In weiten Teilen Österreich schneit es heftig. Hier im Süden zeigte sich der Sonntag noch von seiner sonnigen Seite. Ein herrlicher Herbsttag. Jetzt - am Abend - fängt es an zu regnen, möglicherweise schneit es auch in der Nacht. Wird sich ja spätestens morgen zeigen.
Der 11.11. ist mit viel Brauchtum bestückt. Martiniumzüge zu Ehren des Heiligen Martin, Ganslessen in ebendiesem Gedanken und Faschingsbeginn. Letzterem wird vor allem in der “Faschingsmetropole” des Bundeslandes in Villach Beachtung geschenkt. Die närrische Zeit soll schon standesgemäß eingeläutet werden. Das Prinzenpaar sieht wieder schmuck aus, dem närrischen Treiben steht nichts mehr im Wege. “Lei Lei”
Ich stand den größten Teil des Sonntags in der Küche. So eine Gans brät sich nicht von alleine. Gschmackig war sie, samt Rotkraut mit Maroni und Bratäpfel und Semmelknödel. Ein echter Sonntagsschmaus, den man sich allerdings nur an diesem Hlg. Martin - Tag gönnt. Wir zumindest. Falls jemand auch außerhalb des traditionellen Ganslschmauses ein Rezpet benötigt - ist eigentlich ganz unaufwändig.
1 bratfertige Gans - frisch und vom Bauern des Vertrauens!
Salz, Pfeffer, Majoran, 2 bis 3 Äpfel, Thymianzweige
Die Gans gut waschen, trocknen und mit Salz, Pfeffer und Majoran gut einreiben. Eine Viertelstunde ziehen lassen. Eine Pfanne einige cm mit Wasser füllen, Thymianzweige dazugeben die Gans einsetzen und langsam braten bzw. anfänglich eher das Wasser verdunsten lassen - falls das zu schnell geht, nachgießen. Wichtig: öfters mit dem Eigensaft übergießen, eventuell Fett abschöpfen. Falls sie zu schnell Farbe annimmt, mit Alufolie abdecken. Je Kilo eine Stunde, dann müsste sie gar und zart sein. Für die letzten 10 Minuten die Gans mit Salzwasser übergießen und den Herd heißer drehen - so wird die Haut superknusprig.
Für das Rotkraut - diesmal Tiefkühlware - hatte ich noch Bratäpfel von gestern klein geschnitten, einige gekochte Maroni beigefügt und mit Zimt abgeschmeckt. Diese Kombination gibt es übrigens auch fertig im Handel - von der bekannten TK-Firma - deshalb kam ich auch auf diese Idee. Rotkraut kenne ich sonst eher nur mit frischen Äpfeln.
500 g Semmelwürfel, 3 Eier, 3 Achtel Liter Milch, 100 g Mehl, etwa 50 g Butter, 1 Zwiebel, ein Bund klein gehackte Petersilie, Salz benötigt man für die Knödel.
Zwiebelwürfel in wenig Butter bräunen, restliche Butter zerlassen, Eier mit der Milch verquirlen und mit den anderen Gewürzen mit den Semmelwürfeln vermischen - rasten lassen - noch einmal gut durchkneten. Wasser aufkochen, Knödel formen - am besten mit feuchten Händen - ins Wasser einlegen und 20 Minuten leicht köcheln….
Vor- und Nachspeise gab es diesmal bei uns keine. Wir hatten keine Gäste zu verwöhnen und für uns Vier ist eine Gans genug. Da bleibt wenig Platz in den Bäuchen.