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Beiträge der Kategorie 'Körper/Geist'

Fango

Tut mir etwas weh, was nicht wirklich nach Krankheit aussieht, dann schiebe ich den Arztbesuch lange vor mir her. Die Halswirbeln und die Nackenmuskulatur sind´s. Eh klar - einseitige Haltung vor dem Bildschirm, Telefonhörer “klemmen”, schweres Handtäschchen ;-) - das alles rächt sich irgendwann. Da hilft auch mehr oder weniger regelmäßiges Joggen wenig.

Nun bekomme ich einige Therapiebehandlungen. Elektro- und Magnetfeld, Streckbank und andere physiotherapeutische Übungen stehen am Programm. Für zu Hause habe ich eine Salbe und - das gefällt mir am besten - eine Fangoanwendung verschrieben bekommen. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas in dieser praktischen Anwendungsform gibt. Nicht dass ich mir (ekeligen) Schlamm auflegen muss - nein, der heilende Stoff wirkt aus einer Wärmepackung. Im Backofen wird der “Fangopolster” erhitzt und dann auf die entsprechenden Körperstellen aufgelegt - sauber, entspannend und wohltuend.

Sollte man sich öfter gönnen, nicht nur wenn es schmerzt.

Dinkelpalatschinken

Schon vor 15.000 Jahren war Dinkel als Pflanze im asiatischen Raum bekannt - der Urweizen sozusagen, jedenfalls ein Vorläufer des Weizen. Im 18. Jahrhundert mauserte sich dieses Getreide zu einem wichtigen Handelgut. Heutzutage greift man wegen der sehr guten Verträglichkeit immer gerne auf die Körner oder das Mehl zurück.

Für Palatschinken nimmt man für eine Hauptmahlzeit für 4 Personen etwa 800 ml Milch, 4 Eier, ein wenig Salz - je nach Fülle (süß oder pikant) ein bis zwei Esslöffel Zucker oder eben keinen - und soviel Dinkelmehl, dass ein recht flüssiger Teig entsteht. Eventuell einen Schuss Mineralwasser zugeben, damit die Palatschinken flaumig werden. Nach und nach in Butter oder Öl ausbacken.

Für die Fülle habe ich heute für eine Palatschinke Ribiselmarmelade genommen und für die andere 200 g Nüsse mit 100 g Honig gemischt und dann in Milch aufgekocht.

Lecker!

Und das alles zu Ehren von Hildegard von Bingen, die Dinkel als das wichtigste Getreide bezeichnet hat. Dinkelmehl kann Weizenmehl durchaus ersetzen - “Nervenkekse” sind wohl bekannt. Am 17. September 1179 ist sie im Kloster Rupertsberg bei Bingen verstorben und hat uns ihre “Hildegard-Medizin” überlassen.

Ok - ich gebe es zu - es war ein Zufall. Gerade eben habe ich einen Artikel über sie und ihr Wirken gelesen und das Sterbedatum passt rein zufällig mit meinen Dinkelpalatschinken zusammen.

Der Weg ist das Ziel

Wanderungen sind nicht jedermanns Sache. Jedermann hatte letzte Woche auch Namen – nämlich die meiner zwei Buben im Alter von 11 und 9 Jahren. Ehrlich gesagt, habe ich in diesem Alter auch andere Vorstellungen eines Urlaubs gehabt. Kinder wollen sich nicht in dieser Form erholen, sie erkennen sie auch noch gar nicht.

Das Ziel der ersten Wanderung auf der Hochrindl war das Weiße Kreuz auf 1805 m. Von unserer Almwohnung aus eine Gehstrecke von rund 4,5 Stunden hin und zurück. Das sollten auch an und für sich wanderunlustige Kinder gut verkraften, wobei genug Zeit für Pausen, Jausenstation, Spaß und Spielereien bleibt. Unterwegs waren wir immerhin knapp über 8 Stunden.

In all diesen Stunden wurde miteinander geredet, auch heikle Themen angesprochen, gelacht, gescherzt, über die Pflanzenvielfalt gestaunt, Schmetterlinge, Kuhherden und anderes Getier beobachtet, riesige Ameisenhaufen bewundert, eifrig geschnitzt, fotografiert … und natürlich auch hin und wieder ob der Strapazen ausgiebig gejammert. Ich sehe die Kinder selten so viele Stunden am Stück in dieser Begeisterung, in dieser Tatkraft und in dieser herrlichen Einigkeit mit sich und mit mir.

Unser Ziel war ein Holzkreuz und eine herrliche Aussicht. Die Kinder fragten mich, wozu sie HIER hin wandern mussten. Welch unsinnige Aktion, hier gibt’s nix – außer dieses Kreuz!

Der Weg ist das Ziel – liebe Kinder, und wir hatten einen langen gemeinsamen Weg an diesem Tag!

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Zwei Vögelchen

… verabreden sich an einem Sommernachmittag zu einem Plausch. Das eine Vögelchen erscheint pünklich am Treffpunkt, das andere Vögelchen lässt auf sich warten.

