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Beiträge der Kategorie 'März'

Spinat

spinacia oleracea

… gehört zu den Gänsefußgewächsen und wird nach den Aussaatterminen in Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterspinat unterteilt. Der Frühlingsspinat hat sehr zarte Blätter und kann daher auch als roher Salat verspeist werden. Die anderen Sorten eignen sich eher zum Blanchieren. Essbar sind Wurzel und Blätter. Im Handel wird er frisch oder als Tiefkühlware passiert (mit Rahm) oder als Blattspinat angeboten. Geerntet wird vor der Blüte.
Wertvoll als Nahrung ist er durch den hohen Mineral- und Vitamingehalt (Phosphor, Kalium, Magnesium, Vitamin A, B und C..) Der Eisengehalt ist jedoch nicht so hoch, wie es oftmals angenommen wird. Leider enthält er auch viele Nitrate und Oxalsäure, die jedoch durch das Kochen wesentlich vermindert werden. Wärmen sollte man Spinat jedoch nicht, weil sich die Nitrate in Nitrite umwandeln können, die giftig sind.
Milder und süßer im Geschmack ist die japanische Sorte Horenso.
Der Spinat stammt vermutlich aus Persien und kam etwa im 14. Jhdt. (oder auch früher, in den Kochbüchern gibt es verschiedenste Angaben) nach Spanien, von wo er sich in Europa ausbreitete.
Besonders beliebt ist er in Italien, vor allem in der Gegend rund um Florenz. Man sagt, es war das Lieblingsgemüse der Katharina von Medici. Gewöhnlich bezeichnet man Spinatgerichte in Italien als “Florentiner Art”.

Aber egal ob Florentiner Art oder wie auch immer - am heutigen Gründonnerstag wird Spinat traditionell gerne verspeist, z.B. mit Kartoffel und Spiegelei oder als …

Spinatstrudel

Blätterteig, Blattspinat (kurz blanchiert oder TK), Schafskäse, Pfeffer, Oregano, eine Hand voll Pinienkerne - Salz nur wenn der Käse mild ist.

Teig leicht ausrollen, Blattspinat, Käse und Pinienkerne verteilen, würzen - zusammenrollen, mit Eiermilch bestreichen und im Rohr goldbraun backen.

geht schnell und schmeckt lecker - auch mit Schnittlauch- oder Radieschensauce und Salat.

Kärntner Eierkren

Ob der Eierkren nur in Kärnten zur Osterjause verzehrt wird oder auch in anderen Regionen bekannt ist, weiß ich nicht. Aber die Suchbegriffe, die derzeit mein Blog anpeilen, sprechen dafür. “Kärntner Eierkren” ist in den letzten Tagen über div. Suchmaschinen sehr gefragt. Gut so - weil er wirklich ein Genuss ist!

Meine Besucher werden auf die Kärntner Osterjause geleitet. Das Rezept für den “Kärntner Reinling” wird wohl gefunden, aber er ist nicht so scharf wie Kren bzw. für die deutschen Leser Meerrettich.

Soviel vorweg, für den Eierkren gibt es kein ausgesprochenes Patentrezept, jede Hausfrau hat hier ihre Vorlieben und Küchengeheimnisse.
Ich auch! ;-) Aber eine Standardvariante kann ich anbieten, allerdings mit keinen genauen Mengenangaben - hier fordere ich den eigenen Geschmack.

Es werden gekochte Eier fein gehackt, mit wenig Öl und einem guten Schuss Essig (Tafelessig, Apfelessig oder Weinessig, ev. mit Wasser verdünnen) vermengt, sodass keine zu feste Masse entsteht. Nun wird der geriebene frische! Kren (nicht zu wenig, aber so dass man den fertigen Eierkren ohne Tränen und das dringende Verlangen nach Taschentücher genießen kann) beigefügt. Den Eierkren lässt man einige Stunden ziehen.
Manche Hausfrauen geben auch fein gewürfelten Zwiebel oder ebenso fein geschnittene Scharlotten dazu, ich persönlich mag das allerdings nicht.

