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Beiträge der Kategorie 'Kochbuch'

Zitronengelee

Bald kommt sie wieder - die Gelee- und Marmeladenzeit. Bis es heimische frische Früchte gibt, greife ich auf mehr oder weniger exotische, ganzjährige zurück.

zitronengelee
Zitronengelee mit Weißwein

Zum Beispiel Zitrusfrüchte - in diesem Fall Zitronen - davon habe ich heute einige Gläser eingekocht. Schmeckt lecker zum Frühstück aufs Butterbrot.

So gelingt es:

Einen halben Liter frisch gepressten Zitronensaft, ein viertel Liter Weißwein und ein Kilo Gelierzucker zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten einkochen lassen. Gelierprobe nicht vergessen… fertig!

Bärlauch - Allium Ursinum

Um die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben sind Bewegung und Vitamine vonnöten. Mit der Bewegung sieht es heute nicht gut aus, es regnet in Strömen.
Für einen Vitaminvorrat habe ich gestern gesorgt. Frisch gepflückter Bärlauch wurde heute zu einer Sauce verarbeitet, aus dem Rest wurde ein Pesto und ein Topfenaufstrich.

Der Bärlauch hat seinen Namen, weil er eines der ersten Nahrungsmittel für Bären nach dem Winterschlaf ist (sagt man). Verwandt ist diese Pflanze mit dem Schnittlauch und dem Knoblauch - der Geschmack sammelt sich etwa in der Mitte an. Bärlauch sieht dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich, deren Blätter allerdings hochgiftig sind!

“Waldknoblauch” - wie man ihn volkskundlich nennt, ist eine alte Heilpflanze, die bis in die Jungsteinzeit bekannt ist. Germanen, Kelten oder Römer kannten bereits seine Wirkung und setzten ihn bei Magen-Darmproblemen oder um den Blutdruck auszugleichen ein.

Gnocchi mit Bärlauch

Wenn es schnell gehen soll - wie bei mir heute - dann kauft man am besten fertige Gnocchi. Natürlich kann man sie aus Kartoffeln, Mehl und Grieß auch selbst zubereiten ;-)

Für die Sauce dünstet man eine Zwiebel in Rapsöl (z.B.), nimmt den Topf von der Herdplatte und verrührt zwei EL Mehl mit dem Zwiebel. Mit einem halben Liter Milch und etwas Gemüsebrühe mit Salz wird nun aufgegossen und auf mittlerer Flamme unter mehrmaligen Rühren eingedickt. Verfeinert wird diese Sauce mit Sahne oder Creme fresh. Zum Schluss gibt man kleingeschnittenen Bärlauch dazu. Der Bärlauch selbst sollte nicht mehr erhitzt werden.

Sauce über die Gnocchi verteilen. Gut passt ein grüner Salat dazu.

Die mittelalterliche Küche

mittelalter
Thema Mittelalter

Alleine eine bewusste, naturverbundene Ernährungsweise lässt den Gedanken aufkommen, wie der Großteil der Frauen früher wohl Speisen zubereiteten, bevor die Industrie unsere Lebensmittel manipulierte.

Ich schreibe übrigens bewusst Frauen. Die Versorgung der Familie war zweifelsfrei den Frauen vorbehalten, die Männer hatten andere Aufgaben im täglichen Leben.
Viele Menschen waren Bauern. Auf ihrem Speiseplan stand nur selten Fleisch oder Fisch, den sie besaßen kein Recht auf die Jagd oder Fischerei. Dies war ausschließlich dem Adel und den oberen Ständen vorbehalten. Falls sie überhaupt Vieh besaßen, so wurde es eher genutzt, als in großem Maßen verspeist.

Was gegessen wurde, richtete sich letztendlich nach den Jahreszeiten und nach den vorzufindenden Naturschätzen. Im Handel wurden vorwiegend Gewürze angeboten, die aber sehr teuer waren und somit dem gemeinen Volk nicht zugänglich war. So beschränkte man sich auf heimische Kräuter als Gewürzzutat und Geschmacksverstärker. Daran wurde selten gespart. Der Geschmack der Speisen dürfte uns heute sehr ungewohnt erscheinen, deshalb war ich neugierig darauf und fand in einem alten Kräuterbuch und mittelalterlichen authentischen Romanen einige Anhaltspunkte und Hinweise, daraus haben sich folgende Rezepte entwickelt:
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Online zur Bikinifigur

