Beiträge der Kategorie 'August'

meteorologische Singularität

… das bedeutet, dass bestimmte Witterungen zu bestimmten Zeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten. Dazu zählen der Märzwinter mit niedrigen Temperaturen sowie die Eisheiligen im Mai und die Schafskälte im Juni. Mit hohen Temperaturen ist gewöhnlich im August an den Hundstagen, Ende September im Altweibersommer und zu Weihnachten mit dem Weihnachtstauwetter zu rechnen.

Die Schafskälte macht sich diesmal wieder alle Ehre. Gerade noch 5 Grad C hatte es die letzte Nacht, zudem war der gestrige Tag verregnet. Heute stiegen die Temeraturen auch nicht besonders hoch an.
In Gegenden, wo Schafzucht betrieben wird, wurden sie bereits das erste Mal im Jahr geschoren. Auch den Schafen dürfte es nun zu kalt sein - so kam diese Wetterperiode zu ihrem Namen.

Schlechter Start für die Bäder, schlechtes Wetter für die Fußball-EM in Klagenfurt … gutes Wetter zum Fensterputzen oder für PC-Arbeiten. ;-)

Laurentius

… nicht vergessen! Heute bzw. die nächsten Tage den Blick nach oben richten - es könnte sich die ein oder andere Sternschnuppe oder gar ein beachtlicher Sternschnuppenregen zeigen!
Einen möglichen Hintergrund gibt uns Laurentius.

Über Kärnten soll es - laut einem Zeitungsbericht - in der Nacht auf Sonntag besonders viele “leuchtende Tränen” zu beobachten geben. Die Sternwarte in Klagenfurt bietet ab 21.00 Uhr entsprechende Programme an.

August

0807
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Es ist schon August!

Den Namen hat dieser Monat übrigens vom Kaiser Augustus, weil er in diesem Monat sein Amt angetreten hat. Diese Umbenennung zu seinen Ehren und auch die Verschiebung des ersten Monats im Jahr auf den Januar machten einige Anpassungen nötig.

Ursprünglich hatte der August lt. römischen Kalender 29 Tage. Nun lag es im Sinne der Gleichberechtigung, dass er ebenso wie der Juli, der ja nach Julius Caesar benannt ist, 31 Tage haben soll. Hat er nun auch - auf Kosten den Februars. Dadurch ergab sich allerdings eine Folge mit 3 Monaten mit 31 Tagen hintereinander. Ergo wurde von Dezember bis September eine Anpassung vorgenommen und ist kalendermäßig wieder alles im Lot.

Hexensabbat

Gerede aus ferner Vergangenheit oder auch eine Sitte, die heute noch Bestand hat - wer weiß das schon. Der Volksglaube entstand ja aus Erklärungsversuchen und nicht aus belegbaren Fakten.

In der Nacht vom 31.07. zum 01.08. versammelten sich alle Hexen zu einem opulenten Fest. Es wurde ausgiebig gegessen, ekstatisch getanzt und sich dem sexuellen Vergnügen hingegeben, wobei die Vereinigung mit dem Teufel wohl der Höhepunkt des Festes darstellt.

Angereist wurde auf die absonderlichsten Weisen. Man nahm Hexenbesen oder gar behexte Menschen als Beförderungsmittel und vergaß die Hausgeister nicht. So wurden weite Strecken in Kürze bewältigt. Treffpunkt waren abgelegene Stellen wie Höhlen, Waldlichtungen oder besondere Orte wie natürliche Steinkreise etc.
Der Ort selbst war festlich ausgerichtet und mit Kerzen umsäumt, in der Mitte brannte ein großes Feuer. Nun konnte das Fest beginnen, wobei der Teufel gewöhnlich in Gestalt eines Ziegenbockes den Vorsitz übernahm. Oftmals wurde er von der Göttin Artemis begleitet.
Im Zuge des Festes selbst sollte es möglichst obszön und schaurig zugehen, um den Vorstellungen des Bösen im Angesicht des Teufels gerecht zu werden. Gegessen wurde zumeist Verfaultes oder Ekeliges - sagt man. Besonders gefragt waren demnach Spinnen, Käfer oder Ratten. So wurde wohl die Fantasie weiter gesponnen, dass auch kleine Kinder verspeist wurden.
Junghexen wurde ihr Werkzeug übergeben und sie wurden in geheime Rituale eingeweiht. Nach dem Mahl wurde über Gebühr und wild getanzt, was letztendlich in sexuellen Ausschweifungen und unüberschaubaren Orgien geendet haben soll.

