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Beiträge der Kategorie 'Kärnten'

EM 08 Countdown - 1 Tag

Seit Tagen blitzt nun wieder die Sonne durch die Regenwolken. Es wäre zu wünschen, dass das Wetter hält. Die Organisation der Euro 08 in Klagenfurt könnte sonst recht ins Strudeln geraten - befürchte ich. Ich kenne keine “Regenwetterprogramme und -strategien”, ich weiß allerdings nicht alles.

Heute beginnt mit einer Messe am Neuen Platz das Fanzonen-Programm. Ich werde leider nicht dabei sein können, obwohl es heute noch relativ ruhig zugehen wird.

Wenn ich solche Zeitungsberichte lese, frage ich mich sowieso, ob ich überhaupt die Möglichkeit nützen will, mich ins Getümmel zu werfen.
Bangen und Hoffen in Klagenfurt

Fanzonen-Programm

Die zwei Fanzonen zur Euro 2008 in Klagenfurt (Messehalle 2 und Neuer Platz) bieten einiges an Programm abseits des Fußballgeschehens. An 15 Tagen werden Konzerte ausgetragen, wobei durchaus namhafte Bands und Musiker darunter zu finden sind. Z.B. die Sportfreunde Stiller, Christl Stürmer, Liquido oder aus Finnland Sunrise Avenue.

Und das beste daran ist: alle Konzerte sind gratis zu genießen - also völlig kostenlos, das gibt es selten genug ;-)!

Programm zum Download

Wörthersee

wörthersee
Wörthersee - Blick zur Ostbucht

Das Sonnenwetter der letzten Tage wird auch das Wasser des Wörthersees einigermaßen aufgeheizt haben. Ich schätze die Temperatur auf knappe 20 Grad - also schon angenehm, für eine Abkühlung.
Dieses Wochenende haben wir den See noch “für uns”, das muss genützt werden. Während der Fußball-EM wird es erschwerlich, die Klagenfurter Strandbäder für ein entspanntes Bad zu erreichen - für die erste Zeit danach bin ich mir nicht sicher, ob das Wasser zu seiner gewohnten Qualität finden wird. ;-) - naja - die Bäder haben immerhin insgesamt 151 Tage geöffnet, das gibt Hoffnung!

Im Bereich das Klagenfurter Strandbades und dem Europapark wird eine Fan-Zone errichtet, die mehrere Tausend Fußballbegeisterte anziehen soll. Wird sie wohl auch - ich habe übrigens selber Tickets dafür ergattern können!
… aber zurück zum Badethema …
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Es wird ernst!

Nur noch 10 Tage bis zur Fußball-Europameisterschaft. Österreich ist (als Gastgeber) mit dabei und Klagenfurt mittendrin.
Egal in welcher Ecke man sich in dieser Stadt befindet, um das Thema Nummer 1 kommt man seit Wochen nicht herum nicht herum. Dass Klagenfurt im Ausnahmezustand stehen wird und ein “normaler” Alltag in dieser Zeit nicht stattfinden wird können verbreitet gemischte Gefühle. Unsere Stadt wird immerhin voraussichtlich von mehr Besuchern “belagert” als sie Einwohner hat. Das Stadion liegt beinahe mitten in der Stadt, die Fanzonen an zentralen Plätzen.

Die letzten Monate waren von diesem Ereignis beherrscht. Es wurde gebaut, gestaltet, organisiert, vorbereitet, vorgesorgt und Stimmung verbreitet. Ob es nun für diese große Veranstaltung reicht? Wollen wir hoffen.

Mit Polen, Kroatien und Deutschland müssen wir “zurecht” kommen. Als Tourismusstadt sind wir eine gewisse Gastgeberrolle ja gewohnt - aber werden diese Gäste das auch erkennen wollen? Die Spiele selbst werden bestimmt spannend verlaufen - das Davor, Dazwischen und Danach hängt eben von den Fans und Adabeis ab.