Oh doch ich weiß, was “gesunde Ernährung” bedeutet. Die Theorie kenne ich aus unzähligen Sachbüchern und Ernährungsberatungen. Ich möchte meine Familie und mich gesund ernähren, aber irgendwie klappt das nur beschränkt. Eine Zeitlang achte ich beim Einkauf und beim Kochen darauf, dann schleicht sich wieder der hausgebackene Schlendrian ein. Im Alltag ist es auch nicht immer leicht, sich ausgewogen zu ernähren. Mir fehlt vor allem zu Mittag die Zeit zum ausgewogenen, abwechslungsreichen Kochen und wenn, dann schaffe ich es bis 20.00 Uhr, mich an gewisse Vorgaben zu halten und danach wird anständig daneben geschlagen. Das Abendessen fällt demnach auch für die Familie aus oder es fällt zu üppig und zu spät aus.
Mit dem Freizeitsport ist es ähnlich, mal über Monate konsequent und mit Freude, mal überhaupt nicht. Das hat gesundheitliche Gründe oder das ist pure Bequemlichkeit.

Naja so kommt es, dass mein Gewicht ständig schwankt. 5 kg auf oder ab (macht in Summe auch mal 10 kg) ist für mich normal. Das will ich so aber nicht.
Außerdem neigt mein jüngerer Sohn, sich meinem Problem anzuschließen.

Wie geschrieben, ich habe sehr viele Sachbücher und auch Kochbücher zum Thema sowie Anleitungen von Ernährungsexperten. Ohne ständige Motivation geht hier anscheinend gar nichts.

Also habe ich beschlossen, mir diese Motivation online zu besorgen. Seit ein paar Tagen bin ich bei einem “schlanker-leben-Portal” angemeldet. Dieses enthält für mich einen eigenen Bereich, eine Art Tagebuch mit Entwicklungs- und Gewichtskurven, Ernährungsplänen und dem sg. “Kost-Manager”. Das ist das Herzstück dieser Plattform. Dort können Rezepte oder Lebensmittel und Getränke eingetragen werden, die man im Laufe des Tages isst und auch die Aktivitäten. Aufgrund der persönlichen Daten wird so der Kaloriebedarf ermittelt sowie auch andere Werte wie Kohlenhydrate, Proteine, Fettanteile usw. Alleine diese Werte vor sich zu sehen, hat schon etwas für sich. Außerdem gibt es eine Rezpetdatenbank mit über 500 Speisen. Das ganze System ist in 3 Schritten aufgebaut; Abnehmen - Ernährungsschulung - Gewicht halten.
Weitere Angeboten sind verschiedene Diskussionsforen mit Experten oder anderen Mitgliedern, Neuigkeiten zum Thema und jahreszeitlich abgestimmte Artikel zu bestimmten Lebensmitteln.

Klingt jedenfalls gut! Ich bin schon gespannt, ob ich die 3 im Voraus bezahlten Monate durchhalte bzw ob ich es so schaffe, eine Ernährungsumstellung mit der ganzen Familie durchzuziehen. ;-)

Steirisches Geschnetzeltes

In Kochbüchern nennt sich dieses Gericht “Steirisches Katzeng´schroa”, ich mag diese Bezeichnung überhaupt nicht ;-) - Katzen habe ich weder bei der Zubereitung noch beim Verzehr jemals schreien gehört. Aber diese Art von “Geschnetzeltem” schmeckt so gut, dass sich möglicherweise auch Katzen darum streiten würden.

Für einen größeren (Ein-) Topf benötigt man:
je ein Viertel Kilo mageres Schweine-, Rind- und Kalbfleisch
1 - 2 große Zwiebel
etwa ein halber Liter Rindsuppe (auch Instant)
geriebene Zitronenschale (eine Zitrone reicht)
2 KL Majoran, Thymian und Estragonsenf, 1 KL Kümmel
1 Schuss Essig
2 mittlere Essiggurkerln
20 g gehackte Kapern
je 1/8 Liter Sauerrahm und Sahne

Die Zwiebel hacken und in zerlassener Butter oder Öl rösten, das gewürfelte Fleisch dazugeben und anbraten - mit dem Essig ablöschen und mit der Suppe aufgießen - die Gewürze beimengen… etwa eine halbe Stunde zugedeckt garen. Die Gurkerln kleinschneiden und zusammen mit den Kapern dazugeben - nochmals eine viertel Stunde dünsten. Ev. nochmals mit Suppe oder Wasser auffüllen, Rahm mit Mehl (nach Bedarf, je nachdem wie die Konsistenz der Sauce sein soll) glattrühren, unterrühren und noch ein paar Minuten zugedeckt garen.
Das ganze wird mit Kapern und Petersilienzweigen garniert.
Dazu passen Nudel oder Nockerln (Spätzle) gut, aber auch Reis oder Kartoffel.

