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Beiträge der Kategorie 'Literatur/Kultur'

Die Jahre - Goethe

Die Jahre sind allerliebste Leut:
Sie brachten gestern, sie bringen heut,
Und so verbringen wir Jüngern eben
Das allerliebste Schlaraffen-Leben.
Und dann fällts den Jahren auf einmal ein,
Nicht mehr, wie sonst, bequem zu sein;
Wollen nicht mehr schenken, wollen nicht mehr borgen;
Sie nehmen heute, sie nehmen morgen.

Johann Wolfgang von Goethe

Tod und Teufel

Tod und Teufel
Tod und Teufel

Dieser Roman von Frank Schätzing war heuer mein Strandbegleiter, den ich für diese Zwecke heiß empfehlen kann.

Köln, 1260: der Tage- und Gelegenheitsdieb Jacop der Fuchs beobachtet den Mord am Dombaumeister Gerhard Morart. Allerdings wird auch er vom Mörder gesehen. Eine Hetzjagd durch das historische Köln nimmt seinen Lauf, die Jacops Freunde und Mitwisser in den Tod zieht. Mit Hilfe des Gelehrten Jaspar Rodenkirchen, der schönen Richmondis und ihrem Vater entflechtet sich eine mörderische Intrige der Patrizier gegen den Erzbischof …

Wer Köln kennt wird sich an den historischen Schauplätzen wohl fühlen, ansonsten ist es ein Roman und keinesfalls ein Geschichtsbuch, wodurch sich dieser Krimi locker und flüssig lesen lässt. Historische Hintergründe finden sich in Dialogen mit Jacop von minderen Stand und Bildung, demnach sind sie seicht und oberflächlich gehalten. Die mittelalterliche Gesellschaftsstruktur wird jedoch wunderbar beschrieben.

Übrigens: Meister Gerhard, der geniale Schöpfer des Kölner Doms stürzte tatsächlich vom Gerüst. Die Umstände ließen sich bis heute nicht klären.

Zeitsteuerung

Ich will nur wissen, ob ES funktioniert. Die Sache mit der Zeitsteuerung. Geschrieben habe ich diese Zeilen gestern - und heute müssten sie hier erscheinen!

Scheint zu klappen ;-)

Damit der Versuch nicht ganz umsonst ist, ein Zitat zur Zeit:

Alle reden vom Zeit Totschlagen, dabei schlägt die Zeit uns tot.
- Alphonse Allais -

Bienchen

050807
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Die Biene

Als Amor in den goldnen Zeiten
Verliebt in Schläferlustbarkeiten
auf bunten Blumenfeldern lief,
Da stach den kleinsten von den Göttern
Ein Bienchen, das in Rosenblättern,
wo es sonst Honig holte, schlief.

Durch diesen Stich ward Armor klüger,
der unerschöpfliche Betrüger
Sann einer neuen Kriegslist nach:
Er lauscht in Rosen und Violen;
Und kam ein Mädchen sie zu holen,
Flog er als Bien heraus und stach.

G.E. Lessing

Sommerpoesie

Wenn im Sommer der rote Mohn
wieder glüht im gelben Korn,
wenn des Finken süßer Ton
wieder lockt im Hagedorn,
wenn es wieder weit und breit
feierklar und fruchtstill ist,
dann erfüllt sich uns die Zeit,
die mit vollen Maßen misst.

Dann verebbt, was uns bedroht,
dann verweht, was uns bedrückt,
über dem Schlangenkopf der Not
ist das Sonnenschwert gezückt.
Glaube nur, es wird geschehn!
Wende nicht den Blick zurück!
Wenn die Sommerwinde wehn,
werden wir in Rosen gehn,
und die Sonne lacht uns Glück!

Otto Bierbaum

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Sommerwiese

Klee

Es soll einige Hundert Arten von dieser - eigentlich unscheinbaren - Pflanze geben - in unseren Breiten ist vor allem der Wiesenklee bzw. Rotklee bekannt. Genutzt wird Klee hauptsächlich als Futterpflanze. Obwohl sich hier der Klee vor arge Hungermäuler schützt. Er produziert nämlich Phyto-Östrogene, die bei Säugetieren verhütend wirken. Auch Pflanzen müssen sich schließlich verteitigen.

Interessant wird es, wenn man sich auf die Suche nach dem “Glücksklee” begibt. Vierblättrige Kleeblätter zu finden ist nicht all zu einfach, aber passiert bestimmt jedem mal, wenn er aufmerksam eine Wiese durchstreift.

074.jpg

Vom Himmel kam geflogen eine Taube,
Sie brachte ein Kleeblatt mit dreifachem Laube.
Sie ließ es fallen; glücklich wer es findet.
Drei Blättchen sind es:
Hoffnung - Liebe - Glaube!

Friedrich Rückert

Das Kraut des Klees enthält Isoflavone, Proteine, Gerbstoffe und einige andere günstige Wirkstoffe. Es hilft in der Heilkunde vor allem bei Wechselbeschwerden, Verstopfung, Leberschwäche und wirkt blutreinigend.

Wundersame Plätze in Österreich

… nicht nur für Österreicher.

Wundersame Plätze in ÖsterreichWundersame Plätze in Österreich von Reinhard Habeck beschreibt rätselhafte Begebenheiten, merkwürdige Vorfälle, geheimnisvolle Reliquien und Götteshäuser und kuriose Funde. Erstaunlich, was sich in unmittelbarer Nähe finden lässt und welche Orte unglaubliche Mysterien zu bieten haben. Habeck schreibt locker und leicht verständlich und ist somit vom trockenen Sachbuch weit entfernt. Das Buch ist somit eine Lektüre für alle Interessierten zu diesen Themen, die sich leicht “Zwischendurch” lesen lässt.

Den ein oder anderen Ort dieser “Entdeckungsreise nach Habeck” werde ich sicher in nächster Zeit besuchen - davon wird dann wohl ausgiebig berichtet werden.

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