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Beiträge der Kategorie 'Alltägliches'

Im Schnee

So richtige “Im-Schnee-Gefühle” kommen zwar heute noch nicht auf, aber die ersten Flocken des Winters zeigen sich nun auch bei uns.

Im Schnee

Wie naht das finster türmende
Gewölk so schwarz und schwer!
Wie jagt der Wind, der stürmende,
Das Schneegestöber her!

Verschwunden ist die blühende
Und grüne Weltgestalt;
Es eilt der Fuss, der fliehende,
Im Schneefeld nass und kalt.

Wohl dem, der nun zufrieden ist
Und innerlich sich kennt!
Dem warm ein Herz beschieden ist,
Das heimlich loht und brennt!

Wo, traulich sich dran schmiegend, es
Die wache Seele schürt,
Ein perlend, nie versiegendes
Gedankenbrauwerk rührt!

Gottfried Keller

Es scheint ein gemütlicher Lesesonntag zu werden. ;-))

Gans, Rotkraut, Semmelknödel

In weiten Teilen Österreich schneit es heftig. Hier im Süden zeigte sich der Sonntag noch von seiner sonnigen Seite. Ein herrlicher Herbsttag. Jetzt - am Abend - fängt es an zu regnen, möglicherweise schneit es auch in der Nacht. Wird sich ja spätestens morgen zeigen. ;-)

Der 11.11. ist mit viel Brauchtum bestückt. Martiniumzüge zu Ehren des Heiligen Martin, Ganslessen in ebendiesem Gedanken und Faschingsbeginn. Letzterem wird vor allem in der “Faschingsmetropole” des Bundeslandes in Villach Beachtung geschenkt. Die närrische Zeit soll schon standesgemäß eingeläutet werden. Das Prinzenpaar sieht wieder schmuck aus, dem närrischen Treiben steht nichts mehr im Wege. “Lei Lei”

Ich stand den größten Teil des Sonntags in der Küche. So eine Gans brät sich nicht von alleine. Gschmackig war sie, samt Rotkraut mit Maroni und Bratäpfel und Semmelknödel. Ein echter Sonntagsschmaus, den man sich allerdings nur an diesem Hlg. Martin - Tag gönnt. Wir zumindest. Falls jemand auch außerhalb des traditionellen Ganslschmauses ein Rezpet benötigt - ist eigentlich ganz unaufwändig.

1 bratfertige Gans - frisch und vom Bauern des Vertrauens!
Salz, Pfeffer, Majoran, 2 bis 3 Äpfel, Thymianzweige

Die Gans gut waschen, trocknen und mit Salz, Pfeffer und Majoran gut einreiben. Eine Viertelstunde ziehen lassen. Eine Pfanne einige cm mit Wasser füllen, Thymianzweige dazugeben die Gans einsetzen und langsam braten bzw. anfänglich eher das Wasser verdunsten lassen - falls das zu schnell geht, nachgießen. Wichtig: öfters mit dem Eigensaft übergießen, eventuell Fett abschöpfen. Falls sie zu schnell Farbe annimmt, mit Alufolie abdecken. Je Kilo eine Stunde, dann müsste sie gar und zart sein. Für die letzten 10 Minuten die Gans mit Salzwasser übergießen und den Herd heißer drehen - so wird die Haut superknusprig.

Für das Rotkraut - diesmal Tiefkühlware - hatte ich noch Bratäpfel von gestern klein geschnitten, einige gekochte Maroni beigefügt und mit Zimt abgeschmeckt. Diese Kombination gibt es übrigens auch fertig im Handel - von der bekannten TK-Firma - deshalb kam ich auch auf diese Idee. Rotkraut kenne ich sonst eher nur mit frischen Äpfeln.

500 g Semmelwürfel, 3 Eier, 3 Achtel Liter Milch, 100 g Mehl, etwa 50 g Butter, 1 Zwiebel, ein Bund klein gehackte Petersilie, Salz benötigt man für die Knödel.

Zwiebelwürfel in wenig Butter bräunen, restliche Butter zerlassen, Eier mit der Milch verquirlen und mit den anderen Gewürzen mit den Semmelwürfeln vermischen - rasten lassen - noch einmal gut durchkneten. Wasser aufkochen, Knödel formen - am besten mit feuchten Händen - ins Wasser einlegen und 20 Minuten leicht köcheln….

Vor- und Nachspeise gab es diesmal bei uns keine. Wir hatten keine Gäste zu verwöhnen und für uns Vier ist eine Gans genug. Da bleibt wenig Platz in den Bäuchen. ;-)

Eine Stunde mehr

Man könnte sich doch glatt daran gewöhnen, dass der Tag 25 Stunden hat. Daraus wird allerdings nichts. Das trifft nur einmal im Jahr zu. Nämlich heute oder schon fast gestern.

