Blättern: zurück - 1 2

Beiträge der Kategorie 'April'

Osterlamm

… als Sinnbild für alle Sünden der Welt. Stumm, klein, hilflos, wehrlos. Schon im Alten Testament wird das Lamm als Opfertier genannt und Christus wurde vom Apostel Paulus Osterlamm genannt, was seine Unschuld symbolisieren soll.
Daher ist zu Ostern der Brauch verbreitet ein Osterlamm zu schlachten und zu weihen.

Heutzutage besinnen sich die Menschen aus tierschutzgedanklichen Überlegungen darauf, ein Lamm aus Biskuitteig oder Rührteig zu verzehren.

Osterlamm

Entsprechende Backform besorgen!

8 Eier mit
200 g Staubzucker,
1 Packerl Vanillinzucker,
1 Prise Salz und
abgeriebener Zitronenschale gut schaumig schlagen.

160 g Mehl und 160 g Stärkemehl fein mischen und unter die Schaummasse rühren.

Zuletzt 100 g Öl oder Butterschmalz unterheben.

Im vorgeheizten Backrohr ungefähr 10 Minuten bei 220 Grad backen.

Walpurgisnacht

Die Nacht gut überstanden? ;-)

In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai wird einem besonderen Ritus gedacht - einem hexischen.

In der heutigen Zeit darf man sich dieser mystischen Nacht ohne Schande auf die eine oder andere Art hingeben, noch vor einiger Zeit5 wäre man dafür ohne Gnade am Scheiterhaufen gelandet.
Hexe sein ist heute wieder “in” - in all seinen guten wie bösen Facetten, wobei die modernen Hexen sich doch eher auf die Natur mit all ihren Kräften entsinnen, als dass sie ihren Zauber - so er denn funktioniert - in schlechter Absicht einsetzen.
Diese Nacht ist jene, in der die Hexen in Richtung “Blocksberg” im Harz unterwegs sind. Reitend auf ihren Besen - versteht sich. Dort treffen sich die bösen Mächte der Hexerei, um sich auszutoben. Da sie unterwegs alles verhexen sind allerlei Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dem Vieh gibt man in dieser Nacht am besten neun verschiedene ausgewählte Kräuter, um es zu schützen. Vor die Türen wurden Besen oder Mistgabel über Kreuz gelegt, um den Hexen den Zugang zu verwehren. Trägt man neun verschiedene Holzarten bei sich, so kann man die Hexen gut erkennen und ist vor deren Zauber gut geschützt.
Die mutigen Männer bleiben draußen und versuchen durch Peitschenknallerei oder Schießerei, die Hexen fernzuhalten. Je größer der Lärm, desto größer die Wirkung.

Heutzutage gibt es mancherorts, aber eher selten, ein großes Feuer, in dem eine Strohhexe verbrannt wird. In diesem Zusammenhang fällt auch das Maifeuer, das am Vorabend zum 1. Mai die Funktion hatte, Menschen, Vieh und Felder durch das Vertreiben der Dämonen gesund zu erhalten.

Und was machen die modernen Hexen von heute wirklich in dieser Nacht? Tja - diese Frage lasse ich hier einfach mal offen stehen ….

Gründonnerstag

Zu Gründonnerstag fällt Dir spontan Spinat ein? Mir auch, doch die Bedeutung grün kommt weder von der grünen Farbe des Spinates noch von der nun grün werdenden Natur. Vielmehr leitet sich der Begriff vom mittelhochdeutschen “grinen” ab, was soviel wie weinen bedeutet. Den christlichen Geschehnissen nach, wurden an diesem Tag die engsten Vertrauten Jesus zum Abendmahl gebeten. (Passahmahl)

Dennoch gilt dieser Tag heute als Fastentag, wobei eben vor allem grünes Gemüse erlaubt ist. Es verleiht Frische und Kraft. So bleibt es nicht aus, dass sich um Speisen auch Aberglaube rankt. Werden neun verschiedene Kräutersorten verspeist, beugt man Fieberanfällen vor. Honig, Linsen oder Hirse versprechen Geld, ein Apfel (mit Stiel und Gehäuse) verspricht Gesundheit. Ein Gründonnerstagsei soll gefährliche Tiere und Ungeziefer abwehren und stellen aufgehängt an Dachbalken einen Schutz vor Lawinen und Hochwasser dar. Pflanzen und Bäume wachsen an diesem Tag besonders gut an und auch Fensterblumen, die angesetzt werden, blühen besonders reich.
Mancherorts haben sich Bräuche mit lautem Krach erhalten, die Abwehrcharakter besitzen und auf den Frühlingsbeginn hinweisen. Die Dämonen des Winters werden endgültig vertrieben.

Aber zurück zum katholischen Glauben. In den Messen wird das Abendmahl mit Jesus gefeiert. Erinnert wird auch an das Waschen der Füße seiner Jünger. Füße waschen war Sklavenarbeit und symbolisiert somit Dienstbarkeit. Dieses Symbol hat sich bis heute erhalten. Schon 694 sind liturgische Fußwaschungen aus Spanien überliefert. Am Gründonnerstag wird das “Allerheiligste” aus den Kirchen getragen. Die Tabernakel bleiben leer und offen, die Altäre schmucklos.
Die Glocken bis zur Osternacht nicht mehr. Man glaubt, sie fliegen nach Rom… deshalb ist es vielerorts üblich, Gläubige mit Ratschen (Holzklappern) zur Messe zu rufen. Meist übernehmen das die Kinder der Gemeinden.

