch neu erbaute Kirchen.
Ab dem 9. Jahrhundert wurde es eher zu einem weltlichen Jahrmarktfest mit Schaustellern und Tanzveranstaltungen. Ein Fest des ganzen Dorfes, wozu auch Verwandte eingeladen werden. Diese Feste dauern zumeist drei Tage und bieten auch Gelegenheit zur Völlerei und ausgedehnten Genüssen. Gewöhnlich bekamen Dienstboten frei.
Im Tischgebet wird jedoch auch an die Toten gedacht, Familien besuchen verstärkt die Gräber.
Vereinzelt wird die Kirchweih durch eine Puppe verkörpert, die vergraben wird.









