Freiheit (Rousseau)
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778)
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778)
Es ist nur eine Religion, aber es kann vielerlei Arten des Glaubens geben.
Immanuel Kant, 1724 - 1804, deutscher Philosoph
Es ist mir eben angethan,
Zwei schöne Augen sahn mich an,
Und in den süßen feuchten Schein
Blickt’ ich zu tief, zu tief hinein.
Mir schwirrt der Kopf, mir glühn die Wangen,
Und nun kommt draußen der Lenz gegangen
Ueber die Hügel, über den Fluß,
Die Schwalbe zwitschert ihren Gruß,
Die Wolken ziehn und zwischendrein
Fließet der lichte Sonnenschein,
Und aus dem klar vertieften Blau
Säuselt es linde, weht es lau,
Man meint, die Veilchen sind schon da.
Das ist ein sehnsuchtsvolles Weben,
Ein heimlich Locken und Leben
Allüberall, fern und nah.
Und du, mein Herz, wirst nie gescheidt,
Lässest so willig dich verführen,
Öffnest der Sehnsucht Thor und Thüren;
Von Liebes-Freud und Leid
Singest du Lieder,
Und bist so froh, bist ganz so thöricht wieder,
Als wie in deiner jungen Zeit.
Emanuel Geibel (1815-1884)
Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
Die Tage kommen blütenreich und milde,
Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
Vom Himmel abwärts, wo die Tag entstehen.
Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten
Wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.
Friedrich Hölderlin
So ganz stimmen diese Zeilen nicht mehr. Es blüht viel mehr schon im Winter, im Frühling könnte es leicht passieren, dass der Schnee die zarten Knospen und Pfänzchen erstickt.
Was für ein Februar und Märzanfang - immerhin noch kein Frühling dem Kalender nach. Es ist trocken und warm, kein Schnee, der schmelzen könnte. Auf die Jahreszeiten ist kein Verlass mehr!
Morgen soll es übrigens in Kärnten bis in die Täler schneien. Auch in Klagenfurt.
Vertrauen ist Mut und Treue ist Kraft.
Marie von Ebner-Eschenbach, 1830 - 1916,
österreichische Schriftstellerin
Gräfin (oder Freiherrin) Ebner-Eschenbach stammt aus adeligem Geschlecht, absolvierte eine Uhrmacherlehrer, was für die damalige Zeit ungewöhnlich für eine Frau, noch dazu aus gutem Hause war. Sie setzte sich aktiv für Frauenrechte ein, was sich in ihren Werken widerspiegelt. Immerhin schrieb sie ja kaum um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sondern um mit ihren Gedanken ein Stück Welt zu verändern.
Marie von Ebner-Eschenbach ist eine der bedeutensten deutschsprachigen Literaten des 19. Jhdts. (in Mähren geboren, in Wien verstorben). Sie schrieb vor allem Romane und psychologische Erzählungen. Ihr Durchbruch gelang 1880 nach damals wenig erfolglosen Dramen (Maria Stuart in Schottland, 1860) mit den Dorf- und Schlossgeschichten sowie Lotti die Uhrmacherin, 1887 folge Das Gemeindekind
Bemerkenswert sind ihre Aphorismen; Das ist eine Sammlung kurzer, aber prägnanter Gedankensplitter, die heute noch ihre Gültigkeit haben und zum Philosophieren anregen.
Immer wieder lesenswert und ideal als Geschenksbuch.
Sage mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.
Wladimir Iljitsch Lenin
1870 - 1924, russischer Politiker, Philosoph und Schriftsteller
Zwar dauert es laut Kalender noch ein wenig bis der Frühling beginnt, aber gefühlsmäßig ist er eindeutig schon da. Die Sonne wärmt schon kräftig, die ersten Frühlingsboten der Fauna und Flora haben sich schon längst gezeigt. Aufgrund der vermehrten Lichtintensität fühlt man sich allgemein frischer und unternehmungslustiger.
Nichts kann solche Frühlingsgefühle besser umschreiben als die Poesie:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Annette von Droste-Hülshoff, 1797-1848
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