Nie ist der nationale Gedanke ausgeprägter als im Sport - was im sportlichen Sinne auch gar nicht dem europäischen Gedanken widerspricht. Gerade hier wachsen die Nationen durch einen Wettkampf zusammen. Seit dem vor einigen Tagen das österr. Beflaggungsverbot von Fahrzeugen entfallen ist, sieht man sehr viele Fahnen im Straßenverkehr wehen - es sind auch so manche Häuser “beflaggt”. Das sind genau die, die am Ende der Meisterschaft, einem anderen Sieger, egal welcher Herkunft, zujubeln werden.
Man muss schließlich kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die Farben dieser Mannschaft nicht rot-weiß-rot sein werden.

Gummi Gummi

Lautes Gröllen, unkontrollierte Sauforgien, viel nackte Haut, aufgetunte GTIs und heulende Motoren beherrschen ab Donnerstag den Wörthersee im Rahmen ihres “GTI-Treffens”. Viele davon sind schon letztes Wochenende angereist, wie es scheint.

Das sonst so ruhige, beschauliche und stille Reifnitz in der Gemeinde Maria Wörth verwandelt sich merklich.
Das berüchtigte Treffen lockt jedes Jahr Unmengen an Fans dieser Autos und “Adabeis” an… zur Freude der Umsatzgierigen und zum Leidwesen der Anrainer und übrigen Gäste. Die Reifnitzer flüchten - so sie können - aus diesem Ort, aber nicht ohne eine “Wache” bei ihrem Haus zu lassen. Andere verbarrakadieren sich und hoffen, dass die Tage (auch diesmal) schnell und einigermaßen unbeschadet vergehen. Es bleibt unter diesen Gästen kaum aus, dass Zäune niedergerissen, Gärten zerstört und sonstige Vandalakte scheinbar den einzigen Spaß bringen.
Seit einigen Jahren ist das “Mitmachen” aufgrund der Ausschreitungen limitiert. Wer aber ausgesperrt bleibt, belagert eben die umliegenden Gemeinden….
Abgesehen vom täglichen Umtreiben wurde mir von einer Bekannten, die dort Appartments vermietet berichtet, dass sie 5000 Euro Kaution verlangt. Voriges Jahr kamen ihre Mieter doch glatt auf die Idee im Zimmer zu grillen!

“Gib Gummi” ist das Motto, eingeklatscht von “Boxenluder für Arme”.
Die Strafmandatstatistik freut sich, die Fahrer, die nun ohne Führerschein nach Hause kommen müssen wahrscheinlich weniger. Manche Autos müssen beschlagnahmt werden, weil sie schlichtweg verkehrsuntauglich sind. Von der Bezirkshauptmannschaft wurde vor zwei Jahren lt. einem Zeitungsbericht untersagt, solche Berichte an die Presse weiterzugeben. Na bravo - nur nix sehen, hören und (weiter)sagen!

Schlimm wird es natürlich, wenn man mit einer anderen Automarke eine Spritztour um den See macht. Da muss man schon froh sein, nur bespuckt zu werden und nicht mit Bierflaschen beworfen zu werden…. oder man kommt mit ein wenig Glück “unbemerkt” durch.
Eigentlich könnten die GTIler sowieso ihre Autos zu Hause lassen und gleich einen Biersaufwettbewerb veranstalten.. *motz*

Wir meiden jedenfalls die nächsten Tage unseren See und räumen für die “Narrischen” das Feld. Ich hoffe nur, dass wir im Juni nicht ebensolche Fussballfans in Klagenfurt begrüßen dürfen …

4 Bergelauf

Alljährlich am Nagelfreitag, also heute, finden/fanden (ist schon spät ;-) ) sich zahlreiche Menschen in Klagenfurt ein und begehen eine traditionsreiche Wallfahrt über vier Berge.

Pünktlich um Mitternacht wird am Magdalensberg die Messe gelesen. Die “Vier-Bergler” haben nun einen langen Marsch vor sich, der sie nach 12 - 15 Stunden bzw. rund 60 km über den Ulrichsberg, Magdalensberg und Veitsberg zum Lorenziberg führt. An die 15 Kreuzträger und ihre Vorbeter schreiten - in vielerlei Hinsicht - zielstrebig den Weg entlang. Eine Markierung oder besondere Vorbereitung braucht es nicht, jeder kennt “instinktiv” den Weg. Die Gläubigen halten sich an die 29 Rosenkränze, die bis zur Schlussmesse gebetet werden sollen.
Kinder säumen in den Dörfern die Strecke und werden dafür von den “Vier-Berglern” mit Zuckerln belohnt….

