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Karsamstag - Speisenweihe

Der Karsamstag markiert das Ende der Fastenzeit. Es ist aber auch ein Tag, an dem man alle möglichen Reinigungsarbeiten vornehmen soll - Haus und Hof, Haare und Körper, außerdem soll man an diesem Tag dem Aberglaube nach besondere Kraft besitzen, die einem beim Verrichten harter Arbeit entgegenkommt.

Osterkorb
Osterkorb

Doch der Karsamstag, wie ich ihn kenne, hat eigentlich nichts mit Arbeit zu tun. Vielmehr werden an diesem Tag die Osterspeisen geweiht und danach genussvoll - nach der langen Fastenzeit - verzehrt. Hier gibt es regionale Unterschiede: in der kärntner Gegend verpackt man in den Osterkorb gekochten Beinschinken, geselchte Würste, gekochte Zunge, eine große Krenwurzel, eigens gebackenes Osterbrot, Reindling und gefärbte Ostereier. Über diesen Korb wird eine handgestickte Osterweihdecke geworfen, die jede Hausfrau parat hat. In der Kirche oder bei einem Kreuz versammeln sich die Leute, um nach einer Osteransprache bzw. Ostermesse die Speisen durch den Pfarrer weihen und segnen zu lassen. Nachdem der Inhalt dieses Osterkorbes regional verschieden ist, kommt es weniger auf die Zutaten als auf die Symbolik an. Man sagt auch, dass alle Geister in der Hölle an diesem Tag diese Predigten hören können.

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