Der Fastentag kommt mir sowieso gelegen. Seit Montag schlage ich mich mit einer argen Magen-Darmverstimmung herum. Essen behalte ich kaum bei mir. Auch kein grünes Gemüse.

Wann ist Ostern?

Diese Frage stellt sich gleich oft, wie die, ob man nun die Uhr zur Sommerzeit eine Stunde vor oder eine Stunde zurück stellt.

Der Zeitpunkt des Osterfestes richtet sich nach dem ersten Frühlingsvollmond. Der Frühling beginnt entweder am 20. oder am 21. März. Das ist der Zeitpunkt, an dem die Sonne durch die Ekliptik in nördliche Richtung wandert.
Das Osterfest findet am Sonntag nach dem Vollmond statt. Rechnet man nun 40 (Werk)Tage zurück - so ergibt sich der 1. Fastentag (Aschermittwoch). Diese Berechnung geht auf das Konzil von Dionysius Exiguus im Jahre 525 zurück und leitet sich vom Passahfest ab (Metonischen Zyklus), wobei der Frühlingsanfang auf den 21.3., 00:00 Uhr festgelegt wird. Es kann also durchaus vorkommen, dass der Frühling am 20.3. beginnt und an diesem Tag auch Vollmond ist - deshalb der fix angenommene Frühlingsanfang. In diesem Fall verschiebt sich das Fest um einen Mondzyklus.
Der Frühlingsvollmond kann natürlich an jedem beliebigen Wochentag vorkommen, der erste Osterfeiertag ist jedoch immer ein Sonntag.
Dieser Termin gilt allerdings nur für die römisch-katholische Kirche. Andere Konfessionen unterscheiden sich - das Passahfest der Juden beispielsweise wird unabhängig vom Wochentag gefeiert. Ostkirchen richten sich nach dem Julianischen Kalender (im Gegensatz zum Gregorianischen), so variieren auch hier vergleichsweise die Feste.

April

Der April steht hier besonders im Zeichen des Osterfestes mit einigen Bräuchen und Entstehungsgeschichten. Kalendermäßig fallen diese Feste auch oftmals in den Monat März, da Ostern im kirchlichem Sinne kein fixes Datum umreißt.
Zu seinem Namen kam der April wahrscheinlich vom lateinischen Wort “aperire”, was “öffnen” bedeutet. Das hängt wohl mit dem Frühling zusammen, der in der Natur “alles öffnet”. Der April wird auch als Ostermond bezeichnet und ist aufgrund des Wetters das Sinnbild der (Wetter-) Wendigkeit.

Der erste April ist der Geburtstag des Judas, deshalb wird er für einen Unglückstag gehalten. Aus diesem Anlass wurde das “In-den-April-schicken” üblich, wobei einfältige Leute oder Kinder scherzhaft vergaugelt wurden. Der Brauch mag auch auf das Fest der Quirinalia der Römer zurückgehen. Durch scherzhafte Aufgaben unausführlicher Aufträge an Bekannte oder Freunde oder auch durch ein gewisses Veräppeln wird in den April geschickt. In England zum Beispielt nennt sich dieser Tag auch “all-fools-day, wobei hier den Leuten Papierpuppen an die Kleider gehängt werden. Verbreitet ist dieses Treiben jedenfalls in ganz Europa. In Italien als “pesche d´avrile” bekannt, was soviel wie Aprilfischen bedeutet, woraus sich der Sinn ebenfalls assoziieren lässt. Ebenso werden Briefe mit scherzhaften Inhalt versandt.
Wegen der großen Freude und Heiterkeit dieses Brauches wird von manchen Volkskundlern auch angenommen, dass es Restbestände von alten Frühlingsbräuchen sind.

Als Unglückstag hat der erste April auch andere Bedeutung. An diesem Tag sollte man keinesfalls in den Wald gehen, auch Feldarbeit wirkt sich ungünstig aus. Säen und Pflanzen ist verpönt und bedeutet eine schlechte Ernte. Letzteres erscheint mir jedoch weniger abergläubisch als logisch, folgen doch in Kürze die Eisheiligen, die die Saat beschädigen könnten.
Als erfreulich anzusehen ist es, wenn es am ersten April regnet, das spricht für ein gutes Wirtschaftsjahr.

Es hat geregnet - das “In den April schicken” habe ich heuer verschlafen ;-))

Blättern: zurück - 1 2

07
  • Zufallszitat

  • Ein kluger Mannmacht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance.
    W. Churchill
    » alle Zitate «
  • A dabei

  • TopBlogs.de
  • bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis
  • Austria Blog Verzeichnis
  • Blog Verzeichnis und Blog Webkatalog
  • Blog Button
  • Bloggernetz - der deutschsprachige Pingdienst
  • Blogverzeichnis
  • Bloggeramt.de
  • blogoscoop
  • BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor
  • Nachlese

  • Weblog FAQ
  • Wordpress Community
  • Wikipedia
  • Empfehlung

  • Webhosting all-inkl.com
  • Anzeigen

  • Besucher

Du kannst derzeit
577 Beiträge und 925 Kommentare in 27 Kategorien finden.
Viel Spaß beim Stöbern!

  • ... und