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Beiträge der Kategorie 'April'

4 Bergelauf

Alljährlich am Nagelfreitag, also heute, finden/fanden (ist schon spät ;-) ) sich zahlreiche Menschen in Klagenfurt ein und begehen eine traditionsreiche Wallfahrt über vier Berge.

Pünktlich um Mitternacht wird am Magdalensberg die Messe gelesen. Die “Vier-Bergler” haben nun einen langen Marsch vor sich, der sie nach 12 - 15 Stunden bzw. rund 60 km über den Ulrichsberg, Magdalensberg und Veitsberg zum Lorenziberg führt. An die 15 Kreuzträger und ihre Vorbeter schreiten - in vielerlei Hinsicht - zielstrebig den Weg entlang. Eine Markierung oder besondere Vorbereitung braucht es nicht, jeder kennt “instinktiv” den Weg. Die Gläubigen halten sich an die 29 Rosenkränze, die bis zur Schlussmesse gebetet werden sollen.
Kinder säumen in den Dörfern die Strecke und werden dafür von den “Vier-Berglern” mit Zuckerln belohnt….

Diese Wallfahrt geht auf keltischen Ursprung zurück und gilt seit dem Mittelalter als christliche Rite. Historisch gesehen waren diese Berge das Gebiet von vier Keltenstämmen, die sich friedlich vereint haben. Einmal im Jahr haben sie gegenseitig ihre Berge besucht. Das Mysterium seit dieser Zeit besteht in der Wiederholung. Durch Jahrhunderte folgen Menschen ohne besondere Aufforderung diesen Kreuzweg.
Ihren Kreuzweg, für die es weder Markierung noch Organisation braucht. Der Zeitgeist liegt wohl in der Motivation des Einzelnen.
Manche finden sie im Glauben, manche in der Besinnung, manche im Schmerz und Opfer und viele auch in einer “sportlichen Leistung”.

Ich war noch nie mit dabei, obwohl ich es mir schon oft vorgenommen habe. Viele meiner Bekannten, die zu den “Vier-Berglern” zählen, haben mich schon darauf angesprochen. Entweder kommt etwas dazwischen oder ich bin nicht wirklich vorbereitet.
Darin liegt auch mein persönlicher Haken an dieser Sache. Es bräuchte keine Vorbereitung, wenn ich den wahren Sinn einer Wallfahrt verinnerlicht hätte. Die älteren Menschen, die jährlich mitgehen beweisen ihre Fitness ja auch nicht im Vorfeld. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Nonnen und Kreuzträger ihren Körper auf dieses Ereignis hin trainieren.
Genau das hält mich wohl unbewusst davon ab, genau das zieht mir immer wieder andere Ereignisse gegen den Strich. In den letzten Jahren, als ich es mir “fest” vorgenommen habe, wurden zweimal meine Kinder krank, einmal ich selber und einmal habe ich mir beim “Training” den Knöchel böse verstaucht. Das sind wohl Zeichen, dass ich für diese Wallfahrt gar nicht bereit bin. Mir ginge es auch eher ums Durchhalten. Ich denke schon, dass in diesen Stunden der Strapazen spirituelle Gedanken aufkämen… aber erstrangig sehe ich es hier für mich (noch) nicht. So gesehen könnte ich jedoch auch bei einem Marathon mitlaufen - der Zeitrahmen wäre wohl annähernd der gleiche ;-))

Übrigens: auf der Homepage von Anton Wieser kann man sich Bildmaterial der Vorjahre und bald aktuelles ansehen.

Am Ostermorgen

Am Ostermorgen schwang die Lerche
sich auf aus irdischem Gebiet
und, schwebend überm stillen Pferche
der Hirten, sang sie dieses Lied:
Erwacht! Die Nacht entflieht.
Das Licht zerbricht
die Macht der Nacht;
erwacht ihr Lämmer all, erwacht,
auf feuchtem Rasen kniet!

Es ward von einem Osterlamme
getan für alle Welt genug,
das blutend an dem Kreuzesstamme
die Schuld der ganzen Herde trug.
Des Sieges Stunde schlug!
Das Grab, es gab
den Raub vom Staub
zurück; nun weidet grünes Laub,
ihr Lämmer fromm und klug!

Der Baum des Lebens, fluchbeladen,
stand abgestorben, dürr und tot.
Des Lammes Blut ihn mußte baden;
nun wird es blühend rosenrot.
Gewendet ist die Not!
O seht, her geht
der Hirt, der wird
die Herde weiden unverirrt
im neuen Morgenrot.

Friedrich Rückert, 1788-1866

Osterhase

Er - der Osterhase - wird erstmals 1789 in einem Schweizer Kinderlied erwähnt, es gibt auch aus dem Jahre 1682 Hinweise durch den deutschen Protestanten Georg Franck von Franckenau aus Heidelberg auf ihn.
Es ist Brauch, dass der Osterhase den Kindern die bunt bemalten Eier bringt. Der Hase an sich ist (u.a. lt. mythologischen Aspekten) ein Symbol für die Fruchtbarkeit und Lebensfreude. Ein möglicher Zusammenhang besteht auch darin, dass der Hase ein “Mondtier” ist und das Osterfest am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert wird. In der mittelalterlichen Zeit wurden Schulden auch oftmals durch Hasen und/oder Eier abgeglichen, was vielleicht auch eine Verbindung, zumindest zwischen Hase und Eier herstellt.
Berühmtheit und festen Bestand erhielt der Osterhase aber ganz bestimmt durch die Schokoladenindustrie, hier wäre er und seine Häsinnen wohl kaum wegzudenken.
Eines ist jedenfalls sicher, gesehen hat ihn noch niemand.

