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Beiträge der Kategorie 'Literatur/Kultur'

Die Rose

Die Rose ist etwas so Schönes,
dass auch der wahnsinnigste Züchter sie nicht verderben kann.
(Konrad Adenauer)

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Der Rose süßer Duft genügt,
Man braucht sie nicht zu brechen -
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
Den wird ihr Dorn nicht stechen.
(Friedrich von Bodenstedt)

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Ode an die Rose

Rose, Wunder aller Blumen, die blühen,
jedes Blatt ein Zeuge der Liebe im Frühling.
Selbst die himmlischen Mächte erfreuen sich ihrer.
Sie ist die junge Leidenschaft der Aphrodite,
sie ist der Liebling der Cythere,
die Schläfe mit Blumenblättern umkränzt
und mit ihrem süßen Parfüm
macht sie ihre Herren trunken.
(Anakreon)

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Mit vierzig Jahren wird der Mensch gescheit. Die anderen dreißig Jahre, die er gescheit ist, ärgert er sich darüber, nicht früher gescheit geworden zu sein. Dabei sollte er froh sein, daß er erst mit vierzig gescheit wurde. Wäre er es mit zwanzig geworden, würde er mit fünfzig sterben; denn länger als dreißig Jahre hält‘s kein gescheiter Mensch auf der Welt aus.
(Gottlieb Moritz Saphir)

Die ersten vierzig Jahre unsers Lebens liefern wir den Text, die folgenden dreißig den Kommentar, der uns den wahren Sinn und Zusammenhang des Textes nebst der Moral und alle Feinheiten derselben erst recht verstehen lehrt.
(Arthur Schopenhauer)

Fünfunddreißig Jahre ist ein reizvolles Alter. Es gibt Damen allerhöchster Geburt, die aus freier Wahl jahrelang fünfunddreißig bleiben, nachdem sie vierzig geworden sind.
(Oscar Wilde)

Eine Frau ist ein Engel mit zehn, eine Heilige mit fünfzehn, ein Teufel mit vierzig und eine Hexe mit achtzig.
(aus England)

Mit zwanzig Jahren regiert der Wille, mit dreißig Jahren der Verstand und mit vierzig Jahren das Urteilsvermögen.
(Benjamin Franklin)

Ich kann es nicht fassen, wie schnell die letzten zehn Jahre vergangen sind… und befürchte, dass die nächsten zehn noch schneller vergehen werden. Zwei Tage gebe ich mich der mittelschweren Krise noch hin, dann schließ ich mich am besten den Worten von O. Wilde an …

Tulpen

sind nun zwar schon alle längst verblüht … aber schön waren sie schon - die Tulpenbeete.

048

Die Tulpe

Andre mögen andre loben,
Mir behagt dein reich Gewand,
Durch sein eigen Lied erhoben
Pflückt dich eines Dichters Hand.
In des Regenbogens sieben
Farben wardst du eingeweiht,
Und wir sehen, was wir lieben,
An dir zu derselben Zeit.

Als mit ihrem Zauberstabe
Flora dich entstehen ließ,
Einte sie des Duftes Gabe
Deinem hellen, bunten Vlies.

Doch die Blumen all, die frohen,
Standen nun voll Kummers da,
Als die Erde deinen hohen
Doppelzauber werden sah.

“Göttin! o zerstör uns wieder,
Denn wer blickt uns nur noch an?”
Sprach’s die Rose, sprach’s der Flieder,
Sprach’s der niedre Thymian.
Flora kam, um auszusaugen
Deinen Blättern ihren Duft:
“Du erfreust”, sie sagt’s, “die Augen,
Sie erfreun die trunkne Luft”.

(August Graf von Platen, 1796-1835)

Jeden Morgen

Jeden Morgen in meinem Garten
öffnen neue Blüten sich dem Tag.
Überall ein heimliches Erwarten,
das nun länger nicht mehr zögern mag
Die Lenzgestalt der Natur ist doch wunderschön,
wenn der Dornbusch blüht und die Erde
mit Gras und Blumen prangert.

Matthias Claudius, 1740-1815

Narzisse

Die schönste Zeit

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingsssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

(Annette von Droste-Hülshoff, 1797-1848)

Tulpe

Gut gegen Nordwind

Gut gegen Nordwind… Wochenendlektüre vom Feinsten!

Eine Geschichte, die eigentlich keine ist, das gesamte Buch besteht aus dem E-Mail-Verkehr zwischen Emmi Rothner und Leo Leike. Angefangen hat alles so harmlos, eine Irrläufermail, eine Antwort aus Höflichkeit, zwei Menschen, die sich rein schriftlich anziehend finden. Viel Gefühl im virtuellen Raum, das mit der Realität dieser beiden nicht vereinbar scheint. Kann man aber Virtualität und Realität so ohne weiteres trennen? Wäre ein Treffen die Erfüllung dieser Beziehung oder das Ende?
Daniel Glattauer schreibt mit viel Sprachwitz und fesselt wahrscheinlich gerade “Internet- und Mailboxbenützer” von Mail zu Mail. Aber ich denke dieser Stoff ist nicht nur für ebendiese Zielgruppe interessant und faszinierend.

Der Inhalt an sich ist ja mehr als zeitgemäß. Wenn man bedenkt wieviele Menschen sich über das Netz kennen und auch lieben lernen, wieviel Herzblut in die Virtualität, wieviel Gefühl in die Ungewissheit gesteckt wird, ist das schon erstaunlich - und mitunter auch nicht ungefährlich.
Im Gegenzug zerstört gerade dieses Netz voller geheimnisvoller Reize Ehen und Partnerschaften. Manchmal auch auf einer Ebene, der gegenüber man machtlos ist… buchstäblich.

Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es Paare die sich über das Netz kennen gelernt haben und auch welche, die eindeutig durch das Netz getrennt wurden.
Selber habe ich in den letzten 9 Jahren natürlich auch schon einige Erfahrungen gemacht und in diesem Sinne sogar einige Experimente - aber das wäre ein anderes Thema.
Wenn ich schreiben könnte, würde ich doch glatt ein Buch darüber veröffentlichen. ;-)

Der Atem des Himmels

Der Atem des HimmelsWinter 1953/53 im Walsertal; ein ungewöhnlich warmer Winter, der erste Schneefall soll sich erst Mitte Januar einstellen. Ein Winter voller zwischenmenschlicher Beziehung in der Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit… eine Tragödie - menschlich und katastrophal. Der starke Schneefall bringt in nur zwei Tagen Naturgewalten mit sich, die mehr als 80 Menschenleben mitreißen; ein ganzes Dorf ist unter Lawinen begraben.

Reinhold Bilgeri, den ich bisher eher als Austropopper, denn als Schreiber kannte, schreibt Lokalchronik und Liebesgeschichte in feinster, berührender Sprache zugleich…. zudem ein mahnender Beitrag an unsere Umweltsünden des letzten Jahrhunderts.

Absolut empfehlenswert!

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