Beiträge der Kategorie 'Juli'

Dahlienschau mit Hummeln

Dahlien
Tableau Dahlien

Im Klagenfurter Europapark gibt es eine schöne Dahlienschau zu sehen - auch so kommt Farbe in den Herbst. Die über 1m hochen Pflanzen mit ihren prächtigen Blüten ziehen natürlich viele Blicke auf sich.
Die Dahlie ist ursprünglich in Hochebenen Mexikos und Guatemalas beheimatet, erfreut aber seit geraumer Zeit auch uns. Goethe war bekanntlich ein großer Dahlienfreund, zuvor (1791) schickte Vincente Cervantes vom Botanischen Garten der Stadt Mexiko Dahliensamen nach Madrid. Mittlerweile gibt es unzählige Arten und Gattungen.

Als Hobbyfotograf kann man sich hier nach Herzenslust austoben ;-)
So entstanden einige Hundert Fotografien, einige davon sind im Fotoblog (Galerien Dahlien und Insekten) zu finden.

In der Galerie Insekten sind vor allem Hummeln auf und in Dahlien zu sehen. Zur Hummel gibt auch die Volkskunde einiges vor:

Hummel
Hummel

Beliebt war dieses pelzige Flugtierchen zeitweilig beim braven Volk nicht.
Die Seelen von Hexen sagt man, können sich in Hummelgestalt verwandeln. Auch andere Bösewichte erscheinen als Strafe nach dem Tod als Hummeln. Bei schwarzen Messen wurden den Teilnehmern statt einer Hostie eine Hummel in den Mund gegeben … auch der Teufel bedient sich ihrer.
Gelegentlich traten Hummeln auch als Krankheitsdämonen auf.

Andererseits bringt man sie auch mit Reichtum in Verbindung. Eine am Georgstag im Geldbeutel getragene Hummel soll diesen Reichtum garantieren.

.. und natürlich ist sie - die Hummel - auch gelegen, um das Wetter zu orakeln: schwärmt sie und ihre Genossen aus, wird das Wetter gut, bleibt sie in ihrem Loch, darf man mit Regen rechnen. Sind halt nicht blöd, diese Tierchen ;-)

Übrigens, hält man den Atem an, so hintert man sie am Stechen - so sagt es zumindest der Aberglaube. Schon mal ausprobiert?

Hexensabbat

Gerede aus ferner Vergangenheit oder auch eine Sitte, die heute noch Bestand hat - wer weiß das schon. Der Volksglaube entstand ja aus Erklärungsversuchen und nicht aus belegbaren Fakten.

In der Nacht vom 31.07. zum 01.08. versammelten sich alle Hexen zu einem opulenten Fest. Es wurde ausgiebig gegessen, ekstatisch getanzt und sich dem sexuellen Vergnügen hingegeben, wobei die Vereinigung mit dem Teufel wohl der Höhepunkt des Festes darstellt.

Angereist wurde auf die absonderlichsten Weisen. Man nahm Hexenbesen oder gar behexte Menschen als Beförderungsmittel und vergaß die Hausgeister nicht. So wurden weite Strecken in Kürze bewältigt. Treffpunkt waren abgelegene Stellen wie Höhlen, Waldlichtungen oder besondere Orte wie natürliche Steinkreise etc.
Der Ort selbst war festlich ausgerichtet und mit Kerzen umsäumt, in der Mitte brannte ein großes Feuer. Nun konnte das Fest beginnen, wobei der Teufel gewöhnlich in Gestalt eines Ziegenbockes den Vorsitz übernahm. Oftmals wurde er von der Göttin Artemis begleitet.
Im Zuge des Festes selbst sollte es möglichst obszön und schaurig zugehen, um den Vorstellungen des Bösen im Angesicht des Teufels gerecht zu werden. Gegessen wurde zumeist Verfaultes oder Ekeliges - sagt man. Besonders gefragt waren demnach Spinnen, Käfer oder Ratten. So wurde wohl die Fantasie weiter gesponnen, dass auch kleine Kinder verspeist wurden.
Junghexen wurde ihr Werkzeug übergeben und sie wurden in geheime Rituale eingeweiht. Nach dem Mahl wurde über Gebühr und wild getanzt, was letztendlich in sexuellen Ausschweifungen und unüberschaubaren Orgien geendet haben soll.