Weitere bevorzugte Termine für einen Hexxensabbat sind:
Thomastag, 21. Dezember (die längste Nacht des Jahres)
Maria Lichtmeß, 2. Februar
Walpurgisnacht, 30. April (Treffpunkt Blocksberg)
Johannistag, 24. Juni (Sommersonnenwende)
Allerheiligen, 1. November

Hundstage

… ja, das sind sie - 32 Grad - im Schatten! Wer nicht das Privileg hat, sich nach der Arbeit in einem kühlen See Erfrischung zu gönnen, der hat es diese Tage nicht leicht.
Ich schon - das Strandbad am Wörthersee ist nicht weit ;-)) .. und hier verbringe ich dann natürlich meine Nachmittage. Heute war es allerdings um 20.00 Uhr der Temperatur nach schönster Nachmittag.

Wer nicht in der Hitze arbeiten will, muß in der Kälte Hunger leiden.
(deutsches Sprichwort)

Diese Worte zum Trost für alle, die es nicht so einfach haben, der Hitze zu entkommen. Aber den Sternen nach, kommt es demnächst noch heißer!

Im Sternbild des Hundes erleuchtet ein Stern von bedeutender Größe und dieser ist der hellste Stern der Sphäre. In unseren Breiten liegt der Aufgang des Hundssternes in der heißesten Jahreszeit, deshalb werden die heißen Sommertage auch Hundstage genannt. Diese Tage galten als Unglückstage. Schädliche Auswirkung hatte im besonderen Maße die Mittagssonne, sodass man sie zu meiden hatte. Das Trinken von kaltem Wasser an Hundstagen wurde für eine Reihe von Erkrankungen verantwortlich gemacht und war somit sehr bedenklich. So galt auch die Ansicht, dass man an Hundstagen nicht baden darf, da das Wasser vergiftet sei. In machen Gegenden wurden auch Gottesdienste eingestellt, das Aderlassen unterblieb, denn man fürchtete das Blut nicht stillen zu können. Viele weitere Sorgen galten diesen Tagen: so wurde nicht geheiratet, weil man eine unglückliche Ehe fürchtete oder kein Holz geschnitten, weil dieses nicht gut brennen würde.
Im alten Rom galten Menschen, die an diesen Tagen geboren wurden, als besondere Unglücksraben. Allerdings waren sie vor dem Ertrinkungstod weitgehend geschützt.
Viele weitere Wetterorakel und andere im Volksglauben entstandene Weisheiten spinnen sich um die Hundstage, die heute kaum noch wahrgenommen oder besser gesagt für wahr genommen werden.

Laurentius

LaurentiusträneDer 10. August wird dem Heiligen Laurentius gewidmet. Er wurde 258 als “Ketzer” auf einem glühenden Rost gegrillt, nachdem er zuvor schon grausame Folter erlitt. So ist er Helfer bei Brandwunden, er bietet Schutz vor Feuer und ist Patron der der Kohlenbrenner, Köche und Bäcker, Bügler und Wäscher, aber auch der Bierbrauer.

Sein Tag wird heutzutage - außer in anstehenden Kirchenmessen - nicht mehr in besonderer Form gefeiert, doch dem Volksglauben nach, sollten an diesem Tag keine offenen Feuer entzündet werden. Vereinzelt begeht man in Italien das Festa di San Lorenzo, das in Kirchen und als Markttag gefeiert wird.

Doch an Laurentius fallen besonders viele Sternschnuppen. Die Menschen begeben sich in dieser Nacht in Freie, um diesem Naturschauspiel beizuwohnen und beobachten aufmerksam den Himmel. Man sagt, dass der Himmel weinte als Laurentius sein Martyrium erlitt.

Ich habe gestern allerdings keine einzige Sternschnuppe gesehen.

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