Beiträge der Kategorie 'Januar'

Heiligen Drei Könige

Mit diesem kirchlichen Festtag ist die Weihnachtszeit beendet. Heute wird der Weihnachtsbaum aus der Wohnung entfernt und sonstige Dekoration wieder sorgfältig verpackt…

Ob es nun wirklich Könige waren oder wieviel “Weise” das Fest der Erscheinung Christi begründen ist unklar. Auf die Zahl “drei” kommt man, wenn man sich an den Geschenken an das Christuskind orientiert - Gold, Weihrauch und Myrrhe. Die Namen leiten sich vom christlichen Segensspruch “Christus mansionem benedicat” ab - Caspar, Melchior und Balthasar.
Mehr Wissenswertes dazu gibt es auf den Seiten von Wikipedia zu lesen.

Die ganze Woche über waren die Sternsinger unterwegs. Sie verbreiten die Botschaft im Sinnbild der Heiligen Drei Könige und sammeln Spenden für einen guten Zweck bzw. für die Unterstützung der Entwicklungshilfe. Der Brauch des Sternsingens geht übrigens bereits auf das 16. Jahrhundert zurück.
Diesen Besuch versäume ich ungerne. Zum einen, weil ich lebendige Bräuche - nicht nur im kirchlichen Bereich - schön finde und zum anderen, weil mir das Jahr über der Segensschriftzug - 20*C+M+B+08 - an der Türe fehlen würde… der Stern von Bethlehem und die drei Kreuze für die Dreifaltigkeit.

Einen guten Rutsch!

… wünsche ich allseits!

Dieser Ausspruch ist nicht überall bekannt - er leitet sich vom jiddischen “Gut Rosch” ab, was soviel wie “Guter Anfang” bedeutet. (hebräisch Rosch = Anfang, Beginn).

Für den letzten Tag des Jahres ist ein Papst Namensgeber. Silvester starb am 31.12.335 und wird als Heiliger verehrt.

Wie dem auch sei, heute wird ordentlich gefeiert - das neue Jahr eingeläutet. Mit einem Glas Sekt auf die Zukunft angestoßen - Prost! - leitet sich vom lateinischen “prosit” ab, das “es möge nützen” bedeutet.

Mögen also all die Wünsche, all die Glücksbringer, all die Bräuche und Sitten rund um den Jahresbeginn ihren Nutzen nicht verfehlen!

Neujahr

Zwischen den Jahren

Die zwölf Tage zwischen dem Christtag und Heiligen Dreikönige umgibt mancherlei Brauchtum und Aberglaube - zählen sie doch zu den dunkelsten Tagen im Jahr. Die “Zwölften” wurden beim Übergang vom Mondjahr mit 354 Tagen zum Sonnenjahr mit 366 Tagen eingefügt und somit der Christtag und die Erscheinung des Herrn getrennt. Die Kirche wusste somit die Weihnachtsfeiern auf diese Tage beschränkt.
Im Alltag herrscht Waschverbot (Körper und Wäsche) und Kehrverbot von Mist. Wer sich daran nicht hält bekommt Läuse!? Außerdem sollte man sich an das Spinnverbot halten, sonst erscheint die Percht (hier in der Form der Frau Holle).
Am besten ist es ohnehin, diese Zeit ruhig in den Häusern zu verbringen, treiben sich doch draußen Schimmelreiter und Werwölfe herum. Die wilde Jagd ist eröffnet…
Ansonsten ist es eine Zeit der Orakel, die heute noch gerne am Silvesterabend Bedeutung findet. Zum Beispiel in Form von Bleigießen oder ähnlichem.

Die Zwölften sind auch weitläufig als Rau(c)hnächte bekannt. Obwohl sich hier auch der 21. Dezember, der Thomastag, dazugesellt. Besonders an den Vorabenden hoher Feste - also Weihnachten, Dreikönig aber auch zu Neujahr - werden Wohnräume und Ställe geräuchert. Das Verbrennen von Harzen oder auch Heilpflanzen setzt deren Aromen frei und verscheucht Dämonen oder andere böse Geister.

Zur Feier des Ende der Zwölften werden mancherorts Perchtenumzüge abgehalten. Ansonsten geht man dazu über, sich auf den Frühling zu freuen. Der könnte heuer jedoch auf sich warten lassen. Es heißt doch “Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee”. Weiße Weihnachten hatten wir nicht.

Neujahr

Der Abschied vom Alten und die Begrüßung des Neuen.
Das neue Jahr zu begrüßen ist eher ein weltliches als ein kirchliches Fest. Schon im antiken Rom wurden hier pompöse Feste gefeiert, die von der Kirche als heidnisch verpönt waren. Der Neujahrstag war bis zum 7. Jahrhundert dem Hochfest der Gottesmutter Maria gewidmet. Die Bevölkerung ließ es sich nicht nehmen, an diesem Brauchtum festzuhalten. Im kirchlichen Sinne wurde das neue Jahr am 6. Jänner eingeleitet.
Bis heute ist Neujahr jedoch auch ein Anlass, Messen zu lesen, Glocken zu läuten oder Turmbläser ihres Amtes walten zu lassen.

Am Neujahrstag, der bekanntlich um Mitternacht beginnt!, werden Glücksbringer ausgetauscht und “der gute Rutsch” (= leitet sich wahrscheinlich vom hebräischen Namen des jüdischen Neujahrsfestes “Rosch Hashana” ab. Der Ausdruck bedeutet soviel wie “Kopf oder Anfang des Jahres”) gewünscht. Umrahmt zumindest in Österreich gewöhnlich mit den Glocken der Pummerin in Wien, mit dem Donauwalzer, den Versprechen von guten Vorsätzen, die jedoch selten eingehalten werden und jede Menge Pöller und Raketen, Bleigießen und Orakeln ist natürlich auch beliebt. Der Ursprung all dieser Bräuche liegt wohl dem Lärm nach zu schließen darin, böse Geister zu vertreiben und der Zukunft zu orakeln. Im Mittelalter ist dieses Fest als “Fest der Narren” bekannt.
Verschiedene Glückssymbole versprechen Wohlstand und ein friedvolles Jahr. … das Schwein, der vierblättrige Klee, der Rauchfangkehrer und der Marienkäfer zum Beispiel.
Am Neujahrstag sollte unbedingt Schweinefleisch verzehrt werden. Das Schwein bringt Glück. Es heißt ja nicht umsonst “Schwein gehabt” ;-) Früher war übrigens in Kartenspielen das Schwein auf dem Ass abgebildet. Wer die “Sau” hatte, hat meist auch schon gewonnen. Isst man hingegen Geflügel, so fliegt das Glück davon.

Ich wünsche ein gutes Neues Jahr, mögen sich alle Vorhaben erfüllen lassen!

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