So - und nun ran ans Probieren und Krenreiben! ;-)

Hlg. Joseph

Am 19. März ist der Tag des Heiligen Joseph. Als Ehemann der Mutter Jesu und Nährvater ist er Patron der Eheleute, Keuschheit und Jungfräulichkeit. Als Zimmermann ist er auch Patron der Arbeiter und Handwerker aber auch der Ingenieure und gilt mancherorts als Landespatron. In Österreich für die Bundesländer Kärnten, Steiermark, Tirol und Vorarlberg.
Der Josephitag ist seit dem 10. Jahrhundert als Gedenktag verzeichnet, wohl als Ersatz für die römische Göttin der Handwerker Minerva, und ist seit 1621 im römischen Kalender fix verankert.

Der 19. März ist darüber hinaus ein wichtiger Lostag für das Wetter. Schönes Wetter bringt ein gutes Jahr, Wind bedeutet jedoch Wind das ganze Jahr über. Ist es am Josephitag klar - folgt ein fruchtbares Jahr.

In den bäuerlichen Gegenden und weit verstreuten Gehöften ist es üblich zum Josephitag in größeren Dörfern und Städten einen Markt abzuhalten. So konnte die abgelegene Bevölkerung erstmals nach den Wintermonaten ins Dorf wandern und ihren Vorrat an Bekleidung, Hausrat und Nahrungsbedarf beschaffen. Dieses gesellschaftliche Ereignis hat sich bis heute erhalten, wenn auch nicht mehr der ursprüngliche Sinn bedeutsam ist, so werden vielerorts große oder kleinere Josephimärkte abgehalten. Das Angebot ist im Wesentlichen das Gleiche wie seinerzeit. Neben Alltagsbedarf und Haushaltsgegenständen wird für das leibliche Wohl gesorgt und Unterhaltung durch Vergnügungsparks geboten.

Osterfeuer

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Das Feuer ist den Menschen seit der Entdeckung heilig. Feuerbräuche gibt es sehr viele. Das Osterfeuer lässt sich von einem heidnischen Brauch ableiten, wonach die Frühlingssonne beim ersten Frühlingsvollmond mit einem Feuer begrüßt wurde. Das Feuer sollte die Sonne zur Erde herabziehen und ihre energetischen Kräfte auffangen bzw. empfangen.
Im christlichen Sinne entstand das Osterfeuer etwa um 700 in Frankreich. Die Symbolik des Feuers wird auf Gott, die Auferstehung und die Erscheinung Christus übertragen. Am Osterfeuer wird auch üblicherweise die Osterkerze angezündet und mit ins Haus genommen.
Vielerorts ist es auch heute noch Brauch, einen großen Reisighaufen anzuzünden. Die Menschen aus dem ganzen Ort treffen sich dort um zu beten, zu gedenken und letztendlich auch einige Rituale, die aus dem Feuer-Sonnenkult zu bewahren. Letzteres wahrscheinlich eher unbewusst. So springen mutige Burschen über das Feuer, tanzen Menschen um das Feuer herum oder lassen Ratschen lärmen.

Osterlamm

… als Sinnbild für alle Sünden der Welt. Stumm, klein, hilflos, wehrlos. Schon im Alten Testament wird das Lamm als Opfertier genannt und Christus wurde vom Apostel Paulus Osterlamm genannt, was seine Unschuld symbolisieren soll.
Daher ist zu Ostern der Brauch verbreitet ein Osterlamm zu schlachten und zu weihen.

Heutzutage besinnen sich die Menschen aus tierschutzgedanklichen Überlegungen darauf, ein Lamm aus Biskuitteig oder Rührteig zu verzehren.

Osterlamm

Entsprechende Backform besorgen!

8 Eier mit
200 g Staubzucker,
1 Packerl Vanillinzucker,
1 Prise Salz und
abgeriebener Zitronenschale gut schaumig schlagen.

160 g Mehl und 160 g Stärkemehl fein mischen und unter die Schaummasse rühren.

Zuletzt 100 g Öl oder Butterschmalz unterheben.

Im vorgeheizten Backrohr ungefähr 10 Minuten bei 220 Grad backen.

Palmsonntag

Nicht die Geburt Jesu Christi (Weihnachten) sondern die Auferstehung bildet den eigentlichen Kern der christlichen Religion. Deshalb ist Ostern das Hauptfest und zugleich auch das älteste Fest der christlichen Kirchen. Viele regionale religiöse Bräuche haben sich bis heute erhalten.
Auch im übertragenen Sinne lässt sich die Botschaft dieses Festes erkennen: die Auferstehung (das Erwachen) der im Winter scheinbar abgestorbenen Natur. Im Volksglauben fehlen zu dieser Zeit auch Liebes- und Wetterorakel nicht. Zudem gibt man sich nach der langen Fastenzeit wieder gerne der Völlerei hin.

