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Beiträge der Kategorie 'Literatur/Kultur'

Winterbäume

Winterbaum
Winterbaum

Was machen Bäume im Winter, wurde ich heute von Sohnemann gefragt, weil er schon gar nicht mehr wusste was er fragen soll. ;-)
Sie warten wohl auch auf den Frühling!

Bei den milden Temperaturen werden sie wahrscheinlich schon sehr bald erste Knospen austreiben. Für den Fall dass es doch noch kalt wird sind sie gerüstet. Die abgefallenen Blätter bilden am Boden eine warme Decke, die Rinde schützt mit ihren vielen Kammern vor Eiseskälte und manche Bäume bilden sogar eine Art Frostschutzmittel aus Zucker und Eiweiß.
Auch das nehmen wir Menschen uns zu Nutze. In Kanada zum Beispiel, ritzt man bei frostiger Kälte die Rinde von Ahornbäumen an und gewinnt so den Ahornsirup.

Man läßt den Winter sich noch gefallen.
Man glaubt, sich freier auszubreiten,
wenn die Bäume so geisterhaft,
so durchsichtig vor uns stehen.
Sie sind nicht, aber sie decken auch nichts zu.

Goethe

Warum Männer …

… nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können.

Endlich kamen wir dazu, ins Kino zu gehen :-) Die nachweihnachtliche Ruhe machts doch möglich!

2000 erschien das Buch “Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können” von Allan und Barbara Pease. Ein Sachbuch, das das Rollenverhalten und die daraus resultierenden (Beziehungs)Missverständnisse zwischen Mann und Frau aufdecken soll. Klischees, die das Leben schreiben muss. Witzig aufbereitet und dennoch fehlt es nicht an einer gewissen Sachlichkeit, die die These vertritt, dass sich das Verhalten der Geschlechter in frühester Evolution verankert. Das Buch - das Nachfolgebuch weniger - fand ich damals nicht schlecht und so war ich trotz nicht allzuguter Bewertungen auf den Film gespannt.

Tja, der Film von Leander Haußmann war auch nicht schlecht. Kein Lehrfilm, sondern leichte Unterhaltung, nicht tiefsinnig, aber mit Witz und Humor aufbereitet. Dazu tragen nicht zuletzt die überzeugenden Schauspieler Benno Fürmann, Jessica Schwarz und Uwe Ochsenknecht bei … und natürlich auch die anderen. Herzensbrecher und Powerfrau, Alphamännchen und sein Weibchen - Stereotype mit Happyend.

Unter dem Strich betrachtet haben wir Menschen oder besser gesagt die Spezies Mann und Frau demnach nichts dazugelernt. Wir leben trotz modernen Einflüssen, wachsendem Verstand in völlig unterschiedlichen Welten. Schaut man in Beziehungen hinein, muss man zugeben, dass dieser Unterhaltungsfilm der Realität ziemlich nahe ist…

Advent in Velden

Weihnachtsdekoration
Lichterzauber

… steht im Zeichen der Engel und Christkinderln. Dort findet man selten einen Weihnachtsmann, was meinem Sinn nach Tradition in unserer Gegend sehr entgegen kommt.
Die Häuser sind ähnlich geschmückt, hie und da ein Schneemann ansonsten stimmungsvolles Licht und DIE Engelern. Der Markt hat allerdings nur an den Wochenenden geöffnet. Heute waren alle Standerln geschlossen, die Straßen menschenleer. Wir hatten aber ohnehin nicht vor, uns dort groß aufzuhalten, sondern “mussten” einen Termin wahrnehmen. Schade in diesem Sinne.

Weihnachtsengel
Weihnachtsengel

Es wird ein Engel dir gesandt,
um dich durchs Leben zu begleiten.
Er nimmt dich liebend an der Hand
und bleibt bei dir zu allen Zeiten.
Er kennt den Weg, den du zu gehen hast,
und trägt mit dir der Erde Leid und Last.

Es wird ein Engel dir gesandt,
dem sollst du dich gern anvertrauen.
Auf ihn soll stets und unverwandt
das Auge deiner Seele schauen.
Er trägt zu deinem Schutz das Schwert des Herrn
und ist dir nie mit seiner Hülfe fern.

Es wird ein Engel dir gesandt,
dem sollst du niemals widerstreben,
Und hast du ihn vielleicht verkannt,
so zwing ihn nicht, dich aufzugeben,
Denn bautest du auf deine Kraft allein,
es würde nur zu deinem Unglück sein.

Karl May

Zwei Kerzen

Das zweite Adventwochenende ist wieder schneller vorbei als mir lieb ist. Noch 14 Tage bis Weihnachten, noch 22 Tage in diesem Jahr - und dann darf man wieder eine Bilanz ziehen für ein Jahr, das wie immer voller Höhen und Tiefen war.

Immer ein Lichtlein mehr

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius

Knecht Ruprecht

Von drauß´, vom Walde komm´ ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr.
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen.
Und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.
Und wie ich so strolcht´ durch den finstern Tann,
da rief´s mich mit heller Stimme an:

"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alte und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn:
und morgen flieg´ ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden!"

Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
meine Reise bald zu Ende ist.
Ich soll nur noch in diese Stadt,
wo´s eitel gute Kinder hat."

"Hast denn das Säcklein auch bei dir ?"
Ich sprach : "Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern."

"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
doch für die Kinder, nur die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten."

Christkindlein sprach : "So ist es recht,
so geh mit Gott mein treuer Knecht."
Von drauß, vom Walde komm´ ich her;
ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr.
Nun sprecht, wie ich`s hierinnen find!
Sind`s gute Kind, sind´s böse Kind?

Theodor Storm

Der Nikolaus, wie er in unserer Gegend die Kinderherzen erfreut, kam traditionellerweise schon gestern - ohne Krampus versteht sich. Die sahen wir am Wochenende bei diversen Krampusläufen….

Die Bräuche sind von Region zu Region und christlichen Glaubensvorstellungen verschieden, einen kleinen Überblick gab es schon voriges Jahr in diesem Blog. Zur Nachlese Who is who.

Arbeitskollegen

Fürchte den Stier von vorne, den Esel von hinten und die Kollegen von allen Seiten.
Autor unbekannt - gelesen bei aphorismen.de

Mehr Worte braucht es zu diesem Thema nicht…

Die letzte Rose

rox01Letzte Rose, wie magst du
So einsam hier blühn?
Deine freundlichen Schwestern
Sind längst, schon längst dahin.
Keine Blüte haucht Balsam
Mit labendem, labendem Duft,
Keine Blätter mehr flattern
In stürmischer Luft.
Warum blühst du so traurig
Im Garten allein?
Sollst im Tod mit den Schwestern,
Mit den Schwestern vereinigt sein.
Drum pflück ich, o Rose,
Vom Stamme, vom Stamme dich ab,
Sollst ruhen mir am Herzen
Und mit mir, ja mit mir im Grab.

Friedrich von Flotow

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