Mein 9jähriger kam heute von der Schule nach Hause und erzählte, dass am Montag der Ostergottesdienst stattfindet und alle Kinder zur Beichte müssen. “Was soll ich denn beichten?” fragte er.
Ja - was könnten Kinder Sündhaftes vorweisen?
“Hast gelogen?” - “Eigentlich nicht, nur manchmal geschwindelt. Aber bald darauf habe ich die Wahrheit gesagt.”
“Manchmal warst du frech!” - “Mama, jetzt bist unfair. *grinsel*”
“Hast andere Kinder geschlagen oder ungerecht behandelt?” - “Nur, wenn sie angefangen haben. Ich kann mir ja nicht alles gefallen lassen.”
Viel mehr fiel mir nicht ein. Mein Kleiner ist erziehnungstechnisch und menschlich unkompliziert, fleißig in der Schule und überhaupt ganz ein Lieber! ![]()
Soll ich ihn nun mögliche Sündenfälle aufzählen - also ihn zum Lügen bei der Beichte anstiften?
Das Instrument Beichte der Kirche mag ja seinen Sinn haben. Aber doch nicht einmal jährlich für Kinder. Ich finde es unmöglich, sie in diesem Sinne unter Druck zu setzen. Hier gäbe es wohl wirkungsvollere Präventionsarbeit und -maßnahmen für Schüler, damit aus den Kindern keine “sündigen” Jugendlichen werden.











Ich halte generell nichts von Beichten, ich kann es nichtmals wirklich begründen, wieso ich mich innerlich dagegen sperre.
Unsere Kinder sind nie in die Lage gekommen, beichten zu müssen. Gut so glaube ich, dass sie evangelisch getauft sind.
Also mir hat Dein 9jähriger ja etwas ganz anderes erzählt! Die Sache mit den Fröschen und dem Travo zum Beispiel. Na, klingelt da ‘was? Und Marcella mit ihrer neuen Kurzhaarfrisur? Hat der Zopf in der Schublade Deines Sohnes vielleicht etwas damit zu tun?
Nein? Ist klar - Dein Junge natürlich nicht.
Gruß
Ich halte auch nichts vom Beichten, bei uns im Norden gibt es das ja auch nicht , sofern man nicht katolisch ist.. Zumal ich denke, dass man mit 9 Jahren das noch gar nicht so recht einschätzen kann, was das beichten in der Kiche bedeutet.