Ostern
Palmstrauß

Am Palmsonntag wird ein Palmstrauß, meist grüne Zweige, Palmkätzchen, Haselzweige, Weidenruten oder je nach Region und Brauch ähnliches gebunden und mit Schleifen, bunten Ostereiern und Brezeln geschmückt, zur Erinnerung an Christi Einzug in Jerusalem geweiht. Den Strauß hält man in der Hand oder - je nach Region - bindet ihn an einen oft mehrere Meter langen Stab.
Mancherorts ist es üblich einen Esel zu schmücken und mit einer darauf sitzenden Christusstatue durch das Dorf zu führen. Wer den Esel ein Stückchen zieht, dem werden alle Sünden genommen. In der Kirche selbst werden Leidensgeschichten erzählt und die Heilige Messe zum Palmsonntag gelesen.
Nach der Messe geht man mit dem Palmstrauß drei Mal um das Haus, um Unglück abzuwenden.
Der Palmzweig wird das ganze Jahr über aufbewahrt. Er schützt vor Blitzschlag und Hexen. Ein paar Palmkätzchen werden auch gerne unter das Saatgut gemischt oder man schluckt sie als vorbeugende Maßnahme gegen Fieber und Halsschmerzen. Sie sollen auch ein Mittel gegen Warzen sein und orakeln Tod oder Krankheit.

Gründonnerstag

Zu Gründonnerstag fällt Dir spontan Spinat ein? Mir auch, doch die Bedeutung grün kommt weder von der grünen Farbe des Spinates noch von der nun grün werdenden Natur. Vielmehr leitet sich der Begriff vom mittelhochdeutschen “grinen” ab, was soviel wie weinen bedeutet. Den christlichen Geschehnissen nach, wurden an diesem Tag die engsten Vertrauten Jesus zum Abendmahl gebeten. (Passahmahl)

Dennoch gilt dieser Tag heute als Fastentag, wobei eben vor allem grünes Gemüse erlaubt ist. Es verleiht Frische und Kraft. So bleibt es nicht aus, dass sich um Speisen auch Aberglaube rankt. Werden neun verschiedene Kräutersorten verspeist, beugt man Fieberanfällen vor. Honig, Linsen oder Hirse versprechen Geld, ein Apfel (mit Stiel und Gehäuse) verspricht Gesundheit. Ein Gründonnerstagsei soll gefährliche Tiere und Ungeziefer abwehren und stellen aufgehängt an Dachbalken einen Schutz vor Lawinen und Hochwasser dar. Pflanzen und Bäume wachsen an diesem Tag besonders gut an und auch Fensterblumen, die angesetzt werden, blühen besonders reich.
Mancherorts haben sich Bräuche mit lautem Krach erhalten, die Abwehrcharakter besitzen und auf den Frühlingsbeginn hinweisen. Die Dämonen des Winters werden endgültig vertrieben.

Aber zurück zum katholischen Glauben. In den Messen wird das Abendmahl mit Jesus gefeiert. Erinnert wird auch an das Waschen der Füße seiner Jünger. Füße waschen war Sklavenarbeit und symbolisiert somit Dienstbarkeit. Dieses Symbol hat sich bis heute erhalten. Schon 694 sind liturgische Fußwaschungen aus Spanien überliefert. Am Gründonnerstag wird das “Allerheiligste” aus den Kirchen getragen. Die Tabernakel bleiben leer und offen, die Altäre schmucklos.
Die Glocken bis zur Osternacht nicht mehr. Man glaubt, sie fliegen nach Rom… deshalb ist es vielerorts üblich, Gläubige mit Ratschen (Holzklappern) zur Messe zu rufen. Meist übernehmen das die Kinder der Gemeinden.

Der Fastentag kommt mir sowieso gelegen. Seit Montag schlage ich mich mit einer argen Magen-Darmverstimmung herum. Essen behalte ich kaum bei mir. Auch kein grünes Gemüse.

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  • Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.
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