Die Vögel zwitschern, die Mücken
Sie tanzen im Sonnenschein,
Tiefgrüne feuchte Reben
Gucken ins Fenster herein.
Die Tauben girren und kosen
Dort auf dem niedern Dach,
Im Garten jagen spielend
Die Buben den Mädeln nach.
Es knistert in den Büschen,
Es zieht durch die helle Luft
Das Klingen fallender Tropfen,
Der Sommerregenduft.
Ada Christen, 1839-1901
Nach dem Regen oder besser gesagt: nach den Gewittern der letzten beiden Tage sieht es bei uns nicht so idyllisch aus, wie es Christen beschreibt. Der Hagel und Sturm haben meine Blumen verwüstet, der heftige Guss beschert mir einen Fensterputztag. Aber klar, der Sommer braucht seinen Regen, damit die Natur in ihren besten Farben erstrahlt. Es könnte aber gerne bei einem gemütlichen Schauerregen bleiben. Es muss ja nicht bei allem so übertrieben werden …










[...] Also, erschlagen Sie mich, aber das ist ein Sommer, der mir wirklich gefällt. Man kommt nicht so schnell ins Schwitzen, zumindest hier in und um Berlin regnet’s auch nicht so oft. Und wenn doch, dann kann einen, wie ich neulich fand, sogar die Muse küssen. [...]