Was macht man nun mit der einen Stunde mehr? Länger aufbleiben? Länger schlafen? Bewusst eine Stunde zu “seiner” Stunde machen? Ich habe aus allem ein bisschen für mich genutzt - und im Grunde ist mir der Tag heute kürzer erschienen als sonst ;-)

In den 80er Jahren wurde die Sommerzeit in unseren Ländern wieder eingeführt. Energiesparmöglichkeiten wurden gesucht, um der Ölkrise entgegen zu wirken und in ihr wieder gefunden. Der Einfall der Sommerzeit wird einem gar nicht so ernst zu nehmenden Aufsatz von Benjamin Franklin aus dem Jahre 1784 zugeschrieben und wurde bis zu Zeiten des ersten Weltkrieges in einigen europäischen Ländern und in den USA praktiziert. Der Einwand der Bauern, dass sich die Nutztiere auf diese Zeitkorrektur bzw. -verschiebung nicht einstellen werden können, hat sich als haltlos erwiesen, sagt man.

Heute ist die Wissenschaft wieder ein Stückchen weiter. Die biologische Uhr lässt sich nicht so leicht manipulieren, sagt man nun. Die Zeitumstellungen machen sich sehr wohl bemerkbar, nicht nur beim Vieh der Bauern oder - gar in der Wildnis, die davon gar nichts mitbekommen. Beneidenswert!

nur so nebenbei …

Was für eine Woche! Fängt es einmal an, schief zu laufen, hört es anscheinend gar nicht mehr auf. Ich möchte mich jetzt gerne wieder auf die “Gerade” begeben, wenn es schon nicht merkbar aufwärts gehen kann.

Elternabend

4. Klasse Volksschule, also ein wichtiges Jahr für Kinder - die Wahl der nächsten Schulform steht in einigen Monaten an. Die Klasse hat eine neue Lehrerin, die Schüler und auch wir Eltern somit eine Umstellung im “Detail”. Im Klassenforum werden Angelegenheit wie schulautonome freie Tage, die individuelle Unterrichtsführung der Lehrerin, Lehrgänge, Projekte und Ausflüge besprochen oder bestimmte Termine behandelt. Viele Punkte kommen zur Abstimmung - die Eltern haben sehr wohl einen gewissen Einfluss auf schulische Entscheidungen.

Das Bildungssystem steht laufend in Diskussion. Unsere Kinder sind in vielen Belangen leistungsschwach. Die “Schuld”, wenn man davon im Einzelnen überhaupt sprechen kann, wird abwechselnd der Politik und den Lehrern zugesprochen. Letzteren wird wenig Engagement und wenig Wille zur adäquaten Wissensvermittlung unterstellt.

Am gestrigen Elternabend sind von 28 Schülern 6 Elternteile erschienen. 6 Eltern haben Interesse am Schulalltag ihres Kindes, 6 Eltern wollen Informationen, wie sie ihre Kinder am besten unterstützen können, 6 Eltern wollen die neue Lehrerin und ihre Vorstellungen zur Ausbildung ihrer Kinder in der letzten Klasse dieser Schulform kennen lernen.

Arbeitswochenende

Das Wochenende sollte man zur Erholung nutzen. Kraft tanken für die nächste Woche. Ab und zu kann “Arbeit” ebenfalls erholsam sein. Nämlich dann, wenn sie Freude macht, nicht alltäglich ist. So wird aus Arbeit eine nette Beschäftigung - je nach dem wie man sie eben betrachtet.

Ich habe mir einen spannenden Auftrag an Land gezogen. Keine Routinearbeiten, eine wahre Herausforderung! Um Problemlösungen zu finden, braucht es Zeit. In der Arbeits- und Alltagswoche habe ich die nicht am Stück. Also wurden meine Männer kurzerhand “in Urlaub” geschickt - sie genießen zwei Tage in einer Erlebnistherme - und mache mich seit gestern ans Werk … natürlich ist noch lang kein Einde in Sicht, aber der Anfang ist getan :-)

Der weitaus größte Teil des menschlichen Wohlbefindens besteht aus einer beständig fortlaufenden Arbeit mit dem Segen, der darauf ruht, und der sie schließlich zum Vergnügen macht. Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat.
Freiherr von Humboldt, 1767 - 1835

Der erste Schultag …

ist für meine beiden Buben naturgemäß ziemlich aufregend. Gestern abend konnten sie nicht einschlafen, heute morgen waren sie dennoch vor ihrer Weckzeit hellwach. Ein 9- und ein 11-jährigen Schüler blicken mit gemischten Gefühlen auf den Tag. Einerseits die Freude, alle Mitschüler wieder zu sehen, andererseits das Wissen, nun wieder täglich mit Lernen belastet zu sein.

Mittag bin ich neugierig, wie es war - was es Neues gibt, wie der Stundenplan aussieht, wer sich den besten Platz in der Klasse ergattert hat usw. usf.

Den Jüngeren brauche ich nicht erst fragen, er plappert darauf los und erzählt bis ins kleinste Detail von seinem Vormittag. Der Ältere ziert sich. Alles muss ich ihn aus der Nase ziehen. Nach dem eindringlichen “Verhör” ist er fast beleidigt - und ich weiß immer noch nicht alles. ;-)

So unterschiedlich sind sie - meine zwei Racker. Ich wünsche ihnen und mir jedenfalls, dass es ein gutes Schuljahr wird!

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