… wenn medizinische Verordnungen bei mancherlei Beschwerden und Funktions- bzw. Aktivitätseinschränkungen - Medikamente, operative Eingriffe - keinen Erfolg mehr bringen, greift man am besten auf aktive Eigenverantwortung zurück. Das heißt, man sucht einen Therapeuten auf, der das Bewusstsein um den Körper und die physiologischen Zusammenhänge schärft. Im Grunde ist es dann schon überfällig - eigentlich müssten diese Therapeuten im Vorfeld prophylaktisch einwirken - nur wer geht denn schon hin, wenn nichts schmerzt?
Die Physiotherapie geht bereits auf frühgeschichtliche Erkenntnisse zurück. Vor 4000 Jahren gab es beispielsweise in China verschiedene Formen von Massagen und Thermaltherapien. Hippokrates, 400 v.Chr., war ein Vorreiter, seine Heilmethoden finden heutzutage noch Beachtung. Er achtete auf das Prinzip der “Ganzheit” im harmonischen Wechsel. Krankheit ist ein Ungleichgewicht verschiedener körperlicher und seelischer Faktoren und kann durch Lebensumstellung bzw. Bewusstsein um Vorgänge im Körper bekämpft oder zumindest gelindert werden. Außerdem leitet sich vom Charakter eines Menschen ein nachvollziehbares Krankheitsbild ab - was ja wiederum die ganzheitliche Erscheinungsform der Symthome unterstreicht.
In der Neuzeit und unseren Breiten ist Kneipp (1827 - 1891) mit seiner Wasserkur ein verbreiteter Begriff .. und natürlich noch andere mehr.
Physiotherapeuten analysieren und therapieren also Schmerzzustände oder Funktionsbeeinträchtigungen. Das kann sowohl den Bewegungsapparat als auch innere Organe betreffen. Sie arbeiten vor allem manuell und auch psychologisch - um die Eigenverantwortung des Patienten anzukurbeln. Sie fördern die Wahrnehmung und die Einordnung eines Reizes durch ein Sinnesorgan und das motorisch richtige Verhalten.
Physiotherapie ist eine anerkannte Berufsbranche - es gäbe in Ergänzung dazu noch viele weitere Wege zur Eigenheilung. Die ordnet man bishlang eher der Esoterik zu. Egal welchen Weg man wählt - wichtig ist nur, dass man aktiv mitmacht und mitdenkt. Nur über ein Verständnis zu empfohlenen Verhaltensweisen gelangt man zum Erfolg.
Mein Physiotherapeut ist ein Weg zur Besserung. Die Gespräche mit ihm und seine Hilfestellung rund um meine Halswirbelsäule haben nach nur zwei Besuchen deutliche Besserung gebracht. Und das ist eine großartige Leistung, weil ich nicht so leicht zu überzeugen bin und jede Verordnung gründlich hinterfrage - womit Ärzte meiner Meinung nach überfordert sind. Entweder fehlt es bei den überfüllten Wartezimmern an Zeit oder die Routine lässt solchen Patienten keine Chance. Ich hoffe jedenfalls, dass mir nach der 10. Therpie (soviel bewilligt die Kasse mit 50 %igem Selbstbehalt) ein Licht aufgeht und ich meinen Körper helfen kann.










Liebe Isa, gut geschriebener, informativer und zugleich persönlicher Post. Danke.