Roman von Nicole Krauss
Dieser Titel weckt meine Neugier nicht sonderlich, mein Mann hat das Buch gekauft und nach wenigen Seiten weggelegt. Sein Fall ist es nicht - vielleicht aber meiner?
Ja, war es - obwohl gerade der Anfang ziemlich verworren ist und doch ein wenig Konzentration erfordert. Die Autorin springt ohne Übergang zwischen drei Geschichten hin und her, die sich offenbar am Ende zusammenfügen sollen …
Es ist kein Buch, in dem man hin und wieder ein paar Seiten liest - einerseits fesselt dieser ungewöhnliche Aufbau und andererseits fesseln die Erzählungen der Figuren. Zugleich lustig, traurig, nachdenklich stimmend - so gesehen passt der Titel perfekt!
Im Mittelpunkt steht ein altes Manuskript, dass Leo Gursky in Polen für seine große Jungendliebe Alma geschrieben hat.
Alma emigriert nach New York, wohin er ebenfalls in den Kriegswirren flieht. Seine Liebe ist allerdings vergeben, vergessen wird er sie nie. Er lebt als alter einsamer Mann in New York, bereitet sich auf seine Weise auf das Sterben vor und ahnt nicht, dass dieses Manuskript Liebesbande gewoben hat. Das Mädchen Alma - nach der Hauptfigur der Geschichte der Liebe genannt - ist auf der Suche nach ihm …
Die ersten Sätze:
Wenn sie meinen Nachruf schreiben. Morgen. Oder am Tag darauf. Wird es heißen: Leo Gursky hinterlässt eine Wohnung voller Schrott. Ich wundere mich, dass ich hier nicht längst lebendig begraben bin …











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