März

Der Monatsname März leitet sich vom römischen Kriegsgott Mars ab und war im Julianischen Kalender der erste Monat des Jahres. So finden sich in diesem Frühlingsmonat viele Neujahrsbräuche wieder. Der alte Jahresgott wurde durch Peitschenknallen und Schläge vertrieben und der Frühlingsbote begrüßt. Heute werden diese Riten durch Faschingsbräuche, die in den vorgehenden Monaten beginnen, ersetzt. Der Kampf zwischen Winter und Sommer oder die Dämonenbekämpfung erinnert jedenfalls daran. Erhalten haben sich vielerorts das Märzfeuer und das Ausrufen der Lenzpaare.

Bis zu Beginn der Neuzeit gab es noch keine vier Jahreszeiten, sondern lediglich Sommer und Winter. Älter als der Begriff Frühling ist das Wort Lenz. In den Frühlingsfeiern werden die bekannten Frühlingsboten begrüßt. Seien es die Blumen und Blüten, das Maiengrün, die erste Schwalbe oder etwa der Kuckuck. Neben vielen Frühlingsliedern und Frühlingsfeiern ist der Sonntag Lätare (der dritte Sonntag vor Ostern), das Osterfest selbst und der erste Mai zu den alten Bräuchen zu zählen. Von diesen Festen wird jedoch in nächsten Monaten mehr zu berichten sein, da sie kalendermäßig auch dort hin zuzuordnen sind.

Der März ist ein Monat voller Aberglaube. So wird erzählt, dass der Märzschnee und das Märzwasser unrein ist uns somit bestenfalls als Waschwasser oder zum Auswaschen von eitrigen Wunden! verwendbar sei. Wirksam sind auch Bäder im Märzwasser gegen Wurmbefall, also alles “unreine, ekelige” soll damit vom Leib gehalten werden. So schließt sich daraus, dass es ein Schönheitsmittelchen ist, bekämpft es Sommersprossen - die auch Märzflecken genannt werden -, verhilft zu reinster und hellster Haut und lässt Flechten und Schuppen verschwinden. Heilkraft wurde diesem Wasser auch bei Augenleiden nachgesagt.
Die Märzsonne sollte man hingegen meiden, da sie dem Volksglauben nach weder gut für die Augen noch für die Gesundheit im allgemeinen sein soll.

Botanisch gesehen ist die Frühlingsknotenblume der erste Bote. Sie wird auch Märzglöckchen genannt. Die Zwiebeln dieser Blume oder des Schneeglöckchens werden bzw. wurden ausgegraben und den Kühen zum Futter gemischt, damit ihnen nicht durch Zauber die Milch genommen werden könne.

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