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Beiträge der Kategorie 'Lesestoff'

Tod und Teufel

Tod und Teufel
Tod und Teufel

Dieser Roman von Frank Schätzing war heuer mein Strandbegleiter, den ich für diese Zwecke heiß empfehlen kann.

Köln, 1260: der Tage- und Gelegenheitsdieb Jacop der Fuchs beobachtet den Mord am Dombaumeister Gerhard Morart. Allerdings wird auch er vom Mörder gesehen. Eine Hetzjagd durch das historische Köln nimmt seinen Lauf, die Jacops Freunde und Mitwisser in den Tod zieht. Mit Hilfe des Gelehrten Jaspar Rodenkirchen, der schönen Richmondis und ihrem Vater entflechtet sich eine mörderische Intrige der Patrizier gegen den Erzbischof …

Wer Köln kennt wird sich an den historischen Schauplätzen wohl fühlen, ansonsten ist es ein Roman und keinesfalls ein Geschichtsbuch, wodurch sich dieser Krimi locker und flüssig lesen lässt. Historische Hintergründe finden sich in Dialogen mit Jacop von minderen Stand und Bildung, demnach sind sie seicht und oberflächlich gehalten. Die mittelalterliche Gesellschaftsstruktur wird jedoch wunderbar beschrieben.

Übrigens: Meister Gerhard, der geniale Schöpfer des Kölner Doms stürzte tatsächlich vom Gerüst. Die Umstände ließen sich bis heute nicht klären.

Wundersame Plätze in Österreich

… nicht nur für Österreicher.

Wundersame Plätze in ÖsterreichWundersame Plätze in Österreich von Reinhard Habeck beschreibt rätselhafte Begebenheiten, merkwürdige Vorfälle, geheimnisvolle Reliquien und Götteshäuser und kuriose Funde. Erstaunlich, was sich in unmittelbarer Nähe finden lässt und welche Orte unglaubliche Mysterien zu bieten haben. Habeck schreibt locker und leicht verständlich und ist somit vom trockenen Sachbuch weit entfernt. Das Buch ist somit eine Lektüre für alle Interessierten zu diesen Themen, die sich leicht “Zwischendurch” lesen lässt.

Den ein oder anderen Ort dieser “Entdeckungsreise nach Habeck” werde ich sicher in nächster Zeit besuchen - davon wird dann wohl ausgiebig berichtet werden.

Gut gegen Nordwind

Gut gegen Nordwind… Wochenendlektüre vom Feinsten!

Eine Geschichte, die eigentlich keine ist, das gesamte Buch besteht aus dem E-Mail-Verkehr zwischen Emmi Rothner und Leo Leike. Angefangen hat alles so harmlos, eine Irrläufermail, eine Antwort aus Höflichkeit, zwei Menschen, die sich rein schriftlich anziehend finden. Viel Gefühl im virtuellen Raum, das mit der Realität dieser beiden nicht vereinbar scheint. Kann man aber Virtualität und Realität so ohne weiteres trennen? Wäre ein Treffen die Erfüllung dieser Beziehung oder das Ende?
Daniel Glattauer schreibt mit viel Sprachwitz und fesselt wahrscheinlich gerade “Internet- und Mailboxbenützer” von Mail zu Mail. Aber ich denke dieser Stoff ist nicht nur für ebendiese Zielgruppe interessant und faszinierend.

Der Inhalt an sich ist ja mehr als zeitgemäß. Wenn man bedenkt wieviele Menschen sich über das Netz kennen und auch lieben lernen, wieviel Herzblut in die Virtualität, wieviel Gefühl in die Ungewissheit gesteckt wird, ist das schon erstaunlich - und mitunter auch nicht ungefährlich.
Im Gegenzug zerstört gerade dieses Netz voller geheimnisvoller Reize Ehen und Partnerschaften. Manchmal auch auf einer Ebene, der gegenüber man machtlos ist… buchstäblich.

Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es Paare die sich über das Netz kennen gelernt haben und auch welche, die eindeutig durch das Netz getrennt wurden.
Selber habe ich in den letzten 9 Jahren natürlich auch schon einige Erfahrungen gemacht und in diesem Sinne sogar einige Experimente - aber das wäre ein anderes Thema.
Wenn ich schreiben könnte, würde ich doch glatt ein Buch darüber veröffentlichen. ;-)

Der Atem des Himmels

Der Atem des HimmelsWinter 1953/53 im Walsertal; ein ungewöhnlich warmer Winter, der erste Schneefall soll sich erst Mitte Januar einstellen. Ein Winter voller zwischenmenschlicher Beziehung in der Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit… eine Tragödie - menschlich und katastrophal. Der starke Schneefall bringt in nur zwei Tagen Naturgewalten mit sich, die mehr als 80 Menschenleben mitreißen; ein ganzes Dorf ist unter Lawinen begraben.

Reinhold Bilgeri, den ich bisher eher als Austropopper, denn als Schreiber kannte, schreibt Lokalchronik und Liebesgeschichte in feinster, berührender Sprache zugleich…. zudem ein mahnender Beitrag an unsere Umweltsünden des letzten Jahrhunderts.

Absolut empfehlenswert!

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  • Der Unglaube schützt nicht vor Aberglaube. Man hat Freigeister gesehen, die von einer Menge abergläubischer Vorstellungen wie mit Fesseln gebunden waren. Die Seele des Menschen kann die Leere der Negativität nicht lange ertragen, und füllt der Mensch diese Leere nicht mit positiven Wahrheiten aus, so muß er es mit Irrtümern tun. Die Vernunft verlangt zu wissen oder zu glauben.
    Ludwig F. Ancillon
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