Das Frühstück ist mir heute im Halse stecken geblieben, als ich in den Nachrichten vom Fall “Horrorhaus” hörte. Entsetzlich, was sich in den Kellern der Nachbarn abspielen könnte.
Immer sind es die besonders rechtschaffenden, netten Familien, die in diesem Falle im wahrsten Sinne des Wortes Leichen im Keller versteckt haben.
Ein Familienvater missbraucht seine Tochter über Jahrzehnte, sperrt sie in ein Kellerverlies, ließ sie sieben Kinder gebären, wovon er drei selbst groß zieht und eines angeblich “entsorgt”. Er - der sympathische Kerl - lebt ein unauffälliges Leben als Bauingenieur, der in seiner Freizeit gerne fischt, sich liebevoll um seine Familie kümmert und gerne den Nachbarn in technischen Angelegenheiten behilflich ist.
Wie kann man so leben? Unvorstellbar, aber offenbar im Ansatz kein Einzelfall.
Niemand im Umfeld will davon etwas merken. Keine Nachbarn, keine Bekannten, keine Freunde und auch die eigene Familie nicht.
Das Verschwinden der damals 16-jährigen Tochter war dann wohl genauso unauffällig. Angeblich soll sie das Haus verlassen haben und einer Sekte beigetreten sein. Drei Mal soll sie Babys vor das Haus ihrer Eltern gelegt haben. Die Großeltern adoptieren die Kinder - ihre Enkel, weil das alles ist, was von der missratenen Tochter bleibt. Nachgeforscht wird auch von den Behörden offenbar nicht. Eigenartig - wo doch einfachere Delikte gründlicher ermittelt werden … Dieser Fall wird wohl noch viele Fragen aufwerfen.
Die menschlichen Abgründe sind unfassbar.
Zurück bleiben die nunmehr 42-jährige missbrauchte Tochter, drei Kinder, die noch nie das Tageslicht gesehen haben, weitere drei Kinder, die Ehefrau und der Rest der geschändeten Familie. Ob dieser Mann jemals selber befreifen kann, was er angerichtet hat?











Hallo, der Mann ist vielleicht ein Psychopath ohne Einfühlungsvermögen in andere, aber die Tochter… Wie findet so ein Mensch ins Leben zurück? Wie kann sie ein sinnvolles Leben beginnen und je wieder vertrauen oder Liebe erfahren?
Ich wünsche ihr, dass ihr das gelingt!
Isabella , ich fiunde die ganze geschichte abartig und traurig zu gleich, kann da meine Gefühle gar nicht richtig beschreiben…. vor allem die Tatsache, dass es in der heutigen Zeit überhaupt möglich ist und wirklich niemanden auffiel….
Die Idee, der gesamten Familie eine neue Identität zu geben, ist hilfreich - die Wunden heilen wahrscheinlich trotzdem nie.
Ist es nicht gerade in der heutigen Zeit möglich? Niemand kümmert sich wirklich um den anderen - allerdings: wer würde denn annehmen, dass so ein Verbrechen in der Nachbarschaft statt findet?
lG Isabella.