Man kann auch als vierte Fleischsorte Leber zubereiten und auch mit einer Prise Muskat würzen. (hab ich aber noch nie probiert)

Spinat

spinacia oleracea

… gehört zu den Gänsefußgewächsen und wird nach den Aussaatterminen in Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterspinat unterteilt. Der Frühlingsspinat hat sehr zarte Blätter und kann daher auch als roher Salat verspeist werden. Die anderen Sorten eignen sich eher zum Blanchieren. Essbar sind Wurzel und Blätter. Im Handel wird er frisch oder als Tiefkühlware passiert (mit Rahm) oder als Blattspinat angeboten. Geerntet wird vor der Blüte.
Wertvoll als Nahrung ist er durch den hohen Mineral- und Vitamingehalt (Phosphor, Kalium, Magnesium, Vitamin A, B und C..) Der Eisengehalt ist jedoch nicht so hoch, wie es oftmals angenommen wird. Leider enthält er auch viele Nitrate und Oxalsäure, die jedoch durch das Kochen wesentlich vermindert werden. Wärmen sollte man Spinat jedoch nicht, weil sich die Nitrate in Nitrite umwandeln können, die giftig sind.
Milder und süßer im Geschmack ist die japanische Sorte Horenso.
Der Spinat stammt vermutlich aus Persien und kam etwa im 14. Jhdt. (oder auch früher, in den Kochbüchern gibt es verschiedenste Angaben) nach Spanien, von wo er sich in Europa ausbreitete.
Besonders beliebt ist er in Italien, vor allem in der Gegend rund um Florenz. Man sagt, es war das Lieblingsgemüse der Katharina von Medici. Gewöhnlich bezeichnet man Spinatgerichte in Italien als “Florentiner Art”.

Aber egal ob Florentiner Art oder wie auch immer - am heutigen Gründonnerstag wird Spinat traditionell gerne verspeist, z.B. mit Kartoffel und Spiegelei oder als …

Spinatstrudel

Blätterteig, Blattspinat (kurz blanchiert oder TK), Schafskäse, Pfeffer, Oregano, eine Hand voll Pinienkerne - Salz nur wenn der Käse mild ist.

Teig leicht ausrollen, Blattspinat, Käse und Pinienkerne verteilen, würzen - zusammenrollen, mit Eiermilch bestreichen und im Rohr goldbraun backen.

geht schnell und schmeckt lecker - auch mit Schnittlauch- oder Radieschensauce und Salat.

Kärntner Eierkren

Ob der Eierkren nur in Kärnten zur Osterjause verzehrt wird oder auch in anderen Regionen bekannt ist, weiß ich nicht. Aber die Suchbegriffe, die derzeit mein Blog anpeilen, sprechen dafür. “Kärntner Eierkren” ist in den letzten Tagen über div. Suchmaschinen sehr gefragt. Gut so - weil er wirklich ein Genuss ist!

Meine Besucher werden auf die Kärntner Osterjause geleitet. Das Rezept für den “Kärntner Reinling” wird wohl gefunden, aber er ist nicht so scharf wie Kren bzw. für die deutschen Leser Meerrettich.

Soviel vorweg, für den Eierkren gibt es kein ausgesprochenes Patentrezept, jede Hausfrau hat hier ihre Vorlieben und Küchengeheimnisse.
Ich auch! ;-) Aber eine Standardvariante kann ich anbieten, allerdings mit keinen genauen Mengenangaben - hier fordere ich den eigenen Geschmack.

Es werden gekochte Eier fein gehackt, mit wenig Öl und einem guten Schuss Essig (Tafelessig, Apfelessig oder Weinessig, ev. mit Wasser verdünnen) vermengt, sodass keine zu feste Masse entsteht. Nun wird der geriebene frische! Kren (nicht zu wenig, aber so dass man den fertigen Eierkren ohne Tränen und das dringende Verlangen nach Taschentücher genießen kann) beigefügt. Den Eierkren lässt man einige Stunden ziehen.
Manche Hausfrauen geben auch fein gewürfelten Zwiebel oder ebenso fein geschnittene Scharlotten dazu, ich persönlich mag das allerdings nicht.

So - und nun ran ans Probieren und Krenreiben! ;-)

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09
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Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.
Mark Twain
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