Karsamstag - Speisenweihe

Der Karsamstag markiert das Ende der Fastenzeit. Es ist aber auch ein Tag, an dem man alle möglichen Reinigungsarbeiten vornehmen soll - Haus und Hof, Haare und Körper, außerdem soll man an diesem Tag dem Aberglaube nach besondere Kraft besitzen, die einem beim Verrichten harter Arbeit entgegenkommt.

Osterkorb
Osterkorb

Doch der Karsamstag, wie ich ihn kenne, hat eigentlich nichts mit Arbeit zu tun. Vielmehr werden an diesem Tag die Osterspeisen geweiht und danach genussvoll - nach der langen Fastenzeit - verzehrt. Hier gibt es regionale Unterschiede: in der kärntner Gegend verpackt man in den Osterkorb gekochten Beinschinken, geselchte Würste, gekochte Zunge, eine große Krenwurzel, eigens gebackenes Osterbrot, Reindling und gefärbte Ostereier. Über diesen Korb wird eine handgestickte Osterweihdecke geworfen, die jede Hausfrau parat hat. In der Kirche oder bei einem Kreuz versammeln sich die Leute, um nach einer Osteransprache bzw. Ostermesse die Speisen durch den Pfarrer weihen und segnen zu lassen. Nachdem der Inhalt dieses Osterkorbes regional verschieden ist, kommt es weniger auf die Zutaten als auf die Symbolik an. Man sagt auch, dass alle Geister in der Hölle an diesem Tag diese Predigten hören können.

Karfreitag

Der Karfreitag ist der Tag der Kreuzigung des Herrn. Abgesehen von den kirchlichen Zeremonien und seiner Bedeutung als strenger Fastentag wird dieser Tag als Unglückstag, an dem bei der Verrichtung der täglichen Arbeit besondere Vorsicht geboten ist, betrachtet. Und das obwohl dieser Tag für viele Tätigkeiten geeignet zu sein scheint: Bäume schlagen, reinigende Tätigkeiten, Säen, Nägel- und Haareschneiden sind besonders hervorzuheben.
Noch etwas haarsträubendes habe ich in einem alten Buch gelesen, das ich nicht vorenthalten möchte: Eine Frau die am Karfreitag Mehl, abgeriebenes Brot und ein ganzes Stück Brot isst, wird das ganze Jahr nicht schwanger.

Kärntner Eierkren

Ob der Eierkren nur in Kärnten zur Osterjause verzehrt wird oder auch in anderen Regionen bekannt ist, weiß ich nicht. Aber die Suchbegriffe, die derzeit mein Blog anpeilen, sprechen dafür. “Kärntner Eierkren” ist in den letzten Tagen über div. Suchmaschinen sehr gefragt. Gut so - weil er wirklich ein Genuss ist!

Meine Besucher werden auf die Kärntner Osterjause geleitet. Das Rezept für den “Kärntner Reinling” wird wohl gefunden, aber er ist nicht so scharf wie Kren bzw. für die deutschen Leser Meerrettich.

Soviel vorweg, für den Eierkren gibt es kein ausgesprochenes Patentrezept, jede Hausfrau hat hier ihre Vorlieben und Küchengeheimnisse.
Ich auch! ;-) Aber eine Standardvariante kann ich anbieten, allerdings mit keinen genauen Mengenangaben - hier fordere ich den eigenen Geschmack.

Es werden gekochte Eier fein gehackt, mit wenig Öl und einem guten Schuss Essig (Tafelessig, Apfelessig oder Weinessig, ev. mit Wasser verdünnen) vermengt, sodass keine zu feste Masse entsteht. Nun wird der geriebene frische! Kren (nicht zu wenig, aber so dass man den fertigen Eierkren ohne Tränen und das dringende Verlangen nach Taschentücher genießen kann) beigefügt. Den Eierkren lässt man einige Stunden ziehen.
Manche Hausfrauen geben auch fein gewürfelten Zwiebel oder ebenso fein geschnittene Scharlotten dazu, ich persönlich mag das allerdings nicht.

So - und nun ran ans Probieren und Krenreiben! ;-)

Osterfeuer

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Das Feuer ist den Menschen seit der Entdeckung heilig. Feuerbräuche gibt es sehr viele. Das Osterfeuer lässt sich von einem heidnischen Brauch ableiten, wonach die Frühlingssonne beim ersten Frühlingsvollmond mit einem Feuer begrüßt wurde. Das Feuer sollte die Sonne zur Erde herabziehen und ihre energetischen Kräfte auffangen bzw. empfangen.
Im christlichen Sinne entstand das Osterfeuer etwa um 700 in Frankreich. Die Symbolik des Feuers wird auf Gott, die Auferstehung und die Erscheinung Christus übertragen. Am Osterfeuer wird auch üblicherweise die Osterkerze angezündet und mit ins Haus genommen.
Vielerorts ist es auch heute noch Brauch, einen großen Reisighaufen anzuzünden. Die Menschen aus dem ganzen Ort treffen sich dort um zu beten, zu gedenken und letztendlich auch einige Rituale, die aus dem Feuer-Sonnenkult zu bewahren. Letzteres wahrscheinlich eher unbewusst. So springen mutige Burschen über das Feuer, tanzen Menschen um das Feuer herum oder lassen Ratschen lärmen.

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