Weitere bevorzugte Termine für einen Hexxensabbat sind:
Thomastag, 21. Dezember (die längste Nacht des Jahres)
Maria Lichtmeß, 2. Februar
Walpurgisnacht, 30. April (Treffpunkt Blocksberg)
Johannistag, 24. Juni (Sommersonnenwende)
Allerheiligen, 1. November

Juli

Der Juli ist nach Julius Caesar benannt und steht im Germanischen im Zeichen des Heumonats. Im allgemeinen ist die Witterung nun trocken und heiß, oftmals auch unerträglich heiß, sodass Wetterorakel eine wichtige Rolle spielen. Demnach gibt es jede Menge Lostage, wonach sich das zukünftige Wetter richtet. Für Bauern ist der 1. Juli wichtig, da nun geschnittenes Heu zu Weihnachten an die Tiere verfüttert werden muss, will man ihnen Gesundheit schenken.

bild

Im Juli gibt es einige regionale Bräuche, die vor allem Burschenschaften auch heute noch traditionell aufnehmen. Hauptsächlich dreht es sich dabei um “Werberituale” junger Männer an ihre auserwählten weiblichen Favoritinnen oder es werden Wettkämpfe ausgetragen, wie zum Beispiel das Volksschießen, Bewerbe zu Pferd oder anderem Vieh, Kufenstechen etc. Auch hier war der Hintergrund den Frauen zu gefallen und sich mit all seinen guten Fähigkeiten zu präsentieren. Mancherorts werden auch Kinderprozessionen oder Wasserprozessionen abgehalten. Es werden viele Kirchtage und Stadtfeste oder Zunftfeste abgehalten - viel “Action” also in diesem Monat, mal sehen, was er mir beschert.

Siebenschläfer

Es regnet heute schon den ganzen Tag, kalt und unfreundlich ist es. Siebenschläfer - also heute - ist ein wichtiger Lostag nach den alten Bauernweisheiten.

Wie es die sieben Brüder treiben, so soll es sieben Wochen bleiben.

Na, hoffentlich nicht. Obwohl die Statistik 1 : 3 stehen soll, wie ich in einer Radiosendung gehört habe.
Der Lostag bezieht sich allerdings nicht auf einen Tag, sondern bis in die erste Juliwoche hinein. Also gibt es noch einen Lichtblick… immerhin könnte es sich jetzt ebenso um die Schafskälte handeln - durchaus normal ;-)

075Die sieben Brüder, auf die sich die Siebenschläferlegende bezieht, lebten laut christlichem und islamischen Glauben um 250 nChr. in der Stadt Ephesus in der heutigen Türkei. Aufgrund ihres Glaubens wurden sie in eine Höhle eingemauert. Als man sie gute 200 Jahre später durch einen Zufall wieder befreite, waren sie frisch und munter. Zwischenzeitlich war die Gegend dem christlichen Glauben wohlgesonnen und die Brüder Dionysius, Malchus, Martinian, Serapion, Maximian und Constantin wurden zu Märtyrer erklärt.

Hundstage

… ja, das sind sie - 32 Grad - im Schatten! Wer nicht das Privileg hat, sich nach der Arbeit in einem kühlen See Erfrischung zu gönnen, der hat es diese Tage nicht leicht.
Ich schon - das Strandbad am Wörthersee ist nicht weit ;-)) .. und hier verbringe ich dann natürlich meine Nachmittage. Heute war es allerdings um 20.00 Uhr der Temperatur nach schönster Nachmittag.

Wer nicht in der Hitze arbeiten will, muß in der Kälte Hunger leiden.
(deutsches Sprichwort)

Diese Worte zum Trost für alle, die es nicht so einfach haben, der Hitze zu entkommen. Aber den Sternen nach, kommt es demnächst noch heißer!

Im Sternbild des Hundes erleuchtet ein Stern von bedeutender Größe und dieser ist der hellste Stern der Sphäre. In unseren Breiten liegt der Aufgang des Hundssternes in der heißesten Jahreszeit, deshalb werden die heißen Sommertage auch Hundstage genannt. Diese Tage galten als Unglückstage. Schädliche Auswirkung hatte im besonderen Maße die Mittagssonne, sodass man sie zu meiden hatte. Das Trinken von kaltem Wasser an Hundstagen wurde für eine Reihe von Erkrankungen verantwortlich gemacht und war somit sehr bedenklich. So galt auch die Ansicht, dass man an Hundstagen nicht baden darf, da das Wasser vergiftet sei. In machen Gegenden wurden auch Gottesdienste eingestellt, das Aderlassen unterblieb, denn man fürchtete das Blut nicht stillen zu können. Viele weitere Sorgen galten diesen Tagen: so wurde nicht geheiratet, weil man eine unglückliche Ehe fürchtete oder kein Holz geschnitten, weil dieses nicht gut brennen würde.
Im alten Rom galten Menschen, die an diesen Tagen geboren wurden, als besondere Unglücksraben. Allerdings waren sie vor dem Ertrinkungstod weitgehend geschützt.
Viele weitere Wetterorakel und andere im Volksglauben entstandene Weisheiten spinnen sich um die Hundstage, die heute kaum noch wahrgenommen oder besser gesagt für wahr genommen werden.

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  • Die einzige Vollkommenheit der Menschen besteht darin, dass sie sich ihrer Unvollkommenheit bewusst werden.
    Hieronymus
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