“Wo kann es denn nur sein? - “Sonst ist es immer pünklich!” “Ich mache mir Sorgen!” - “Wo bleibt es denn nur??” geht es dem einen Vöglechen durch den Kopf, ungeduldig von einem Fuß auf den anderen hüpfend.

Endlich - nach einer guten Stunde - kommt das zweite Vögelchen zum Treffpunkt.

“Wo warst du denn so lange, ich habe mir Sorgen gemacht!” wird es gleich vom wartenden Vögelchen begrüßt.

“Ach weißt du, heute ist so schönes Wetter. Da habe ich mir gedacht: ich geh´ zu Fuß!”

Klee

Es soll einige Hundert Arten von dieser - eigentlich unscheinbaren - Pflanze geben - in unseren Breiten ist vor allem der Wiesenklee bzw. Rotklee bekannt. Genutzt wird Klee hauptsächlich als Futterpflanze. Obwohl sich hier der Klee vor arge Hungermäuler schützt. Er produziert nämlich Phyto-Östrogene, die bei Säugetieren verhütend wirken. Auch Pflanzen müssen sich schließlich verteitigen.

Interessant wird es, wenn man sich auf die Suche nach dem “Glücksklee” begibt. Vierblättrige Kleeblätter zu finden ist nicht all zu einfach, aber passiert bestimmt jedem mal, wenn er aufmerksam eine Wiese durchstreift.

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Vom Himmel kam geflogen eine Taube,
Sie brachte ein Kleeblatt mit dreifachem Laube.
Sie ließ es fallen; glücklich wer es findet.
Drei Blättchen sind es:
Hoffnung - Liebe - Glaube!

Friedrich Rückert

Das Kraut des Klees enthält Isoflavone, Proteine, Gerbstoffe und einige andere günstige Wirkstoffe. Es hilft in der Heilkunde vor allem bei Wechselbeschwerden, Verstopfung, Leberschwäche und wirkt blutreinigend.

Komm niemals zu spät!

Ein Pfarrer wurde zum 25. Jahrestag seines Dienstantritts in der Gemeinde
mit einem Bankett geehrt. Fast alle geladenen Gäste waren gekommen.
So beschloss der Pfarrer, zur Begrüßung ein paar Worte zu
sagen:

“Ihr versteht doch”, begann er, “das Siegel des Beichtgeheimnisses kann
niemals gebrochen werden. Ich erzähle euch aber von meinem ersten
Eindruck von der Pfarre, den ich durch die erste Beichte, die ich hier
abnahm, bekam. Ich kann euch nur so ganz allgemein darüber erzählen. Als
ich hier ankam, dachte ich, dass mir ein ganz schrecklicher Ort zugeteilt worden sei.
Die allererste Person, die meinen Beichtstuhl betrat erzählte mir, wie
er einen Fernseher gestohlen hatte und wie er, als ihn die Polizei
stoppte,fast den Polizisten ermordet habe. Außerdem erzählte er mir, er habe von seinen Eltern Geld gestohlen, am Arbeitsplatz Geld unterschlagen, eine Affäre mit der Frau seines Chefs und seine Schwester mit einer
Geschlechtskrankheit angesteckt.

Ich war entsetzt. Aber die Tage vergingen und ich erkannte, dass nicht alle meine Schäfchen so waren und dass ich doch in eine ausgezeichnete Pfarre voll von verständnisvollen und liebevollen Menschen gekommen
war.”

Gerade als der Pfarrer mit seinen Ausführungen zu Ende gekommen war,
traf der Bürgermeister ein, mit wortreichen Entschuldigungen für sein zu
spät kommen. Sofort begann er mit seiner Rede:

“Ich werde niemals den Tag vergessen, an dem unser hochwürdiger Herr
Pfarrer in der Pfarre eintraf”, sagte der Politiker, “ja, ich hatte sogar die Ehre, der Erste zu sein, der bei ihm die Beichte ablegte.”

Und die Moral von der Geschichte: Komm niemals zu spät!

Gesundheit

… ist eigentlich alles was wir haben. Alles was bleibt, alles was man sich erhalten muss.

Ich kann nur jedem, der diese Zeilen liest raten, auf sie zu achten. Wenn der Körper Signale übermittelt, dann muss man sie ernst nehmen. Probleme und Problemchen zu verdrängen und auf die lange Bank zu schieben löschen sie nicht aus - im Gegenteil sie potenzieren sich.
Es nützt auch nix, seine Beschwerden durch Besuche bei einem Arzt, der die Materie nur oberflächlich behandeln kann = Allgemeinmediziner, zu transferieren und sich dadurch zu beruhigen. Er rät zumeist ja ohnehin, einen Facharzt aufzusuchen und verschreibt zwischenzeitige Medikamente, die die Signale, den Schmerz, aber nicht die Ursache beheben.
Ich weiß, dass es auch nix nützt, diesen Rat zu verdrängen und auf die gleiche lange Bank zu schieben.

Irgendwann tut man es dann - nämlich doch - und das Ergebnis ist, dass man sich nicht erklären kann, ES nicht früher getan zu haben. So werden aus Problemen und Problemchen ernsthafte Erkrankungen …

Einfach nur drüber nachdenken, mehr braucht es nicht.

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