Bikinifigur
Sonnenschein und dementsprechende Temperaturen bedeuten vielerlei - unter anderem auch Badefreuden. Ich liebe es, den See, die Strandbäder zu genießen. Ein Aufenthalt ist recht kurzweilig und es ist für den Körper sehr wichtig, wenn er von den Sonnenstrahlen gestreichelt wird. Das hebt die Laune ungemein!
Gestern hat mich eine Freundin angerufen, ob ich am Nachmittag einen Kaffee mit ihr trinke. In ihrem ostseitig gelegenen Wohnzimmer hätten wir es auch nicht so heiß und sehr gemütlich. Ich will raus bei diesem Wetter! Den Vorschlag, dass wir uns im Strandbad treffen, dort ausgiebig tratschen und einen Kaffee schlürfen, hat sie abgelehnt: “Du, ich hab es heuer noch nicht geschafft, meine Figur…. Ich mag nicht ins Bad - vielleicht nächste Woche!”
*häh* frage ich mich da! Was soll den nächste Woche anders sein? Die ein, zwei Kilo - und schon hebt sich das Selbstbewusstsein???
Und mal ehrlich, wer schaut denn schon ständig “hin”? Ich habe es am Samstag getan - absichtlich… da gab es die Schlanken, die trotzdem an Cellulite leiden, die Langbeinigen, denen es entschieden an Oberweite fehlt oder umgekehrt, die Molligen mit ihren Speckröllchen, die völlig Unproportionalen.. die einigermaßen “Normalen” - doch die wirklich perfekte Figur habe ich nicht gesehen. Wundert mich auch nicht: es ist immerhin kein Treff der Models und ständig an der Figur arbeitenden Promis, die aus ihrem Körper Kapital schlagen müssen - nein es ist ein Platz, an dem sich die Durchschnittsleiber treffen. So, wie es sein soll. Beobachtet habe ich allerdings, dass ein gut ausgeprägtes Selbstbewusstsein und vorallem eine gesunde Hautfarbe die Figur ungemein strafft
- so gesehen hat meine Freundin wohl auch Chancen, ihren Körper von den Sommerannehmlichkeiten verwöhnen zu lassen.
Ungezwungen und frei von Komplexen.
Zudem befindet sie sich in guter Gesellschaft - in meiner, DIE Bikinifigur strebe ich schon gar nimmer an, wobei das nicht heißen soll, dass .. man sich gehen lässt. Der Blickwinkel und die Erwartung müssen nur ein bisserl korrigiert und den Gegebenheiten angepasst werden. Dann klappt das recht gut.
War dann aber alles kein Thema mehr - gegen Mittag, also Dienstschluss, nahmen die Wolken überhand. Also Kaffee im ostseitigen Zimmer.









