Nicht nur dieser Blog hat “Marathonqualität” wie Schlagloch in einem Kommentar schreibt (danke für diese Anmerkung!), sondern auch meine Ehe tendiert dazu
Vor 10 Jahren standen mein Mann und ich vor der großen Entscheidung. 10 Jahre sind schon jede Menge, wenn man die Scheidungsstatistiken ansieht.
Nachdem die orangen Gedankenfussel in die 3. Runde gehen, blicke ich auf die letzten Einträge zum heutigen Tag zurück, die für dieses Jahr immer noch ihre Gültigkeit haben ;-)) Am Ende des Beitrages stelle ich zum Jubiläum ein Hochzeitsfoto ein - das Scrollen erspare ich Interessierten allerdings nicht!
2004 gab es ein Schmetterlingsfoto mit diesem Untertitel:
Ich spüre MEINE Schmetterlinge heute genauso, wie am Tag meiner Hochzeit…. vor 7 Jahren.
2005 diese Zeilen:
die Ehe - die Liebe
“Welchen Wein können zu uns empfehlen, Herr Ober? - Wir feiern heute unseren Hochzeitstag!”
“Kommt drauf an, ob Sie feiern oder vergessen wollen!”
So ist das mit der Ehe.
Ich habe vorhin nach Zitaten und Sprüche über Ehe und Hochzeitstag im Netz gestöbert. Mir ist aufgefallen, dass sie einen eher negativen Touch haben. Ältere Zitate bedauern den Mann, der unter seinem Eheweib leidet, neuere stellen fest, dass die Liebe unter der Ehe leidet.
Kann auch Zufall sein, doch wirklich zärtliche, sinnliche, freudvolle Worte habe ich relativ wenige gefunden.
Heutzutage geht der Trend dennoch wieder zur Ehe. Obwohl im gesellschaftlichen Sinne niemand mehr zu diesem Schritt “genötigt” wird. Frauen sind unabhängig, Männer kommen als Single auch gut durch. Und lose Partnerschaften funktionieren scheinbar auch wunderbar. Man möchte glauben, wer sich jetzt traut, der hat sich das wohl überlegt. Naja - die hohen Scheidungsraten besagen anderes.
Ist die Ehe denn wirklich so ein Emotionskarrusell? Ja - irgendwie schon, stimmt ja.
Ich stelle mir die Ehe als zartes, filigranes, leicht verletzbares Wesen vor. Ihr liebstes Kleid ist feuerrot - wie die Liebe. Ihre natürliche Schönheit funkelt wie reinste, kostbare Diamanten, die gut behütet werden müssen. Das haben Schätze so an sich, man möchte ja nicht, dass sie verloren gehen oder gar gestohlen werden
Sie strahlt pures Lebensglück aus - nur manchmal hat sie zu viel Rouge auf den Wangen, vielleicht um die Kratzer darunter zu verstecken …und ab und zu braucht sie auch geruhsamen Schlaf, um dann wieder kraftvoll und energievoll zu erwachen.
“Lieben heißt nicht, sich in die Augen zu blicken - sondern gemeinsam in die gleiche Richtung”.
Ich finde Saint-Exupery hat das schon sehr richtig erkannt!
Warum ich heute an die Ehe und vor allem an die Liebe denke?
Hochzeitstag! - Wir bestellen Wein zum Feiern!
2006 schon in den aktuellen Blogscripten - Hochzeitstag
9.8.1997