Diese Wallfahrt geht auf keltischen Ursprung zurück und gilt seit dem Mittelalter als christliche Rite. Historisch gesehen waren diese Berge das Gebiet von vier Keltenstämmen, die sich friedlich vereint haben. Einmal im Jahr haben sie gegenseitig ihre Berge besucht. Das Mysterium seit dieser Zeit besteht in der Wiederholung. Durch Jahrhunderte folgen Menschen ohne besondere Aufforderung diesen Kreuzweg.
Ihren Kreuzweg, für die es weder Markierung noch Organisation braucht. Der Zeitgeist liegt wohl in der Motivation des Einzelnen.
Manche finden sie im Glauben, manche in der Besinnung, manche im Schmerz und Opfer und viele auch in einer “sportlichen Leistung”.

Ich war noch nie mit dabei, obwohl ich es mir schon oft vorgenommen habe. Viele meiner Bekannten, die zu den “Vier-Berglern” zählen, haben mich schon darauf angesprochen. Entweder kommt etwas dazwischen oder ich bin nicht wirklich vorbereitet.
Darin liegt auch mein persönlicher Haken an dieser Sache. Es bräuchte keine Vorbereitung, wenn ich den wahren Sinn einer Wallfahrt verinnerlicht hätte. Die älteren Menschen, die jährlich mitgehen beweisen ihre Fitness ja auch nicht im Vorfeld. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Nonnen und Kreuzträger ihren Körper auf dieses Ereignis hin trainieren.
Genau das hält mich wohl unbewusst davon ab, genau das zieht mir immer wieder andere Ereignisse gegen den Strich. In den letzten Jahren, als ich es mir “fest” vorgenommen habe, wurden zweimal meine Kinder krank, einmal ich selber und einmal habe ich mir beim “Training” den Knöchel böse verstaucht. Das sind wohl Zeichen, dass ich für diese Wallfahrt gar nicht bereit bin. Mir ginge es auch eher ums Durchhalten. Ich denke schon, dass in diesen Stunden der Strapazen spirituelle Gedanken aufkämen… aber erstrangig sehe ich es hier für mich (noch) nicht. So gesehen könnte ich jedoch auch bei einem Marathon mitlaufen - der Zeitrahmen wäre wohl annähernd der gleiche ;-))

Übrigens: auf der Homepage von Anton Wieser kann man sich Bildmaterial der Vorjahre und bald aktuelles ansehen.

Kärntner Eierkren

Ob der Eierkren nur in Kärnten zur Osterjause verzehrt wird oder auch in anderen Regionen bekannt ist, weiß ich nicht. Aber die Suchbegriffe, die derzeit mein Blog anpeilen, sprechen dafür. “Kärntner Eierkren” ist in den letzten Tagen über div. Suchmaschinen sehr gefragt. Gut so - weil er wirklich ein Genuss ist!

Meine Besucher werden auf die Kärntner Osterjause geleitet. Das Rezept für den “Kärntner Reinling” wird wohl gefunden, aber er ist nicht so scharf wie Kren bzw. für die deutschen Leser Meerrettich.

Soviel vorweg, für den Eierkren gibt es kein ausgesprochenes Patentrezept, jede Hausfrau hat hier ihre Vorlieben und Küchengeheimnisse.
Ich auch! ;-) Aber eine Standardvariante kann ich anbieten, allerdings mit keinen genauen Mengenangaben - hier fordere ich den eigenen Geschmack.

Es werden gekochte Eier fein gehackt, mit wenig Öl und einem guten Schuss Essig (Tafelessig, Apfelessig oder Weinessig, ev. mit Wasser verdünnen) vermengt, sodass keine zu feste Masse entsteht. Nun wird der geriebene frische! Kren (nicht zu wenig, aber so dass man den fertigen Eierkren ohne Tränen und das dringende Verlangen nach Taschentücher genießen kann) beigefügt. Den Eierkren lässt man einige Stunden ziehen.
Manche Hausfrauen geben auch fein gewürfelten Zwiebel oder ebenso fein geschnittene Scharlotten dazu, ich persönlich mag das allerdings nicht.

So - und nun ran ans Probieren und Krenreiben! ;-)

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